Gefährlichste Kreuzungen
18.02.2011 | 16:34 Uhr 2011-02-18T04:34+0100An diesen "Unfallhäufungsstellen" in Duisburg kracht es häufig und oft aus denselben Gründen.
Die Beseitigung dieser Gefahrenstellen hat für Polizei und Behörden allerhöchste Priorität: An den sogenannten "Unfallhäufungsstellen" zählt die Polizei besonders viele Verkehrsunfälle desselben Musters. Neun dieser Unfallschwerpunkte meldete die Polizei Duisburg der hiesigen Unfallkommission zuletzt. Unsere Bildergalerie zeigt die aktuellen und entschärfte Problem-Kreuzungen in Duisburg, darunter die jeweiligen Unfallzahlen und die geplanten/umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Im Text unten erfahren Sie, wann Polizei und Behörden von einer "Unfallhäufungsstelle" sprechen und eingreifen dürfen. Nicht jede Kreuzung, auf der es häufig kracht, ist eine Unfallhäufungsstelle.
Unfalltypen und -kategorien
Wenn die Polizei eine Kreuzung oder einen Straßenabschnitt als "Unfallhäufungsstelle" identifziert, berät die Unfallkommission mit Vertretern von Polizei und Straßenverkehrsbehörden, wie man die Sicherheitslage vor Ort verbessern kann. Aber nicht jede Kreuzung, an der es häufig kracht, ist eine "Unfallhäufungsstelle" (Polizei und Verkehrsplaner sprechen von "UHS"). Erst wenn ein komplexer Kriterienkatalog erfüllt ist, kann die Unfallkommission einen Straßenabschnitt, eine Einmündung oder Kreuzung als UHS einordnen und somit Maßnahmen zur Entschärfung der Verkehrssituation auf den Weg bringen.
Ein Knotenpunkt beispielsweise gilt als UHS, wenn sich in einem festgelegten Bereich innerhalb eines Kalenderjahres eine bestimmte Anzahl von Unfällen ereignet. Entscheidend ist die Anzahl der Unfälle, die einer dieser vier Kategorien entsprechen:
- Verkehrsunfall mit Getöteten (Kategorie 1)
- Verkehrsunfall mit Schwerverletzten (Kategorie 2)
- Verkehrsunfall mit Leichtverletzten (Kategorie 3)
- Verkehrsunfall mit Schachschaden (Kategorie 4)
Obendrein müssen die Unfälle dieser vier Kategorien "gleichen Grundtyps" sein, um die Kriterien der Verfahrensvorschrift zu erfüllen (also zum Beispiel des Grundtyps "Pkw gegen Pkw" oder des Grundtyps "Auffahrunfall" oder "Falsches Abbiegen").
Faktor Verkehrsaufkommen
Die zugrunde liegenden Unfallzahlen unterscheiden sich außerdem nach der Verkehrsbelastung. Wenn die eines Knotenpunktes unter 15.000 Fahrzeugen täglich liegt, reichen drei Unfälle des gleichen Grundtyps der Kategorien 1 bis 4, damit Polizei und Straßenverkehrsbehörde eingreifen. Eine Kreuzung mit 75.000 bis 90.000 Fahrzeugen täglich wird erst ab acht Unfällen gleichen Grundtyps der Kategorien 1 bis 4 als UHS behandelt. Für Streckenabschnitte gelten wiederum andere Richtwerte.
Die Polizei meldet derart identifizierte Gefahrenstellen der Straßenverkehrsbehörde (in Duisburg: Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement) und der zuständigen Straßenbaubehörde (Wirtschaftsbetriebe Duisburg beziehungsweise Landesbetrieb Straßen NRW), oftmals bereits mit Verbesserungsvorschlägen. Bei der alljährlichen Sitzung der Unfallkommision Duisburg - zuletzt tagte sie am 20. April 2010 - entscheiden deren Mitglieder dann über Verbesserungsmaßnahmen.
