Glatte Straßen, volle Züge - So verlief der Schneetag in NRW

Ein Lastzug ist am Montagmorgen in Höhe Duisburg-Rahm ins Rutschen gekommen. Die Polizei zählte dutzende Unfälle an Rhein und Ruhr, meist Blechschäden.
Ein Lastzug ist am Montagmorgen in Höhe Duisburg-Rahm ins Rutschen gekommen. Die Polizei zählte dutzende Unfälle an Rhein und Ruhr, meist Blechschäden.
Foto: WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Tief "Gong" hat weiten Teilen NRWs in der Nacht 10 Zentimeter Neuschnee beschert. Auf den Autobahnen und Schnellstraßen kam es im Berufsverkehr zu Staus. An den großen Flughäfen konnten hunderte Flugzeuge nicht starten und nicht landen. Lesen Sie in unserer Chronik, was sonst noch passierte.

Essen/Duisburg/Dortmund/Düsseldorf.. Staus auf den Straßen und Verspätungen im Nahverkehr, vor allem bei Buslinien und Straßenbahnen: Der Winter hat NRW weiter im Griff, Grund dafür ist das Tief "Gong". Zehn Zentimeter Neuschnee waren in der Nacht zu Montag gefallen. Das wirkte sich auch auf den Verkehrsfluss an Rhein und Ruhr aus. Im Berufsverkehr war vielerorts Schneckentempo angesagt. Die Polizei zählte Dutzende Verkehrsunfälle, alleine auf den Autobahnen. Zumeist blieb es bei Blechschäden.

Lesen Sie in unserer Chronik, was sich in NRW an diesem kalten, rutschigen Wintertag zutrug:

17:16 Uhr: Eines kann man ja nicht leugnen: Die Atmosphäre, die durch die "weiße Pracht entsteht, hat etwas. Wir haben die schönsten Schnee-Bilder aus NRW zusammengestellt.

17:05 Uhr: Ihre dicken Winterklamotten haben eine 13-Jährige in Rheinland-Pfalz vor Verletzungen durch einen beißenden Hund geschützt. Beim Rodeln war das Mädchen am Sonntag von einem Schäferhund angefallen und mehrfach gebissen worden, überstand den Angriff aber ohne große Blessuren. "Nur ihrer dicken Winterbekleidung war es zu verdanken, dass das Mädchen nicht ernsthaft verletzt wurde", teilte die Polizei am Montag mit. Die Ermittler suchen nun nach dem unbekannten Halter, der seinen Hund ohne Leine hatte laufen lassen.

16:53 Uhr: Die fast flächendeckend über Deutschland liegende Schneedecke wird wegen der erwarteten weiteren Schneefälle bis Mittwoch auf ein Gewicht von sechs Milliarden Tonnen anschwellen. Wie der Deutsche Wetterdienst am Montag in Offenbach mitteilte, entspricht dies rund dreizehn Prozent der Wassermenge des Bodensees. Demnach lagen am Sonntag bereits dreieinhalb Milliarden Tonnen Schnee und Eis in Deutschland. Der Anstieg um weitere etwa zweieinhalb Milliarden Tonnen werde durch die vorhergesagten neuen Schneefälle vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands zustande kommen.

Flughafen Köln/Bonn verbuchte "Gewinn" durch Eis und Schnee

16:39 Uhr: Während der Flughafen Frankfurt heute 500 Flüge streichen musste, hat der Flughafen Köln/Bonn durch das Eiswetter quasi "Gewinn" gemacht: Zwar mussten auch hier drei Flüge gestrichen werden, weil die Flieger mit dem Ziel Köln/Bonn in München und Amsterdam nicht starten konnten, doch dafür landeten auch elf Maschinen auf dem Flughafen, die eigentlich nach Frankfurt sollten.

16:25 Uhr: Auch die Bauern freuen sich über das eiskalte Wetter: "Das ist prima", sagt Bernhard Rüb, Sprecher der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Der Frost lockere den Boden und schütze vor Schädlingen. Die passende Bauernregel laute: "Ist der Winter warm, wird der Bauer arm."

