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Gewerkschaft wirft Helios Kliniken in Duisburg Erpressung von Mitarbeitern vor

Verdi wirft Helios Kliniken in Duisburg Erpressung vor

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Foto: WAZ-Fotopool
Die Internen Dienste sollten laut Verdi und Betriebsrat abgeschafft und fremdvergeben werden. Die Beschäftigten seien aufgefordert worden, bis zum 30. April 2013 einen Aufhebungsvertrag abzuschließen, „dann gäbe es noch Prämien“, ansonsten gäbe es Kündigungen.

Duisburg. 

Die Gewerkschaft Verdi wirft der Helios Kliniken GmbH vor, Zusagen gegenüber den Mitarbeitern nicht eingehalten zu haben und den Betriebsrat nicht rechtzeitig über Änderungen informiert zu haben.

Hintergrund ist der Umzug aus dem Barbara Hospital ins Johannes Hospital. Weder seien die Beschäftigten vorher informiert worden, noch der Betriebsrat.

Bei einer Größenordnung von über 100 Betten, die nun verlegt werden, hat der Umzug deutliche Auswirkungen auf Patienten und Beschäftigte. „Hier muss zunächst der Betriebsrat informiert und gehört werden. Beides ist nicht geschehen“, so Gewerkschaftssekretär Harald Hüskes.

Noch schlimmer bewertet Verdi- Sekretär Hüskes den Umgang mit den Beschäftigten. Obwohl Helios zugesagt habe, bis 2014 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen, sei den Beschäftigten in den Bereichen Pforte, Lager, Archiv, Fahrdienst und Patiententransporte jetzt mit Kündigung gedroht worden.

Die sogenannten Internen Dienste sollten abgeschafft und fremdvergeben werden. Die Beschäftigten seien aufgefordert worden, bis zum 30. April 2013 einen Aufhebungsvertrag abzuschließen, „dann gäbe es noch Prämien“, ansonsten gäbe es Kündigungen.

Kündigungen aus verhaltensbedingten Gründen hätte Helios damals nicht ausgeschlossen, sei den 50 betroffenen Beschäftigten mitgeteilt worden.

Verdi will nun gemeinsam mit dem Betriebsrat rechtliche Schritte gegen Helios einleiten.