Gegendemos stellen sich Pegida in Duisburg entgegen

Pegida-Demonstration in Duisburg
Pegida-Demonstration in Duisburg
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Pegida wird Montag zum dritten Mal in Folge in der Duisburger Innenstadt demonstrieren. Gegendemonstrationen wollen ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Duisburg.. Zum dritten Mal in Folge sind für kommenden Montag eine Pegida- und mehrere Gegendemonstrationen in der Duisburger Innenstadt angemeldet. Wie auch in den vergangenen beiden Wochen will die Polizei mit mehreren Hundertschaften dafür sorgen, dass alle Bürger ihr Versammlungsrecht friedlich wahrnehmen können.

Ab 16 Uhr muss deshalb wieder mit Verkehrsbehinderungen und Halteverbotszonen gerechnet werden. Im Zuge der Veranstaltungen wird die Polizei die Zufahrten zur Innenstadt von der Saarstraße, Mercatorstraße, Friedrich-Wilhelm-Straße/Düsseldorfer Straße angepasst an die Lageentwicklung sperren. Ab 16 Uhr wird die Stadt entlang der Zugstrecke Halteverbote einrichten, die bis zum Einsatzende der Polizei bestehen bleiben. Fahrzeuge, die dann noch dort parken, werden abgeschleppt.

Die einzelnen Demos im Überblick

  • Pegida wird um 18 Uhr mit einer Versammlung am Fernbusbahnhof beginnen. Der anschließende Aufzug betrifft wieder die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße, Friedrich-Wilhelm-Straße und den Bahnhofsvorplatz. Versammlungsleiter Sebastian Nobile rechnet mit 800 Teilnehmern.
  • Die islamkritische "Bewegung für direkte Demokratie" hat eine Kundgebung ab 18.30 Uhr mit 50 Teilnehmern angemeldet und steht auf der Friedrich-Wilhelm-Straße zwischen Hohe Straße und Tonhallenstraße.
  • Das "Duisburger Netzwerk gegen Rechts" plant weiterhin eine Kundgebung ab 17.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof auf dem Portsmouthplatz und erwartet 1500 Teilnehmer.
  • Das Bündnis "Duisburg stellt sich quer" plant eine Kundgebung ab 17.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und rechnet mit 500 bis 600 Teilnehmern.
  • Zudem hatte der AStA eine Kundgebung mit 200 Teilnehmern angemeldet. Da man sich in den Kooperationsgesprächen nicht mit der Polizei auf einen Ort einigen konnte, zogen die Verantwortlichen die Anmeldung zurück.

Laut Polizei können die Fernreisebusse von der Haltestelle am Hauptbahnhof planmäßig abfahren. Der Einstieg wird jedoch auf die Mercatorstraße (Nähe Gallenkampstraße) verlegt.

Hooligans Die DVG rechnet während der drei Demonstrationen mit Verspätungen und kurzfristigen Umleitungen, wenn Straßen gesperrt werden. Davon betroffen wären dann die Linien 921, 923, 924, 926, 928, 929, 933, 934, 937, 939, 944, SB10, SB30, SB40 und SB42. Bei Straßensperren halten die Busse nicht an diesen Haltestellen:„Lehmbruck-Museum“(beide Fahrtrichtungen), „Tonhallenstraße“ (beide Fahrtrichtungen) und „Kremerstraße“ (in Fahrtrichtung Stadtmitte). Aktuelle Hinweise zu Verspätungen/Ausfällen veröffentlicht die DVG auch auf ihrer Webseite oder bei Facebook.

Die Polizei richtet für Bürgerinnen und Bürger am Montag in der Zeit von 8 bis 22 Uhr ein Servicetelefon ein. Die Telefonnummer lautet 280-1065.

Wie bereits bei den ersten Demonstrationen wird die Redaktion am Montag mit einem Liveticker über das Geschehen in der Duisburger Innenstadt berichten. (we)