Es ist weiß, kalt und rutschig und bleibt weiß, kalt und rutschig

16:12 Uhr: Fassen wir zusammen: Es ist kalt, weiß und streckenweise rutschig. Und so wird es die kommenden Tage auch bleiben. Die Temperaturen bleiben in den nächsten Tagen tagsüber unterhalb des Gefrierpunkts und sinken bei klarem Himmel bis auf minus zehn Grad, sagen Wetterexperten voraus. Die gute Nachricht: Es wird wohl nicht mehr Eisregen geben.

16:00 Uhr: Nicht nur Autofahrer müssen bei diesem Wetter vorsichtiger und umsichtiger sein als sonst, sondern auch Fußgänger und Fahrradfahrer. Die Polizei Münster berichtet von mehreren Fast-Unfällen durch Fußgänger, die versucht hätten, vor langsam fahrenden Autos noch schnell die Straßenseite zu wechseln. Das hätte die Autofahrer zu kaum kontrollierbaren Bremsaktionen gezwungen. Also: Fahren Sie nicht nur vorsichtig, sondern laufen Sie auch so!

Moskau versinkt im Schnee

15:49 Uhr: Moskau versinkt in weißer Pracht. Innerhalb von vier Tagen seien etwa 50 Zentimeter Schnee gefallen - mehr als sonst durchschnittlich im ganzen Januar, sagte am Montag Vize-Bürgermeister Pjotr Birjukow der Nachrichtenagentur AFP. Für Moskau sagt das Wetteramt Temperaturen von minus 20 Grad voraus.

15:35 Uhr: Fluggäste warten genervt auf verspätete Flieger, Autofahrer rutschen über verschneite Straßen - alles doof also? Nein, der Einzelhandel freut sich über das Wetter: Eis und Schnee kämen "gerade richtig" zum Start des Winterschlussverkaufs, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Hertel. "Warme Jacken, Mützen oder Schals würden vor allem dann gekauft, wenn sie akut gebraucht würden. Allerdings: Die glatten Bürgersteige und Straßen schreckten auch viele Einkäufer vom Bummeln ab.

Im Hochsauerland fiel am meisten Schnee

15:21 Uhr: Die Bahn bremst aus Sicherheitsgründen ihre Züge aus. Die Höchstgeschwindigkeit von ICEs sei auf 200 Stundenkilometer herabgesetzt worden, teilte eine Bahn-Sprecher mit. Damit soll verhindert werden, dass die Züge durch aufgewirbelte Eisbrocken beschädigt werden.

15:10 Uhr: "Mittlerweile haben wir wieder alle vier Bahnen freigeräumt", sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens. Trotzdem fiel am Montag insgesamt jeder vierte der 1170 geplanten Flüge aus.

14:57 Uhr: NRW ist zweigeteilt: im nordöstlichen Teil des Münsterlands, in Ost-Westfalen und im Hochsauerland hat es am kräftigsten geschneit, im Rheinland und am Niederrhein am wenigsten. Das zeigt die Schneefallübersicht auf dem Portal Wetter.de. Der meiste Schnee wurde in den Regionen Bielefeld und Winterberg gemessen: 5 bis 15 Liter Niederschlag zeigt das Niederschlagsradar dort an.

-28 Grad in Lettland - Rentnerin erfriert in ihrer Wohnung

14:45 Uhr: Der Blick auf die Autobahnen zeigt den Unterschied zum Berufsverkehr: Vier Störungen meldet der WDR in seiner Stau-Übersicht. Gesamtlänge: 13 Kilometer. Soviel war am Morgen alleine auf der A52 von Essen Richtung Düsseldorf.

