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Prozess

Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer

25.09.2012 | 18:27 Uhr
Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer

Duisburg. Das kennt wohl jeder, der regelmäßig im Straßenverkehr unterwegs ist: Auf der Autobahn bringt einen ein liebenswerter Zeitgenosse ins Schwitzen und zum hastigen Tritt auf die Bremse, weil er wie wild und unter Missachtung aller Sicherheitsabstände die Spuren wechselt.

Für einen 44-jährigen Kaufmann aus Krefeld hatte ein derartiges Verhalten am Dienstag vor dem Amtsgericht Duisburg eine saftige Strafe zur Folge.

Wie wild die Spur gewechselt

Laut Anklage war der Mann am 22, April auf der dreispurigen A 40, Höhe Duisburg-Häfen, in einem Rutsch von ganz links nach ganz rechts gefahren, um unmittelbar danach wieder auf die Mitte zu wechseln. Der Fahrer eines nachfolgenden Fahrzeuges konnte nur noch in die Eisen gehen, um eine Kollision zu vermeiden.

„Er zog ganz rüber, weil er wohl dachte, da käme er besser voran“, erinnerte sich der 40-jährige Zeuge aus Duisburg. „Aber da war ein Laster vor ihm, so dass er sofort wieder in die Mitte vor die Schnauze meines Wagens zog. Ich musste ausweichen und kräftig bremsen.“ Seine Frau, die als Beifahrerin mit im Wagen saß, schlug noch bei der Erinnerung die Hände vor das Gesicht. „Ich habe die Augen zugemacht, weil ich dachte, das knallt gleich.“

Der Angeklagte erinnerte sich angeblich an keinen dramatischen Vorfall. „Ich war ganz entspannt unterwegs“, behauptete er. Allerdings war der 44-Jährige auch 30 Minuten zu spät zur Verhandlung gekommen, weil er über seinen beruflichen Erfordernissen glatt die Zeit und beinahe das Verfahren vergessen hatte.

Strafe wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung

Die Strafrichterin hatte am Ende keinen Zweifel, dass der Geschäftsmann sich beim Überholen grob verkehrswidrig und rücksichtslos verhalten habe. „Wenn sie sagen, sie seien ganz entspannt unterwegs gewesen und hätten nichts bemerkt, sollten sie darüber nachdenken, künftig etwas bewusster am Steuer zu sitzen“, mahnte die Richterin.

Wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung verdonnerte sie den bislang nicht vorbestraften Mann zu einer Geldstrafe von 2400 Euro (40 Tagesätze zu je 60 Euro). Zum Schrecken des Angeklagten muss er auch einen Monat auf den Führerschein verzichten.

Bodo Malsch

Kommentare
26.09.2012
12:55
Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer
von dr_john_becker | #5

Mhm?

Sorry, aber das ist doch eindeutig richterliche bzw. staatliche Willkür, einen Verkehrsteilnehmer ohne jedweden Beweis - nur aufgrund zweier in...
Weiterlesen

1 Antwort
Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer
von Codemancer | #5-1

Sie liegen falsch. Ein sicheres Überholmanöver bedingt, dass die Spur, die man zum Überholen benutzen will auch frei ist. Wenn da aber jemand fährt, der wegen meinem Überholvorgang stark abbremsen muss, so war die Spur doch nicht wirklich frei.

Weiterhin liegen Sie damit falsch, dass erst etwas passiert sein muss, damit man klagen kann. Was ist mit dem Paradebeispiel Drängeln? Da ist auch kein Unfall passiert und trotzdem kann man dafür hart bestraft werden.

Dazu liegen Sie falsch, dass irgendein Sicherheitsabstand nötig gewesen sein muss. Ich zitiere: "...so dass er sofort wieder in die Mitte vor die Schnauze meines Wagens zog." Man muss in Deutschland keinen (vorderen) Sicherheitsabstand zu einem Fahrzeug halten, welches sich auf einer ganz anderen Spur befindet.

Diese, Ihre, Aussage ist unfassbar... mehr nicht. Informieren Sie sich das nächste mal bitte (und vor allem, lesen Sie genau, was im Artikel steht) bevor Sie hier so einen "Brecher" schreiben.

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Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer
Gericht machte riskantes Überholen ziemlich teuer
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/gericht-machte-riskantes-ueberholen-ziemlich-teuer-id7133983.html
2012-09-25 18:27
Duisburg, Auto, Gericht, Verkehr, Überholen, Straßenverkehr, Urteil, Strafe
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