Das aktuelle Wetter Duisburg 8°C
Politik

Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben

28.09.2012 | 06:00 Uhr
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
Stadtdirektor Peter Greulich wird zu den Wirtschaftsbetrieben wechseln.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg. Der bündnisgrüne Stadtdirektor Peter Greulich wird aller Voraussicht nach am kommenden Dienstag auf einer Sondersitzung des Verwaltungsrates der Wirtschaftsbetriebe WBD zum zweiten Vorstand der Stadttochter gewählt.

Unterdessen geht der Streit bei den Grünen weiter: Der Parteivorstand distanziert sich davon, dass vier Ratsmitglieder der Grünen am Montag im Rat dafür gestimmt hatten. Das sei „schlechter Stil“.

Am 2. Oktober tagt der Verwaltungsrat der WBD. Auf der Tagesordnung steht die Wahl Greulichs und auch die Benennung des dritten Vorstandes. Das soll bekanntlich der bisherige SPD-Fraktionsgeschäftsführer Uwe Linsen sein, der zugleich Chef der Beschäftigungsgesellschaft GfB werden soll, die nach dem Ratsbeschluss von Montag unter das Dach der WBD kommt.

Unterdessen ist der Zorn der Partei auf Fraktionssprecher Dieter Kantel und drei weitere Ratsvertreter nicht verraucht. Sie hatten im Rat die umstrittene Chefposten-Verteilung mitgetragen, obwohl Partei wie Gesamtfraktionen zuvor beschlossen und ausdrücklich gefordert hatten, den Ratsvorlagen zunächst nicht zuzustimmen. Dagegen lobt die grüne Parteispitze ausdrücklich Ratsfrau Claudia Leiße für ihr Nein.

Laut Grünen-Vorstand hatte sich Rot-Rot-Grün bei einem Krisen-Spitzentreffen am Wochenende zwar darauf geeinigt, dass die GfB umgehend in die WBD eingegliedert wird, um eine mögliche Insolvenz abzuwenden, doch die Grünen waren bei ihrem Nein zu den zusätzlichen Chefposten geblieben. Das hatten SPD und Linke akzeptiert.

Frage der Altersvorsorge-Regelung

Greulich, dessen Wahlzeit bis 2016 läuft, wird mit dem Wechsel zu den WBD nicht mehr Beamter, sondern Angestellter sein. Die Summe, die die Stadt dafür für seine Altersversorgung als Nachversicherung aufbringen müsse, sei nur ein „Bruchteil“ seiner Pensionsansprüche, betonte Greulich.

Die Stadt werde nicht zusätzlich finanziell belastet. „Die Regelung der Altersvorsorge ist Sache der Stadt“, heißt es bei den WBD dazu. Die Frage der Kosten für die Altersvorsorge ist aufgekommen, weil zum Wechsel des damaligen Beigeordneten Bildau zu Duisburg Marketing Nachzahlungen-Belastungen für Versorgungszusagen bei der DMG in Millionenhöhe im Raum standen.

Oliver Schmeer



Kommentare
26.10.2012
08:37
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von Sentinel | #16

Na bitte, da ist doch die Schmutzigkeit. Abzocke der Kleingärtner zur Finanzierung eines unnötigen Postens die durch eine vollkommen unfähige Personalie (Peter Greulich) besetzt wird. Da kommt bestimmt noch eine Dreckigkeit denn der GUTE bekommt um die 130.000 Euro im Jahr plus Tantiemen oder Erfolgsprämie (auch bei Misserfolg / kann er auch am Besten) etc. Respekt, Stolz und Würde machen einen sozialen Menschen aus, fehlt einem alles, ist man bei der Stadt DU gut aufgehoben und macht Karriere!!!

26.10.2012
01:15
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von EinInsider | #15

Wie man aus gut unterrichteten Kreisen hört, ist die Finanzierung des Chefpostens Herrn Greulichs auch schon in trockenen Tüchern. Nicht die Stadt Duisburg oder die Steuerzahler, sondern die ca. 5.600 Duisburger Kleingärtner auf städtischen Pachtflächen (ca. 2.000.000 m²) werden insg. 80.000.- € aufbringen, nämlich über bisher nicht offiziell per Gebührenbescheid erhobene, sog. Straßenreinigungsgebühren‘ (pauschal 4 Cent pro m²). Anfangs sollten es sogar 120.000,- € sein.
Zahlen sollen übrigens alle Vereine, auch die, die nicht direkt an einer Straße liegen, ist halt eine ‚Solidargemeinschaft‘. Hinzu kommen noch die Gebühren für den Winterdienst, den die WBD gerne anbieten, und den der Verband seinen Mitgliedern wärmstens empfiehlt.
Auf manch einen der 94 KGV auf städtischen Grundstücken kommen so gut und gerne bis zu 3.500 € pro Jahr hinzu (1.700,- € Straßenreinigung + 1.800,- € Winterdienst), macht so zwischen 25,- u. 28,- € pro GF! Wer soll sich das noch leisten? Schämt Euch!

