Gewalt gegen Kirchen in Duisburg aus Frust?
05.01.2012 | 18:38 Uhr 2012-01-05T18:38:00+0100
Duisburg. Ein Ortstermin in der Nachbarschaft des Laarer Doms, der immer wieder das Ziel von Steinewerfern ist, offenbart die Tiefe und Bandbreite der sozialen Probleme in dem Duisburger Nord-Stadtteil.
„Ich respektiere diese Kirche genauso wie ich meine Moschee respektiere“, sagt Senol Altintas, der gerade auf dem Weg in die Sultan-Ahmet-Moschee ist, die direkt neben dem Laarer Dom ihre Pforten zum Mittagsgebet geöffnet hat. Er lebe seit 40 Jahren in Laar, sagt Altintas, und sei traurig darüber, dass sich der Stadtteil so zum Nachteil entwickelt habe.
Steine auf eine Kirche? Für ihn völlig unvorstellbar: „Niemand aus unserer Moschee würde so etwas machen.“ Nicht nur für ihn persönlich sei religiöse Toleranz ein Grundsatz.
Die türkisch-osmanische Tradition
„Schauen sie sich die Geschichte des Osmanischen Reiches an. Wurden da Kirchen geschändet? Das wäre gegen meinen Glauben und gegen die türkisch-osmanische Tradition“, sagt Altintas und wird richtig emotional: „Mensch, das ist doch deine und meine Heimat hier, das ist unser Stadtteil! Ich würde diese Kirche genauso beschützen wie meine Moschee!“
Ob er denn eine Ahnung habe, wer Steine auf die Kirche geworfen hat? Das wisse er wirklich nicht, aber eines stehe fest: „Es gibt Leute hier, die machen nichts als Ärger“, sagt Senol Altintas.
Dann deutet er auf ein Lokal, in dessen Fenster eine libanesische Flagge hängt. Vor dem Eingang stehen fünf junge Männer, zwei davon vermutlich noch Jugendliche. Auf die Frage, ob sie denn wüssten, wer bei der Kirche die Scheiben einwirft, antworten sie erst abweisend: „Und wenn ich es wüsste, ihnen würde ich es sowieso nicht sagen“, sagt einer, der sich uns später als Omar vorstellt.
Beim Fußball brüsk weggescheucht
Wir bleiben hartnäckig und fragen die jungen Männer weiter, ob sie sich denn oft auf dem Kirchenparkplatz aufhielten und ob es dort Probleme gebe? „Ja, da gibt’s Probleme“, sagt Omar schließlich, „wenn Sie es genau wissen wollen, dann ist das Problem, dass man in Laar nirgendwo Fußball spielen kann!“
Nicht nur sie, sondern auch andere Jungs würden überall, wo sie kickten, brüsk weggescheucht : „An der Grundschule, zum Beispiel. Dann spielen wir eben – gemeinsam mit Türken, Jugoslawen, Arabern – auf dem Kirchenparkplatz und dann werden wir dort auch weggescheucht und die Polizei wird sofort gerufen. Dann sind wir sauer.“
Und werft ihr dann Steine? „Natürlich nicht“, sagt Omar und grinst.
Gar nicht lustig fand Pfarrer Andreas Rose, der sich Donnerstag in der Redaktion meldete, was er erlebte, als er neulich eine kleine Gruppe fußballspielender Männer nett bat, doch die laufende Messe nicht mit Schüssen gegen die Kirche zu stören: „Da wurde ich auf das Übelste beleidigt und die wurden enorm aggressiv. Schlimm“, sagt Rose, „schlimm und traurig.“

10:36
Das mit Fussball Verbot ist nichts als eine dumme Ausrede
Die Gruppe zeigt vor nichts und niemanden Respekt
Das Problem mit dieser Gruppe libanesen ist seit über 10 Jahren bekannt
Wird Zeit das da endlich etwas unternommen wird
20:31
Auch wenn ich kein brauner Kamerad bin und ständig von der Redaktion hier gelöscht werde weil ich meine Meinung äußere sehe ich nur eine Möglichkeit solchen gewaltbereiten Gäste in unserem Land her zu werden. AUSWEISEN und zwar umgehend!!!
20:29
@ von Santiago | #28
Das ist der Punkt! 99% der Leute die hier im Forum auf die Missstände aufmerksam machen sind nicht rechts!
Aber man bekommt immer die Nazikeule übergezogen!