Bei der Sitzung im Jahr darauf berichten alle Beteiligten Behörden und Betriebe der Kommission, welche Maßnahmen mit welchem Erfolg umgesetzt wurden. Wenn die UHS nach der Unfallstatistik die Kriterien einer UHS dann nicht mehr erfüllt, gilt sie nicht mehr als solche. Wenn das Unfall-Muster weiterhin dem einer UHS entspricht, bewertet die Unfallkommission die Stelle erneut und bringt weitere Maßnahmen auf den Weg. Aus der Liste der UHS wurden nach der Sitzung der Unfallkommission im April 2010 diese entschärften Stellen in Duisburg herausgenommen (Unfallzahlen und Maßnahmen in der Bildergalerie):
- Friedrich-Ebert-Straße/Dr. Hans-Böckler-Straße (Aldenrade)
- Papiermühlenstraße/Möhlenkampstraße (Beeck)
- Moerser Straße/Kirchstraße (Hochemmerich)
- Düsseldorfer Straße/Im Schlenk (Wanheimerort)
- Rudolf-Schock-Straße/Rheinhauser Straße (Hochfeld)
- Friedrich-Ebert-Straße/Schwarzenberger Straße (Rheinhausen)
- Moerser Straße/Duisburger Straße/Fährstraße (Werthausen)
- Moerser Straße/Schauenstraße (Bergheim)
- Krefelder Straße/Uerdinger Straße (Mündelheim)
Die aktuellen Unfallhäufungsstellen in Duisburg (Unfallzahlen und Maßnahmen finden Sie in der Bildergalerie):
- A59/Duisburger Straße/Walther-Rathenau-Straße (Alt-Hamborn)
- Obermarxloher Straße/Wiener Straße/Gartenstraße (Neumühl)
- Weseler Straße/Stockholmer Straße/Duisburger Straße/Willy-Brandt-Ring (Marxloh)
- L 60 (Schifferstraße, südlich und nördlich des Verteilerkreises Ruhrorter Straße) (Innenhafen)
- Piessingstraße/Steinsche Gasse (Mitte)
- Verteilerkreis Ruhrorter Straße/Am Brink/Ruhrdeich (Kasslerfeld)
- Langestraße/Oberfeld (Bergheim)
- Verteilerkreis Moerser Straße/Margarethenstraße (Werthausen)
- Düsseldorfer Landstraße/Neuenhofstraße/Wedauerstraße (Wanheimerort)
11:14
Der neue Kreisel an der Margarethenstraße/ Brücke der Solidarität, ist von der Brücke kommend so schlecht ausgeschildert, das Ortsfremde erst im letzten Moment sehen können, in welcher Fahrspur sie weiterfahren müssen. Das Schild steht so kurz vor dem Kreisel, das plötzliche Fahrspurenwechsel und die damit verbundenen Unfälle, gar nicht zu verhindern sind.
Weiterhin ist die Beschilderung im Kreisel eine Geschichte aus Schilda:
Jeder weiß, das im Verteilerkreis auch Radfahrer Vorfahrt haben - aber nicht im neuen Kreisel. Da stehen für Radfahrer die Schilder Vorfahrt achten. Insbesondere Ortsfremde Autofahrer verstehen nicht, warum der Radfahrer anhält, denn überall hätte er Vorfahrt, nur im neuen Kreisel nicht. - Nennt man das eindeutige Verkehrsführung?????
22:27
Leider steht in der Statistik nicht , ob an einigen Unfallschwerpunkten Nachts die LZA ( Ampeln) abgeschaltet waren!
21:25
@graphos, ich schliesse mich der Aussage von #13 von berechtigter_Zweifel , am 17.02.2011 um 18:53 vollinhaltlich an. Zählen Sie die Straßen mal durch, die jetzt schon in die Kreuzung führen, und beobachten Sie die einzelnen Ampelphasen und die Rückstaus unterhalb des Provisoriums. Und dann soll noch eine Hauptverkehrsader integriert werden ? Never ever !
18:53
@ Graphos
schon mal morgens im Berufsverkehr die Rampe betrachtet?
Wenn der Verkehr, der nun über eine Brücke fließt, einfach mit in eine Kreuzung oder einen Kreisverkehr einfließen soll, dann wird es dort Staus wie am Verteilerkreis Kasslerfeld geben, wo ja auch ein Unfallschwerpunkt liegt.
Die Brücke über die Steinsche Gasse ist nicht schön, aber sie erfüllt ihren Zweck.
Es wäre dumm, diese abzureißen, auch wenn ein paar Leute das schön fänden, aber sie vernachlässigen die Folgen!
Mal abwarten, was die Maßnahmen bringen, so alt ist die neue Regelung ja noch nicht.
18:46
Die Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl ist nicht für die Einmündung der Kirchstraße in die Moerser Straße in Rheinhausen zuständig,
Es In Hochheide gibt es eine Kreuzung Moerser Straße / Kirchstraße und die ist offensichtlich gemeint.
Das Foto aus Rheinhausen-Hochemmerich ist irreführend.
18:30
@10
Wieso das denn? Der überwiegende Anteil der Fahrzeuge verlässt den Bereich Richtung Innenstadt bzw Wanheim oder fährt aus diesen beiden Richtungen kommend zur A40. Die Abfahrt Richtung Mercatorstr bzw die Auffahrt von dort kommend zur A40/Ruhrrort wird von weitaus weniger Fahrzeugen genutzt. Und der Plan, dessen Namen man nicht nennen darf, sieht das auch vor. Was soll an einer stinknormalen, großen Kreuzung einen Supergau verursachen?
17:01
#9 von graphos , am 17.02.2011 um 16:06
Ein Abriss dieses ewigen Provisoriums würde einen verkehrsmäßigen Super-GAU nach sich ziehen.
16:06
Piessingstraße/Steinsche Gasse (Mitte) könnte einfachst entschärft werden, wenn das Land endlich den ABRISS DIESER DÄMLICHEN HOCHBRÜCKE erlauben würde, das Ding zum Altmetall dürfte und dort eine gescheite Kreuzung hinkäm!
15:48
#1 können sie gerne behalten :)
15:45
Für mich persönlich ist die Kreuzung B288 Mündelheim/Ehingen sehr gefährlich. Hamborn beim Kaufland, also Walther Rathenau Straße ist auch klar, vor allen Dingen nachts (Mäckes), Autorennen und so. Selbst bei Grün schaue ich zu erst noch mal rechts und links ob alles in Butter ist. Hab nämlich keine Lust, das mir so ein Iddi in die Seite fährt....und das wahrscheinlich nicht mit 10 Kmh oder so, sondern mindestens mit 50. Aber wie sagt man so schön: German Eyes only....;-))