14:34 Uhr: Schneeglatte Straßen sorgen im Kreis Warendorf für einen saisonalen Peak bei den dortigen Karosseriefachbetrieben. So könnte man die jüngste Polizeimeldung jedenfalls verstehen, die insgesamt 39 Verkehrsunfälle auflistet - von Sonntag- bis Montagmittag. Auch der örtliche Autohandel dürfte sich die Hände reiben. Schrottbetriebe ebenfalls. Autos schleuderten von der Fahrbahn, rutschten in Gräben oder stießen zusammen. In den meisten Fällen blieb es bei Blech- und Kunststoffschäden. Die Polizei berichtet aber auch von einigen Einsätzen für Rettungswagen. Am Morgen fällte ein 21-Jähriger in Telgte mit seinem Mitsubishi einen Telefonmast. Der junge Mann hatte Glück im Unglück: er wurde nur leicht verletzt.

14.11 Uhr: Ein Blick ins Ausland. Eine 87 Jahre alte lettische Rentnerin ist in ihrer ungeheizten Wohnung bei klirrender Kälte mit Tiefstwerten von bis zu minus 28 Grad Celsius erfroren. Wie eine Sprecherin des medizinischen Notfalldienstes am Montag im lettischen Fernsehen berichtete, mussten allein am Wochenende 16 Menschen wegen Unterkühlung und mit Erfrierungen im Krankenhaus behandelt werden. Landesweit gab es zudem Dutzende Unfälle auf vereisten Straßen.

Autos fuhren sich in Schneewehen fest

13:58 Uhr: Im Kreis Paderborn ist eine 19-Jährige Autofahrerin bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Insgesamt zählte die dortige Polizei von Sonntagnacht bis Montagmittag 53 Verkehrsunfälle auf Orts- und Landstraßen. Im Ort Sande verunglückten am Vormittag kurz hintereinander zwei Linienbusse. In beiden Fällen rutschten die Fahrzeuge gegen die Leitplanken. Außer dem Fahrer seien keine weiteren Personen in den Bussen gewesen. In einigen Straßen blieben Autos in Schneewehen stecken.

13:41 Uhr: Der Winter hat Deutschland in eine weiße Schneedecke gehüllt - die in den nächsten Tagen auch erhalten bleibt. "Es ist kalt genug dafür, dass der Schnee liegen bleibt", sagte Tanja Dressel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. "Es ist fast überall etwas runter gekommen", erklärt die Meteorologin. "Nur Mecklenburg-Vorpommern ist außen vor, und der übrige Norden bloß weiß gepudert." Mit Neuschnee sei in den nächsten Tagen aber in der gesamten Republik kaum noch zu rechnen. Winter

13:28 Uhr: Um ein Schneechaos im öffentlichen Nahverkehr zu verhindern, traf die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) bereits in der Nacht von Sonntag Vorkehrungen. Die „Schneewache“ kam zum Einsatz. „Je nach Schneefall fahren Straßenbahnen dann nachts mehrfach die Strecken ab, um sie freizuhalten“, erklärt DVG-Sprecher Thomas Nordiek.

Winterwetter sorgt für mehr Schadenmeldungen bei Versicherungen

13:15 Uhr: Die Provinzial-Versicherung in Düsseldorf registriert nach einer Woche Schnee und Eis in NRW ein erhöhtes Schadenaufkommen; noch aber seien die Zahlen "unspektakulär", sagt eine Sprecherin. Bei der Arag-Versicherung in Düsseldorf hat man noch keine Zahlen, sieht aber im Bereich Unfallversicherungen "deutlich mehr Meldungen nach Stürzen". Was die Versicherer noch erwarten: Frostschäden, etwa durch vereiste Wasserleitungen. Das aber, ist auf Nachfrage zu hören, "passiert erst, wenn es wieder taut".

13:04 Uhr: Im östlichen Hochsauerland gibt es auch am Mittag noch Verspätungen im Busverkehr. Das teilt der Regionalverkehr Ruhr-Lippe mit. Am Morgen fielen einige Linien dort sogar komplett aus, auf anderen konnten einige der Haltestellen nicht angesteuert werden.

12:56 Uhr: Feuerwehreinsatz auf der A524 in Duisburg. Ein Lastwagen aus Litauen ist am Morgen in Höhe Duisburg-Rahm ins Rutschen gekommen. Der 40-Tonner schleuderte erst in die linke Leitplanke und dann in die Böschung. Dabei liefen aus einem der Tanks 300 Liter Diesel auf die Straße.

