Das aktuelle Wetter Duisburg 10°C
Duisburg

Geliebte Skulpturen

03.09.2008 | 18:06 Uhr

Kulturdezernent Karl Janssen plant neues Konzept für Kunstwerke im Stadtbild.Werthmann-Brunnen soll wieder in die City. Venet-Plastik zum Hauptbahnhof?

Auch über die Skulptur "5 mal 5 Bögen" von Bernar Venet vor dem Theater gibt es derzeit eine umfangreiche öffentliche Debatte. Das Kunstwerk könnte auch vor dem Hauptbahnhof einen Platz finden. Foto: WAZ, Andreas Mangen Foto: Archiv, Mangen

KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM Kulturdezernent Karl Janssen sucht nach einem neuen Konzept für Kunst im öffentlichen Raum. Wie Janssen betonte, könne die Entscheidung über Inhalt und Standort von Kunstwerken in der Stadt nicht maßgeblich eine politische sein. Vielmehr strebe er die Gründung eines Beirates an, in dem internationale Experten über die Qualität und die Positionierung von Skulpturen an zentralen Plätzen der Stadt zu befinden haben.

Derzeit bestehe Handlungsbedarf für Niki de St. Phalles "Live-Saver", für die Venet-Skulptur vor dem Theater, für den Werthmann-Brunnen und für Ursula Hanke-Försters Skulptur "Begegnung", die viele Jahre lang auf der A 59 den Autofahrern zuwinkte.

Dabei scheiden sich an Kunst im öffentlichen Raum durchaus die Geister. So etwa bei der Stahl-Skulptur von Bernar Venet vor dem Theater, die zunächst nur für drei Monate dort stehen sollte, dann aber von Hans Grothe erworben wurde und der Stadt nun als Dauerleihgabe zur Verfügung steht. "Ich finde, diese Skulptur passt zu Duisburg", sagt Karl Janssen. Die Tanz-Pädagogin Rotraud Hantke dagegen würde das Kunstwerk, gegen das sie gar nichts habe, lieber an anderer Stelle in der Stadt sehen, da es hier die freie Sicht auf das Theater beeinträchtige. Wie Janssen betonte, werde geprüft, ob die Skulptur nach der Überdeckelung der Autobahn vor dem Hauptbahnhof platziert werden könnte.

Auf jeden Fall auf der Kö bleiben soll de Saint Phalles bunter Vogel, der längst zu einem Markenzeichen von Duisburg geworden sei. Doch ein "defektes Stahlgerüst" mache eine größere und kostspielige Reparatur nötig. Es sei hier auf jeden Fall mit einer Baustelle zu rechnen.

Ebenfalls in Duisburg bleiben soll Ursula Hanke-Försters Plastik "Begegnung", die unlängst auf einem Betriebshof schwer beschädigt wurde. Dr. Gottlieb Leinz, stellvertretender Direktor des Lehmbruck-Museums, bestätigte den Kontakt zu der Berliner Bildhauerin, die ihr Werke gerne wieder in Duisburg aufgestellt sehen würde. Man suche aber noch nach einem Bildhauer, der die demolierte Plastik wieder nacharbeite.

Intensive Gespräche, so Janssen, habe man auch mit dem Bildhauer Friederich Werthmann geführt, dessen Brunnen mit der Mercator-Kugel aus Platzgründen von der Königstraße verschwinden musste und derzeit auch auf einem Betriebshofgelände gelagert sei. Der über 80-jährige Künstler lege Wert darauf, dass der Brunnen im unmittelbaren Innenstadtbereich wieder aufgestellt werde. Nach einem Standort wird weiter gesucht.

Von Thomas Becker



Kommentare
Aus dem Ressort
Mehr als zehn Kilometer Stau nach Unfall auf A40 in Duisburg
A40-Unfall
Der Unfall eines Klein-Lkw auf der A40 in Höhe der Ausfahrt Duisburg-Häfen lähmt seit Mittwochmittag den Verkehr in und um Duisburg. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten stand nur ein Fahrstreifen in Richtung Niederlande zur Verfügung. Der Stau war mehr als zehn Kilometer lang.
Sperrmüll von Dächern in Duisburg-Marxloh teilweise geräumt
Vermüllung
Der Protest hatte Erfolg: Am Mittwochmittag wurde der Sperrmüll von einem Teil der Hausdächer in Duisburg-Marxloh geräumt. Die Kosten übernimmt der Hauseigentümer. Auf anderen Dächern indes liegen noch Berge von Abfällen – und auf einem Wirtschaftsweg türmt sich der Müll weiterhin.
Duisburger Polizei im Großeinsatz gegen Einbrecher
Einbrecherbanden
Im Kampf gegen Einbrecherbanden war die Polizei im Regierungsbezirk seit dem Morgen im Großeinsatz. Auch Duisburg beteiligte sich mit 80 Beamten an der Schwerpunktaktion und kontrollierte rund 200 Menschen. Unter anderem war die Polizei in Hochfeld aktiv, um Fahrzeuge und Insassen zu kontrollieren.
Stadt Duisburg vermietet Lehrerparkplätze jetzt an Anwohner
Parkplätze
Seit Lehrer an Duisburger Schulen für einen Parkplatz Geld bezahlen müssen, bleiben viele Stellflächen an den Schulen leer. Wie etwa am Steinbart-Gymnasium in der City. Um trotzdem dem erhofften Einnahmenziel näher zu kommen, können jetzt auch Anwohner die Lehrerparkplätze bei der Stadt buchen.
Habichte werden auch in Duisburg verfolgt
Vogel
Der Habicht ist der Vogel des Jahres 2015. Der Nabu-Vorsitzende Jürgen Hinke begrüßt die Entscheidung seines bundesweiten Dachverbandes zusammen mit dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz. Denn Unbelehrbare machen weiterhin Jagd auf den geschützten Greifvogel – auch in Duisburg.
Fotos und Videos
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ Sportfete
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Rundgang durch Vierlinden
Bildgalerie
Stadtteile
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise