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Sport und Integration

Gefeiert wird mit Boxhandschuhen

15.11.2009 | 18:10 Uhr

Das Integrationsprojekt "spin" (sport interkulturell) besteht seit zwei Jahren. Armin Laschet war zur Feier ins Mercator-Gymnasium gekommen, der NRW-Integrationsminister und Schirmherr des Projekts.

Kam ohne blaues Auge davon: NRW-Integrationsminister Armin Laschet. Foto: Hayrettin Özcan

Angestoßen wurde an diesem Tage häufig. Wie es sich für einen Geburtstag gehört. Getanzt wurde auch in der unteren Etage. Klar, dies gehört an vielen Ehrentagen einfach dazu. Die gefütterten Handschuhe wurden geschnürt, um am Gegenüber die jüngst erlernten Box-Techniken zu demonstrieren. Auch dies. . . Nein, auf einem normalen Geburtstag wird dies wohl kaum geschehen. Wenn das Geburtstagskind jedoch den Namen „spin” (sport interkulturell) trägt, gehört auch dies dazu. Workshops, in denen die Sportarten demonstriert werden, durch die das Projekt Mädchen mit Migrationshintergrund in die Vereine locken will.

Armin Laschet war zur Feier ins Mercator-Gymnasium gekommen, der NRW-Integrationsminister und Schirmherr des Projekts. Mitglieder der Sportjugend NRW und der Mercator-Stiftung waren anwesend, die Initiatoren des Projekts. Gemeinsam debattieren sie mit Übungsleitern und Sportlern, die „spin” seit zwei Jahren mit Leben erfüllen. „Und die es zum Erfolg machten”, sagt Siggi Blum von der Sportjugend NRW.

Über 400 Teilnehmer gibt es in den Städten Duisburg, Essen, Oberhausen und Gelsenkirchen, 75 haben die Trainer-Ausbildung (C-Lizenz) erfolgreich abgeschlossen. In Duisburg unterstützen sieben Sportvereine das Projekt. Sie richteten Mädchen-Gruppen ein und organisieren Arbeitsgemeinschaften in Schulen. „Viele von unseren Teilnehmerinnen waren nie in einem Sportverein. Viele Kinder mit Migrationshintergrund wachsen eben nicht in Vereinsstrukturen auf, wie es die Deutschen häufig tun. Wo man über Vater und Mutter zum Klub findet”, sagt Blum. Hinzu kommen kulturelle und religiöse Hintergründe, die den Vereinseintritt verhindern. Blum: „Dabei sind richtige Rahmenbedingungen ausreichend. Abgetrennte Trainings-Bereiche zum Beispiel. Auch Kopftücher dürfen getragen werden. Denn das Interesse der Mädchen ist da!”

Das bestätigt auch die Berliner Humboldt-Universität, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Das Fazit der Hauptstädter: „Die Voraussetzungen für die erfolgreiche Integration in den Sport sind geschaffen.”

Eine Botschaft, die auch für viele andere Vereine von Bedeutung sei. Glaubt zumindest Minister Laschet: „Wenn Vereine eine Zukunft haben wollen, müssen sie an diese junge Generation herantreten, in der es viele Kinder mit Zuwanderungshintergrund gibt.”

Björn Goldmann

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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