12:43 Uhr: In Essen übernachten einige Obdachlose auch bei Schnee und Kälte auf der Straße oder in der Ruine der ehemaligen Volkshochschule, obwohl in der städtischen Notunterkunft noch einige Plätze frei seien. Die Linken regen nun an, U-Bahnhöfe nachts zu öffnen, um Obdachlosen dort eine Übernachtungsmöglichkeit zu geben.

Am Flughafen Düsseldorf fallen heute 22 Starts und Landungen aus

12:31 Uhr: Probleme für Bahnreisende: Im Fernverkehr der Bahn kommt es zu einigen "witterungsbedingten Störungen", die sich auch auf den Verkehr in NRW auswirken. Betroffen sind Verbindung nach und aus Süddeutschland, aber auch in Richtung Norddeutschland. Laut Bahn fahren einige ICE und IC zum Teil eine Stunde hinter dem Fahrplan hinterher. Wegen des starken Schneefalls in Nordfrankreich sei zudem der Bahnverkehr nach Paris gestört.

12:14 Uhr: Flugreisende haben nach Ansicht von Verbraucherschützern schlechte Karten, wenn sie wegen der aktuellen Flug-Verspätungen oder -Ausfälle auf eine Ausgleichszahlung hoffen. Schnee und Eisregen gelten rechtlich als "höhere Gewalt". Fällt der Flug nur deshalb aus, weil zum Beispiel zu wenig Enteisungsmittel zur Verfügung stand, stehe Betroffenen jedoch eine Ausgleichszahlung zu. Aber dazu muss die Verspätung länger als drei Stunden gedauert haben.

11:56 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf fallen heute 22 Flüge aus, genauer: "Umläufe", also Starts und Landungen. Betroffen sind Verbindungen in Deutschland und Flüge nach London und Paris - das Winterwetter torpediert dort die Flugpläne. Zwei Maschinen mit Ziel Frankfurt/Main seien am Morgen nach Düsseldorf umgeleitet worden. "Das Wetter hier bereitet uns derzeit aber keine Probleme", sagt Christian Hinkel, Sprecher des Flughafens Düsseldorf. Allerdings gibt es Verspätungen bis zu 45 Minuten, wenn Maschinen vor dem Start enteist werden.

Oberleitungsstörung bei Düren macht Bahn zu schaffen

11:34 Uhr: Der Flughafen Dortmund meldet Verspätungen. Sobald es etwas stärker schneit, müssten Flugzeuge enteist werden. Dadurch können sich Flüge um bis zu einer Stunde verspäten. Die Probleme am Frankfurter Flughafen wirkten sich aber nicht auf den Betrieb in Dortmund aus, sagt Sprecher Sebastian Scheske: "Wir haben keine Verbindungen von und nach Frankfurt/Main".

11:21 Uhr: Das Winterwetter bringt den Flugplan in Frankfurt und München ins Rutschen. Etwa 180 Flüge wurden in Frankfurt am Montag gestrichen, allein Lufthansa sagte nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport 140 Verbindungen ab. "Es kommt mit Sicherheit noch zu Verspätungen", sagte ein Fraport-Sprecher. Auch am Flughafen Düsseldorf fallen zahlreiche Flüge aus.

11:05 Uhr: Eine weitere Oberleitungsstörung macht der Bahn zu schaffen. Auf der Strecke Köln-Aachen gibt es bei Düren Probleme. Betroffen ist beispielsweise der NRW-Express, also die Linie RE1, zwischen Paderborn und Aachen in beide Richtungen. Aktuell werden 43 Minuten Verspätung gemeldet.

Schritttempo auf den Straßen in Teilen Ost-Westfalens

10:52 Uhr: In Ostwestfalen rund um den Raum Bielefeld möchte man jetzt nicht Auto fahren: Der Info-Dienst von TomTom meldet aktuell auf Teilbereichen der dortigen Bundesstraßen B61, B66 und L787 Schritttempo. In Herford muss man für 6 Kilometer Strecke gute 50 Minuten kalkulieren. Mit dem Auto. Da könnte man auch laufen...