29.09.2012
11:55
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von Gut-aufgepasst | #14

von Ahmet Peter Siegel
Die Grünen wussten schon lange, dass sie DEN SCHWARZEN PETER hatten. Jetzt so zu tun, als könne man zu dieser Sauerei nichts, glaubt kein Wähler!

29.09.2012
11:52
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von Gut-aufgepasst | #13

von Ahmet Peter Siegel
von JanundPitt | #12 von taosnm | #8 von Sentinel | #5 von Tutor | #7 Sehr gut!!!!
Das ist also der gute Plan der SPD und des Herrn S. Link?
Die DU-Wähler hatten die Chance, einen unabhängigen OB zu bekommen, der die Interessen der Bürger vertritt und verteidigt und frei in seiner Entscheidung agieren kann, ohne Rücksicht auf Parteien und Funktionäre zu nehmen. Es gab unter den unabhängigen Bewerbern einige, die das Herz an der richtigen Stelle haben und den Mut und die Kraft, hier mal aufzuräumen - ganz losgelöst von meiner Person. Ich gratuliere den SPD-Funktionären, Herrn Link und Herrn Dr. Greulich. Sie dürfen zukünftig vom goldenen Löffel essen

28.09.2012
20:56
AxelKrause | #10-2 "Insofern unterscheiden sich Mahlberg und Mettler nicht."
von JanundPitt | #12

In der Tat, beide stehen sich in Sachen Skrupellosigkeit in nichts nach. Link will einen SPD-Stadtdirektor, der völlig überforderte Link wird ihn bekommen. Das Jahr Sperrfrist bis zur Neubesetzung dieses Postens wird sein Schutzpatron Jäger locker aushebeln. Sperrfrist bis zur Besetzung von Greulichs Leitung des Umweltamtes? Kostet Jäger nur ein Lächeln. Lukrative Versorgung der beiden bisherigen GfB-Geschäftsführer? Kein Problem, Duisburg hat genügend Tochtergesellschaften - ohne Zugriff der RP-Haushaltsaufsicht.
Die Versorgungslasten und die Nachversicherung Greulichs kosten die Stadt angeblich weniger als Greulichs Pensionsansprüche. Wer das glaubt, ist mit dem Klammerbeutel gepudert. Die WBD betonen schon jetzt, dass diese Kosten Sache der Stadt sind. Im Fall Bildau hat das die Stadt Mios gekostet.
Da der Verwaltungsrat der WBD vor der Wahl von Greulich und Linsen von der SPD stromlinienförmig "umgestaltet" wird, besteht an deren Wahl kein Zweifel mehr. Unerträglich!

28.09.2012
16:47
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von JanundPitt | #11

In einem Punkt können die Duisburger Grünen etwas von A. Merkel lernen: Sie weiss, wie man mit "Abweichlern" umgeht... *Ironie aus*

28.09.2012
16:36
Was tut man nicht alles, um Duisburgs teuerste Azubis zu installieren
von wattearvolt | #10

Man ändert hie und da etwas an Gesellschaftsverträgen / Satzungen und fertig ist die Laube. Der Begriff "schändlich" ist noch viel dezent für ein solches Verhalten.

2 Antworten
Korrektur
von wattearvolt | #10-1

..viel zu dezent...

Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von AxelKrause | #10-2

Insofern unterscheiden sich Mahlberg und Mettler nicht.

28.09.2012
15:02
Wer die Ratssitzung erlebt hat
von rschulz3 | #9

musste feststellen, dass Gräulich und seine Helfershelfer der SPD und der GRÜNEN alle frech angegrinst haben, die protestierten.
So geht man nicht mit den Bürgern um, die diese ganze Chose bezahlen müssen.
Die Quittung wird noch serviert. Wir werden bis zur Kommunalwahl NICHTS vergessen.
Es wird eine breite Bürgerliste geben und Duisburg kann wieder einmal beweisen, dass ihre Bürger nicht "dumm und faul" sind (wie Gräulich meint).
Wir werden mit überwältigender Mehrheit die Ratssitze erobern.
Duisburg can!

1 Antwort
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von Sentinel | #9-1

Was haben Sie, die Demonstranten und die Duisburger Bürger denn erwartet? Wer eiskalt und ohne ehrliche Gefühlsregung über 21 tote Menschen (LOPA 2010) hinweggeht, in einer solch schweren Stunde für die Stadt, es nicht einmal für nötig hält seinen Urlaub abzubrechen (Herr Greulich seine Zeichens Stadtdirektor), der hat für die Interessen und Bedürfnisse seiner Bürger nur ein LÄCHELN übrig. Die Machenschaften bleiben die Selben nur die Gesichter derer, die sich bereichern ändern sich oder verschwinden in Fantasieämter. Herr Greulich interessiert die Stadt nicht, er ist in die Kategorie Sunnyboy einzuordnen denn sein Job (die Worte Pflichten, Charakter, Aufgaben kennt er nicht) ist nur Mittel zum Zweck um sein angenehmes Leben zu finanzieren. Ich habe ihn kennengelernt...

