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Wirte setzen auf 2010

Geliebte Love Parade

28.10.2009 | 17:44 Uhr

Duisburgs Wirte lieben die Love Parade. Und die Kulturhauptstadt. Aber noch mehr hoffen sie auf einen guten Public Viewing-Sommer samt WM-Erfolg unserer Nationalkicker in Südafrika.

Und darauf, dass die neue Bundesregierung zu ihren Koalitionsvereinbarungen steht.

Denn darin, dass zumindest für die Hotels künftig nur noch 7 statt der bisherig 19 Prozent Mehrwertsteuer erhoben werden. Den niedrigeren Tarif sähen Duisburgs Wirte gerne auch auf Speisen und Getränke ausgedehnt, so gestern Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Bisher sei die Frikadelle im Imbiss beim Metzger niedrig, die Bullette in der Kneipe aber höher besteuert.

Mehreinnahmen brauche die gastliche Branche nach Jahren der Flaute dringend. Seit den 90er Jahren gehe es in Duisburgs Kneipen und Restaurants „stetig bergab”, klagt Dehoga-Vorsitzender und Webster-Wirt Marc Weber. Es gebe einen gewaltigen Investitionsstau und in vielen Schankräumen „Möbel aus den 70er Jahren” : „Wir kämpfen seit einem Jahrzehnt.”

Seit Anfang des Jahres seien die Auswirkungen der weltweiten Krise massiv zu spüren. Vor allem die Tagungshotellerie sei von einer Flut von Stornierungen getroffen worden, von reihenweise abgesagten Seminaren und Workshops Der Rückgang liege bei 15 bis 20 Prozent, sagt Robert Tepes vom Hotel-Restaurant Eurohof in Baerl.

Ein Minus von 9,1 % verzeichnen die Kneipen, eines von 4,5 % die Speisegaststätten. Weber: „Das sind Zahlen, die weh tun.”

Beim Blick in die Zukunft sind Hoteliers und Gastwirte etwas zuversichtlicher: „Wir freuen uns auf die Love Parade”, sagt Kolaric. „Ein Geschenk, das wir in Duisburg unbedingt annehmen müssen. Wir müssen alles daran setzen, dass es klappt”, meint Weber.

An Hotelzimmern mangele es nicht in der Stadt, auch nicht für die Gäste der Kulturhauptstadt. Nun sei es Sache der Hotels, durch entsprechende Angebote die Besucher auch für zwei oder drei Nächte von Duisburg zu überzeugen.

Für die Eigenwerbung der Speiserestaurants wird es eine Internet-Präsentation (www.ruhrmenue.de) geben, die nachweisbar guten Gastronomen offen steht. Weber: „Die Schmuddelbude kommt da nicht rein.” Leider sei der Andrang aus Duisburg noch nicht sonderlich groß.

Willi Mohrs

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29.10.2009
09:04
Geliebte Love Parade
von GerdKöhler | #1

EIN Grund für die Talfahrt der Duisburger Gastronomie ist bestimmt bei den Gastronomen selber zu suchen.
Wer unfreundlich empfangen und schleppend bewirtet wird, der kommt nicht wieder. Und jeder Gastronom weiß, dass man eine treue Stammkundschaft braucht (es sei denn man hat eine Fressbude in Disneyland).
Das soll nicht heißen, dass alle Gastronomiebetriebe in Duisburg schlecht wären.

Die richtig schlechten hat es mehrheitlich schon dahingerafft. Und es werden noch einige folgen...

Leid tut es mir für die Gastronomen, die eigentlich alles richtig machen und durch Lage usw. benachteilicht werden.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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