10:37 Uhr: Auf den Autobahnen rund um Düsseldorf haben sich am Morgen 20 Verkehrsunfälle ereignet, zu denen die Polizei gerufen worden ist. Meist blieb es bei Blechschäden, nur auf der A42 bei Duisburg-Beeck ist ein Autofahrer leicht verletzt worden. In Düsseldorf wurden bis zehn Uhr insgesamt zehn Unfälle gezählt - in Anbetracht der glatten Straßen verhältnismäßig wenige Unfälle. "Die Leute fahren vorsichtig und haben sich auf das Wetter im Allgemeinen gut eingestellt", lobt Polizeisprecher Marcel Fiebig.

10:26 Uhr: "Betreten der Eisfläche verboten": Die Polizei im Sauerland mahnt, sich diese Warnung zu Herzen zu nehmen. Die Temperaturen bleiben zwar seit gut einer Woche zumeist unter dem Gefrierpunkt, doch sollte man vereiste Seen und Tümpel dennoch nicht betreten: Das Eis ist erst wenige Zentimeter dick. Achtung, Lebensgefahr!

10:19 Uhr: Die Essener Verkehrsbetriebe Evag melden: "Alle Linien verkehren wieder auf dem gewohnten Linienweg". Nahverkehrsnutzer aber müssten sich darauf einstellen, dass es wegen des Wetters weiterhin zu Verspätungen kommen kann.

Verhältnismäßig viele Verkehrsunfälle in Dortmund

10:12 Uhr: Gut zwei Dutzend Verkehrsunfälle - "witterungsbedingt". Das ist die vorläufige Bilanz der Polizei in Dortmund zum Verkehr an diesem Montagmorgen. Auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Arnsberg wurden bis 10 Uhr insgesamt 20 Unfälle gezählt. Es blieb bei Blechschäden, heißt es bei der Polizei.

10:01 Uhr: Die Polizei Münster lobt die Autofahrer. In der Region werden nur wenige Unfälle gemeldet. In Münster, wo es am Sonntag sehr stark geschneit hat, zählte die Polizei von Mitternacht bis Montagmorgen sieben Verkehrsunfälle. "Die Autofahrer fahren sehr vorsichtig", sagt eine Polizeisprecherin. Das war so auch vor einer Woche zu hören.

9:52 Uhr: Es schneit wieder, jedenfalls in Essen. Der Wetterbericht sieht landesweit neue Schneefälle in NRW, die noch am Vormittag einsetzen dürften. Auch Dienstag-Nachmittag soll es zwischen Rhein und Weser wieder schneien. Die Temperaturen werden am Dienstag und Mittwoch am Niederrhein und im Ruhrgebiet möglicherweise auch mal in die Plusregionen steigen - auf bis zu zwei Grad über Null, heißt es beim Wetterdienst Meteomedia in Bochum. Zum Ende der Woche wird es dann jedoch wieder eisig: Dauerfrost ist angesagt.

Bis zu 22 Zentimeter Neuschnee im Sauerland

9:36 Uhr: Der Verkehr auf den Autobahnen normalisiert sich. Bei der Bahn häufen sich dagegen die Verspätungen. Im Ruhrgebiet werden auf vielen Strecken Verspätungen im Nah- und Regionalverkehr gemeldet. Betroffen sind unter anderem die Linie S9 (Essen-Wuppertal), die derzeit bis zu 16 Minuten verspätet ist. Der RE 1 (Minden-Düsseldorf) ist bis zu zehn Minuten zu spät - wegen Passagier-Andrangs am Essener Hauptbahnhof, meldet die Bahn. Auch auf der Linie RE2 (Münster-Düsseldorf) kommt es zu Verspätungen. Im Fernverkehr werden auf einigen Verbindungen unterdessen Verspätungen von mehr als 30 Minuten gemeldet.

