Das aktuelle Wetter Duisburg 6°C
Rettungsdienst

Genug Rettungsweg-Alternativen in Alt-Walsum trotz Hubbrücken-Sperrung

27.10.2012 | 12:00 Uhr
Genug Rettungsweg-Alternativen in Alt-Walsum trotz Hubbrücken-Sperrung
Die derzeit gesperrte Hubbrücke in Alt-Walsum gehört zum Vorbehaltsstraßennetz der Stadt Duisburg.Foto: Lars Froehlich

Duisburg.   Die derzeitige Sperrung der Hubbrücke gefährdet nicht den Rettungsweg. Der gesamte Stadtteil Alt-Walsum ist für den Rettungsdienst und die Feuerwehr in den vorgegebenen Hilfsfristen, die bei sieben bis acht Minuten liegt, zu erreichen. Dies teilte der Feuerwehrchef Uwe Zimmermann mit.

Trotz der Sperrung der Hubbrücke über den Nordhafen in Alt-Walsum ist der gesamte Stadtteil sowohl für den Rettungsdienst als auch die Feuerwehr in den vorgegebenen Hilfsfristen zu erreichen. Das erklärte Duisburgs Feuerwehrchef Uwe Zimmermann. Zuvor hatten sich zahlreiche Bürger in der Redaktion nach der Gesetzeslage für die Mindestanzahl von Rettungswegen erkundigt.

Die Königstraße samt Hubbrücke gehört zum so genannten „Vorbehaltsstraßennetz“ der Stadt. Dieses Netz sei so ausgelegt, dass in einem Umkreis von maximal einem Kilometer stets eine Alternativroute für die Anfahrt zur Verfügung stehe, so Zimmermann. Aber auch ohne die Hubbrücke gebe es dort noch genügend Anfahrtsmöglichkeiten, so dass jeder Punkt in Alt-Walsum von den Kräften der Feuerwache an der Römerstraße in den vorgegebenen Zeiten erreicht werden kann, versicherte der Feuerwehrchef.

In acht Minuten am Einsatzort

„Wir konnten die Brücke schon vor ihrer Sperrung seit mehreren Jahren nur noch mit Rettungswagen und dem Notarzteinsatzfahrzeug – einem Pkw – befahren“, sagte Brandamtmann Thorsten Stolz, der bei der Feuerwehr für die Gefahrenabwehrplanung zuständig ist. Wegen der dort geltenden Gewichtseinschränkung (zuletzt waren maximal 2,8 Tonnen zulässig) durften Großfahrzeuge wie Lösch- oder Leiterwagen dort nicht mehr passieren . Laut Uwe Zimmermann wäre es aus Sicht der Feuerwehr aber „wünschenswert“ wenn die Königstraße in ganzer Länge als Vorbehaltsstraße erhalten werde.

Noch einmal zurück zur Gesetzeslage: Die vorgeschriebene Hilfsfrist für Notarzt- und Rettungsdienst-Fahrten liegt bei sieben bis acht Minuten. „Wir rechnen so: etwa eine Minute für die Aufnahme des Notrufes, etwa eine Minute für das Besetzen und Ausrücken des Fahrzeuges, maximal sechs Minuten Anfahrtzeit“, so Zimmermann. Bei einem Brandeinsatz gebe es hingegen keine gesetzliche Vorgabe. Jedoch hätte die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren eine Empfehlung ausgesprochen, dass nach der Alarmierung die Frist von neuneinhalb Minuten nicht überschritten werden sollte. Auch das sei nach der Brückensperrung noch gegeben.

„Der Rat der Stadt wird auf seiner Dezember-Sitzung auch über den Brandschutzbedarfsplan sprechen. Für den Bereich Walsum sehen wir aber keine Handlungsnotwendigkeit“, stellt Zimmermann klar. Anders stellt sich das für den Bereich Rheinhausen dar: Die Wache an der Friedrich-Ebert-Straße soll aufgegeben werden. Der Standort für die neue könne noch noch nicht bekanntgegeben werden.

Thomas Richter



Kommentare
27.10.2012
18:39
Genug Rettungsweg-Alternativen in Alt-Walsum trotz Hubbrücken-Sperrung
von Bodesein | #2

dann könnte man diese überflüssige Brücke aus Kostengründen ja verrotten lassen (ist ironisch gemeint, - bevor einer den Herzkasper bekommt)

27.10.2012
16:24
Genug Rettungsweg-Alternativen in Alt-Walsum trotz Hubbrücken-Sperrung
von derDoDu2 | #1

Die Wache Rhsn wird an der neuen Krefelder Str. hinter Dursti (ehem. Trinkgut) gebaut.

Aus dem Ressort
Polizei kommt bei Suche nach Vermisster nicht weiter
Vermisstensuche
Seit fast acht Wochen gibt es kein Lebenszeichen von Dagmar Eich. Warum die Mordkommission im Fall der vermissten Dinslakenerin auch nach Vernehmung aller ermittelten Internet-Bekanntschaften im Dunkeln tappt und welche Parallelen es zu einem Fall der Krefelder Kollegen gibt.
Antony Gormley in Duisburg
Lehmbruck-Museum
Die Ausstellungsreihe „Skulpture 21st“ im Lehmbruck-Museum endet mit der Skulptur „Loss“ des britischen Künstlers. Damit waren im Jubiläumsjahr insgesamt fünf Positionen zeitgenössischer Skulptur zu sehen.
Buch erzählt die Geschichte der Popolskis und der Pop-Musik
Comedy
Nach der Auflösung der Familie Popolski wird ihr verrücktes Treiben auf den Bühnen und im Fernsehen in Buchform festgehalten. Pavel Popolski alias Achim Hagemann erzählt die frei erfundene „wahre Geschichte“ der Pop-Musik. Noch ein Medium, das die Popolskis mit ihrer schrägen Story besetzen.
Neue Landes-Flüchtlingsunterkunft in Duisburg verzögert sich
Flüchtlinge
Der Mietvertrag für das ehemalige St. Barbara-Hospital in Duisburg-Neumühl ist noch nicht unterschrieben, der Umbau dauert länger als geplant. Bei der Bezirksregierung rechnet man jetzt mit einer Nutzung im Dezember. Der Unterbringungsdruck hat sich indes weiter verschärft.
Steuererhöhung ist „ein Angriff auf den Standort Duisburg“
Stadtfinanzen
Verbände und Wirtschaft reagieren entsetzt auf die angekündigte vierte Erhöhung der Grundsteuer innerhalb von fünf Jahren. Sie werde Kaufkraft abziehen und Investoren abschrecken. Steuerzahlerbund ruft Bürger auf, sich dagegen zu wehren.
Mit dem Rad unterwegs in Duisburg
Macht Radfahren in Duisburg Spaß ? Das will der ADFC gerade in einer großen Online-Umfrage herausfinden. Wir fragen uns das natürlich auch:

Macht Radfahren in Duisburg Spaß ? Das will der ADFC gerade in einer großen Online-Umfrage herausfinden. Wir fragen uns das natürlich auch:

 
Fotos und Videos