Was Komisch66 betrifft, geben Sie es auf, der ist nicht zu überzeugen, der ist in seiner Meinung Fundamentalist!
Und was Kirsten Heisig angeht, deren Tod ist ein ganz anderes Thema...dazu sollten Sie mal recherchieren, wenn es Sie interessiert, dazu gibt es noch genug Ungereimtheiten...dass man sich wirklich fragt und Zweifel bekommt, ist die Justiz überhaupt zur Aufklärung bereit oder ist sie zu feige...
17:56
Sehr geehrter Herr Komisch66,
ich empfinde es als beleidigend, wie Sie hier andere Meinungen als rechtsextrem verunglimpfen. Gerade diese dreiste Unterstellung, man sei ein Nazi, wenn man auf die Schattenseiten der Migration hinweist, erstickt ein offenes, geistiges Diskussionsklima und beschädigt unser Grundrecht auf Meinungsfreiheit.
Eine freie Auseinandersetzung über Probleme in unserem Land wird dadurch verhindert.
Fakt ist, dass unsere Gesellschaft mit vielen libanesischen Grossfamilien Probleme hat. Wo sich diese Familien niedergelassen haben - das sind vor allem die Städte Berlin und Bremen sowie das Ruhrgebiet - fallen sie oft durch Kriminalität und Integrationsverweigerung auf (nachzulesen u.a. bei Kirsten Heisig, ehemals Jugendrichterin für Berlin-Neukölln).
Meine Meinung ist, dass Einwanderer, die sich bewusst einer Integration in unsere Gesellschaft verweigern, ihr Aufenthaltsrecht verwirken und unser Land verlassen müssen. Unsere Gesellschaft ist offen für Menschen, die sie positiv mitgestalten wollen. Menschen, die Hass und Verbrechen in unsere Gesellschaft bringen, braucht unser Land nicht.
Mit freundlichen Grüssen Santiago
16:34
§167 Strafgesetzbuch:
(1) Wer
1.
den Gottesdienst oder eine gottesdienstliche Handlung einer im Inland bestehenden Kirche oder anderen Religionsgesellschaft absichtlich und in grober Weise stört oder
2.
an einem Ort, der dem Gottesdienst einer solchen Religionsgesellschaft gewidmet ist, beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Dem Gottesdienst stehen entsprechende Feiern einer im Inland bestehenden Weltanschauungsvereinigung gleich.
Ich kann mir lebhaft vorstellen, was es für einen Aufschrei gegeben hätte, wenn deutsche Jugendliche während des Freitagsgebets gegen die Wände der örtlichen Moschee gepölt hätten.
@squier
Mein Kommentar zum Thema "Islam und christliche Kirchen" wurde gestern leider aus unerfindlichen Gründen gelöscht. Soviel zum Thema "Kommentare zulassen".
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14:17
Ich bin schon froh, dass DerWesten wenigstens mal recherchiert zu diesem Thema und sogar Kommentare zulässt. Es hat nichts mit Hetze zu tun, wenn man die Realität beschreibt und Fakten benennt. Es wäre aber nicht schlecht gewesen wenn man mal recherchiert hätte ob es denn wirklich keine anderen Plätze zum Fußball spielen in der Umgebung gibt.
Der türkische Mitbürger der sagte: „Schauen sie sich die Geschichte des Osmanischen Reiches an. Wurden da Kirchen geschändet? Das wäre gegen meinen Glauben und gegen die türkisch-osmanische Tradition“, scheint nur über begrenzte Geschichtskenntnisse zu verfügen, wie man bei Wikipedia feststellen kann:
Der Fall Konstantinopels: die Hagia Sophia wird zur Moschee [Bearbeiten]
[off topic]
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13:14
Was würde wohl passieren, wenn die Libanesen auf die DITIB-Moschee kicken würden?
12:46
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03:11
Die Laarer Kirche hätte durchaus abbrennen können. Glücklicherweise ist es nicht dazu gekommen. Wenn der "Frust" um unterbundenes Fußballspielen (!) während eines Gottesdienstes so weit ausartet, dass - im Gegenzug - der Versuch gestartet wird, eines unserer Gotteshäuser abzufackeln, dann ist die Toleranzgrenze überschritten.
Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaft ist es, die Taten aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Werden solche Taten - wie zu vermuten scheint - nur lax und ergebnislos verfolgt, kann dies - in einem ohnehin belasteten sozialen Brennpunkt - einen offenen, gefährlichen Konflikt zwischen Wohnbevölkerung und Zuwanderern auslösen.
14:15
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