9:15 Uhr: Die Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG beehrt sich, mitzuteilen, dass der Verkehr im Nahverkehr in Duisburg läuft. Verspätungen? So gut wie keine, freut sich Sprecher Helmut Schoofs: "Der Verkehr ist gut im Fluss", sagt er: "Alles läuft glatt".

9:01 Uhr: War vor einer Woche noch in Düsseldorf mehr Schnee gemessen worden, als etwa auf dem Kahlen Asten im Sauerland, sind die Verhältnisse jetzt wieder gerade gerückt: Der Blick auf die Schneehöhen-Übersicht zeigt: Im Sauerland werden zwischen 11 und 22 Zentimetern gemessen. In Düsseldorf sind es 11 Zentimeter, am Niederrhein werden am zehn Zentimeter gemeldet. Bis zu 18 Zentimeter sind es in den Höhenlagen im Raum Essen-Bochum und aus Teilen des Münsterlands werden sogar bis zu 21 Zentimeter angezeigt. Im Raum Aachen liegt am wenigsten Schnee: zwischen drei und sechs Zentimetern werden angezeigt. Danke an Twitterin @rkrampitz!

Eltern entscheiden, ob sie ihren Kindern Schulfrei geben

8:48 Uhr: Der WDR meldet aktuelle 43 Staus auf den Autobahnen in NRW. Die Pendlerwelle scheint leicht abzuschwellen. Knapp 350 Kilometer Blechlawine werden in NRW gezählt. Stillstand gibt es derzeit vor allem auf der A52 zwischen dem Kreuz Breitscheid und Essen - in beiden Fahrtrichtungen. Die A40 ist zwischen Moers und Duisburg sehr stark befahren und zwischen Mülheim und Essen in Richtung Bochum. Auf der A2 staut es sich im Raum Oberhausen/Bottrop. Und rund um Dortmund meldet autobahn.nrw derzeit so gut wie keine "freie" Strecke. Zähfließender Verkehr wird auf der A45, auf der A44 und auf den Autobahnen 1 und 2 angezeigt.

8:35 Uhr: Schneefrei für Schüler? Wenn die Witterungsverhältnisse so extrem sind, dass der Schulweg zu gefährlich ist, können Eltern entscheiden, ob sie ihrem Kind/ihren Kindern den Schulweg zumuten wollen. Das NRW-Schulministerium teilt dazu mit, dass Eltern dann umgehend die Schule zu informieren haben. Versäumte Klassenarbeiten müssen dann nachgeschrieben werden, das heißt, die Schule muss einen entsprechenden Nachholtermin gewährleisten. Volljährige Schüler entscheiden selbst, ob ihnen der Weg zu gefährlich ist.

8:22 Uhr: Blick auf die Straßen: 377 Kilometer Stau meldet der WDR. Vor allem auf der A3 im Raum Köln sind einige Staus dazugekommen. Auf der A42 kommt es in Richtung Kamp-Lintfort zwischen Castrop-Rauxel-Bladenhorst und Bottrop-Süd immer wieder zu stockendem Verkehr.

Oberleitungsstörung bei Neuss sorgt für Verspätungen im Bahnverkehr

8:16 Uhr: Also bitte, auf die Bahn ist Verlass: Es gibt sehrwohl eine Störung, die einige Pendler in Wallung bringen dürfte. Eine Oberleitungsstörung behindert den Bahnverkehr im Raum Neuss. Betroffen sind die Linie RE4 (Aachen-Dortmund), RE13 (Hamm-Venlo) und die S-Bahnline S8 zwischen Mönchengladbach und Hagen. "Der Verkehr wird auf ein Gleis umgeleitet", erklärt ein Bahnsprecher. In Bahndeutsch heißt das "Gleiswechselbetrieb", lernen wir. Einzelne Züge sind ausgefallen, die Verspätungen summieren sich derzeit auf mehr als 40 Minuten.