28.09.2012
15:01
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von taosnm | #8

Derzeit reden wir hier nur über die unsäglichen Geschichten um überflüssige Vorstandsposten. Der nächste Knaller wartet aber noch. Wer wird Stadtdirektor? Die SPD weiss schon, wer es wird, doch die Duisburger nicht. Und was wird mit dem Umweltdezernat passieren? Da sitzt gewiss schon jemand in den Startlöchern, obwohl es zunächst einmal eine Besetzungssperre von einem Jahr gibt, die man jedoch mit den vorzüglichen Beziehungen nach Düsseldorf umgehen kann. Wer hat in der SPD die Plakate am akkuratesten geklebt? Der darf Umweltdezernent werden. Und Adolf Sauerland sitzt mit seiner gesicherten Pension in Walsum oder Mülheim und kommt vor Lachen nicht in den Schlaf. Und die Bürger der Stadt können überlegen, ob sie diesen Filz weiter mitfinanzieren wollen oder auswandern.

1 Antwort
Wer wird Stadtdirektor?
von wattearvolt | #8-1

Nach dem Ausschlussverfahren werden es Rabe (der Leiter des Krisenstabs) und Janssen nicht . Welche SPDler bleiben dann noch übrig ?

28.09.2012
13:53
Greulich vor dem Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben
von Tutor | #7

Ich schließe mich den Kommentaren uneingeschränkt an. Das ist schäbig und borniert was sich da die Volksvertreter leisten. Und jetzt regen sich die Grünen über Ihre Ratsmitglieder auf, dass sie damit gemacht haben! Und?? Konsequenzen?? Raus aus der Partei aber schnell! Oder ist das wieder nur ein Gefälligkeitsgeschenk gewesen weil vieleicht bald in anderen städtischen Gesellschaften hochkarätige Posten zu vergeben sind. Man munkelt, dass sich bei der DVV und den Stadtwerken was tun könnte! Auch die Gebag hat ja noch Platz für weitere Vorstandsposten. Und dann sind die Genossen dran! Warten wir es mal ab. Kann ja nicht mehr lange dauern bis wir das in der Zeitung lesen. Pfui ist nur ein diplomatischer Ausdruck der Abscheu. Ein Duisburger im Herzen

Aus dem Ressort
Dieb überfuhr Zeugin - Duisburger Polizei fasst Verdächtigen
Festnahme
Der 24-Jährige, der nach einem Diebstahl in Duisburg-Homberg eine Zeugin (45) überfahren haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. Polizisten nahmen den Mann bereits Ende vergangener Woche in einem überwiegend von Landsleuten bewohnten Haus fest. Gegen den Mann wird wegen versuchten Mordes ermittelt.
Gastwirt in Marxloh mit einem Messer attackiert und verletzt
Kriminalität
Noch sind die Hintergründe eines Messerangriffs in Duisburg-Marxloh unklar und der Täter nicht gefasst. Am Wochenende wurde im Norden ein Wirt angegriffen und verletzt. Lebensgefahr besteht aber nicht.
Duisburger Schrotthändler soll Steuern hinterzogen haben
Anklage
Weil er rund eine Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben soll, muss sich nun ein 46-Jähriger am Landgericht verantworten. Die Anklage geht davon aus,dass der Chef eines Duisburger Rohstoffhandels ein Drittel seiner Umsätze und einen großen Teil der Gewinne bewusst nicht angegeben habe.
Plückelmann wehrt Kritik der Hubbrückenfreunde Walsum ab
Hubbrücke
Der ehemalige Bezirksbürgermeister (SPD), Heinz Plückelmann, stellt klar: Kein Politiker habe versprochen, dass die Hubbrücke für den gesamten Verkehr offen bleibe. Kürzlich hatte es Kritik gegeben: Da kann man mal sehen, was man auf die Wahlversprechen der Politiker geben kann: Nämlich gar nichts.“
Duisburg verzeichnet die meisten Rechten-Demos in NRW
Rechtsextremismus
Duisburg und Köln sind besonders oft Schauplatz von ausländerfeindlicher Hetze. Das geht aus einer Anfrage der Piraten im Landtag hervor. Demnach gab es seit Mitte 2012 fast 130 Veranstaltungen rechter Gruppen – viele davon auch in Essen oder Bochum.
Die Grundsteuer in Duisburg soll erhöht werden
Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

 
Fotos und Videos
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival