Globe-Gewinner und Oscar-Aspiranten

Mit der Oscar-Nacht am 22. Februar nähert sich unaufhaltsam der Höhepunkt der diesjährigen Filmpreis-Verleihungen. Ein wichtiger Gradmesser für die Juroren aus dem Filmbusiness sind die Golden Globes. Jene Preise werden Jahr für Jahr von den Vertretern der ausländischen Filmpresse vergeben. Wer dort gewinnt, hat beste Chancen, auch einen Oscar abzuräumen. Das Filmforum am Depllatz zeigt derzeit einige Werke, die einen Golden Globe abgestaubt haben.

Hawkings Erkrankung

Schauspieler Eddie Redmayne verkörpert in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ den Wissenschaftler Stephen Hawking. Dabei zeichnet er dessen körperlichen Verfall nach einer diagnostizierten ALS-Erkrankung derart glaubhaft nach, dass es Filmkritiker und KInopublikum gleichermaßen begeisterte. Redmayne erhielt den Golden Globe als bester Hauptdarsteller. Die entsprechende Oscar-Statue hätte er ebenfalls verdient. Zu sehen im Filmforum: Fr.-So. 18 Uhr, Sa. und Mi. auch 15.30 Uhr.

Bonbonbunte Groteske

Eine bonbonbunte und höchst unterhaltsame Groteske ist „Grand Budapest Hotel“ von Regisseur Wes Anderson. Sie erhielt den Golden Globes als beste Komödie. Diese Mischung aus Räuberpistole und comicartiger Kulisse lockte allein in Deutschland knapp eine Millionen KInobesucher an. Im Filmforum: Do., Mo., Mi. 18 Uhr.

Drogen & Detektive

Nicht nur eine durchgeknallte Kriminalstory, sondern vor allem ein glaubhaftes Portrait über den Zeitgeist der frühen 70er Jahre liefert Regisseur Paul Thomas Anderson („Magnolia“, „There Will Be Blood“) in seinem neuesten Werk „Inherent Vice – Natürliche Mängel“. Joaquin Phoenix spielt darin einen leicht schusseligen Privatdetektiv, der das Verschwinden seiner eigenen Ex-Freundin aufklären soll. Eine psychedelische Farce, ein Film wie auf Droge. Im Filmforum: Do., So.-Di. 20.30 sowie Fr., Sa. und Mi. 21 Uhr.

Das große Flattern

Wegen der großen Nachfrage gibt es im Filmforum Zussatzvorstellungen von „Birdman“. Herausragend ist hier die Leistung des Ensembles – an der Spitze Michael Keaton als gealterter Hollywood-Star, der nun am Broadway Theater spielen will, sowie Emma Stone als dessen rebellische Tochter. Zu sehen: Do., So.-Di. 21 Uhr, Fr. 20.30 Uhr.