8:10 Uhr: So mancher Pendler ist wohl heute auf die Bahn umgestiegen. Zu was das führt, schreibt Pendlerin @alemanna aus Bochum auf Twitter:

<blockquote class="twitter-tweet" data-in-reply-to="293220396768047106" lang="de"><p>@<a href="https://twitter.com/derwesten">derwesten</a> also in den RE nach Düsseldorf bin ich wegen Überfüllung nicht mehr rein... super</p>&mdash; allemanna (@allemanna) <a href="https://twitter.com/allemanna/status/293248076624314368" data-datetime="2013-01-21T06:46:04+00:00">Januar 21, 2013</a></blockquote>

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8:00 Uhr: Bei der Bahn AG scheint das Winterwetter keinen großen Einfluss auf den Fahrplan zu haben. Die gemeldeten Verspätungen halten sich im üblichen Rahmen. Auf der S1 zwischen Dortmund und Düsseldorf gibt es zum Beispiel "Verzögerungen im Betriebsablauf" gemeldet werden 5 Minuten. Auch die S9 von Essen nach Wuppertal wird mit 5 Minuten Verspätungen angezeigt. Grund: "Verspätungen aus vorheriger Fahrt". Und - huch! - der Online-Bahnfahrplan am Essener Hauptbahnhof meldet sogar Züge mit Vorsprung - plus 3 Minuten etwa beim RE 10005 nach Hamm auf Gleis 6. Reisende, Vorsicht - vor dem Hauptbahnhof ist es glatt!

Busse in Dortmund und Bochum fahren nicht alle Haltestellen an

7:56 Uhr: Bus-Pendler in Dortmund müssen sich in Geduld üben. "Wintereinbruch" melden die Dortmunder Verkehrsbetriebe DSW21 auf ihren Linien. Die Busse mit der Nummer 466 fahren zwei Haltestellen vorerst nicht an. Die Linie 473 kann derzeit auf der Straße Peddenbrink nicht fahren - zu glatt! Auch auf den anderen Linie kann es zu Verspätungen aus Ausfällen kommen. Und in Bochum meldet die Bogestra, dass die Linie 355 vorerst nicht weiter als bis Langendreer-Nord verkehrt.

7:49 Uhr: Stimmt, da war doch was, es fängt mit "W" an und hört mit "inter" auf. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr warnt: "Durch Schnee und Eisglätte kann es zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr kommen. Verspätungen und Ausfälle bei Bussen und Bahnen sind daher nicht ausgeschlossen".

7:46 Uhr: Die Bus-Linie 190 schafft es derzeit nicht von Essen-Werden aus zur Ruhrlandklinik hochzufahren. Die Evag meldet aber: "Streuwagen ist unterwegs".

7:35 Uhr: Es wird voller auf den Autobahnen. Der WDR meldet Staus mit zusammen 233 Kilometern Länge. Auf der A43 zwischen Recklinghausen/Herten und dem Kreuz Bochum/Witten staut sich der Verkehr auf mehr als 15 Kilometern in Fahrtrichtung Münster. Der Verkehrsinfodienst vom Navigationsgerätebetreiber TomTom meldet im Rhein-Ruhr-Raum aktuell fast 400 Verkehrsstörungen. Dabei sind auch innerstädtische Straßen mitgezählt.

Für Mieter, Haus- und Grundbesitzer gilt Schnee-Räumpflicht

7:30 Uhr: Im öffentlichen Nahverkehr in Essen gibt es Behinderungen wegen Schnees und glatter Straßen. Die Verkehrsgesellschaft Evag meldet Verspätungen vor allem bei den Buslinien. Einige Linien werden derzeit nur eingeschränkt befahren: Die Busse der Linie 145/146 verkehren nur bis Heisingen Kirche, die Linie 155 fährt nur bis Kupferdreh Bahnhof und Schwimmbrücke; die Linie 159 verkehrt nicht zwischen Burgaltendorf und Schwimmbrücke; auf der Linie 164/184 entfallen die Haltestellen Augener Straße und Wolfskuhle; auf der Linie 177 entfallen die Haltepunkte Schaffelhover Weg und Realschule Überuhr. Und die Linie 180 verkehrt nicht über Viehauser Berg und nicht zwischen Burgaltendorf und Kupferdreh Bahnhof.

7:22 Uhr: Mieter aufgepasst: Für Haus- und Grundbesitzer und eben Mieter gilt eine Schnee-Räumpflicht. Gehwege und Zufahrten müssen von Schnee und Eis befreit werden. Aber nicht in jeder Kommune in NRW ist es erlaubt, Tausalz zu verstreuen. Apropos Schnee: Er liegt in NRW, wieviel meldet Meteomedia-Meteorologin Rebekka Krampitz via Twitter:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ganz frische NRW Schneehöhen von 7 Uhr. Flughafen Köln/Bonn satte 14 cm! Düsseldorf Flughafen 11, Kahler Asten 22 cm.</p>&mdash; Rebekka Krampitz (@rkrampitz) <a href="https://twitter.com/rkrampitz/status/293238791882301441" data-datetime="2013-01-21T06:09:10+00:00">Januar 21, 2013</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Lastwagen blockiert Fahrbahn auf A2 bei Dortmund

7:16 Uhr: Ein liegen gebliebener Lastwagen behindert den Verkehr auf der A2 in Höhe Dortmund-Nordost. Die Verbindung zur B236n Richtung Schwerte ist blockiert.

7:03 Uhr: Wie sich der Verkehr doch innerhalb von 20 Minuten verändern kann: Der WDR meldet auf den Autobahnen in NRW insgesamt 22 Verkehrsbehinderungen. Blechschlangen summieren sich auf insgesamt 143 Kilometer Länge. Die Übersicht von Autobahn.nrw meldet aktuell Stau auf den Autobahnen, wo es sich ohnehin gerne staut: Die A57 zwischen Kamp-Lintfort und Krefeld in Richtung Köln: Stau. Es staut sich zudem auf der A59 zwischen Duisburg-Fahrn und dem Autobahnkreuz Duisburg in Richtung Duisburg. Wer von dort auf die A40 wechselt steht zwischen Duisburg und Mülheim und dann ab Mülheim-Heissen bis Essen bzw. Bochum. Von der A52 werden zehn Kilometer Stau gemeldet zwischen Essen-Haarzopf und dem Breitscheider Kreuz.

6:48 Uhr: Tief "Gong" kann im Laufe des Vormittags noch ein paar Flocken Schnee am Niederrhein und im Ruhrgebiet bringen, sagte Rebecca Krampitz vom Wetterdienst "Meteomedia" in Bochum. Auch morgen Nachmittag und Abend könnte es schneien. "Das wird aber nicht mehr viel geben, vielleicht auch nur Schneegriesel", so Meteorologin Rebecca Krampitz.

6:42 Uhr: Auf den Autobahnen im Ruhrgebiet gibt es nach Informationen der Polizei derzeit keine Staus.

6:38 Uhr: "Von den bisherigen Schneetagen in diesem Winter ist das der ruhigste Tag", kommentierte die Polizei in Düsseldorf das Wetter.

Keine Bahnverspätungen - Ausnahme RE1

6:28 Uhr: Die Deutsche Bahn meldet keine witterungsbedingten Verspätungen. Der Regionalexpress 1 hatte am frühen Morgen eine Fahrzeugstörung. Der RE 1 von Paderborn nach Aachen (über Dortmund, Essen und Düsseldorf) hatte gegen 6 Uhr noch eine halbe Stunde Verspätung. Die nächsten RE1-Züge sollen nach Informationen des Bahnsprechers jedoch pünktlich fahren.

6:12 Uhr: Mit neuem Schnee und eisigem Regen hatte der Winter in Nordrhein-Westfalen am Sonntag wieder auf sich aufmerksam gemacht. Viele Straßen verwandelten sich in Rutschbahnen, mancherorts kam der Verkehr nur schleppend voran. Es gab einige Glätteunfälle, doch insgesamt ging es aus Sicht der Polizei zunächst glimpflich ab. (tob/dae/WE;mit Material von dapd und dpa)