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Im Rhein bei Duisburg herrschen lebensgefährliche Strömungen

01.08.2013 | 06:00 Uhr
Das Rheinufer in Rheinhausen, auf der anderen Flussseite die Industrieanlagen in Hochfeld.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Bei bis zu 35 Grad werden heute wieder viele Duisburger Abkühlung in den zahlreichen Gewässern suchen. Doch das Baden birgt auch Gefahren. Das Schwimmen im Rhein ist grundsätzlich nicht verboten, doch die Polizei rät davon ab. Der Sog der vorbeifahrenden Schiffe kann tödlich sein.

Bei fast tropischen Temperaturen von bis zu 35 Grad werden heute wieder zahlreiche Wasserratten die Abkühlung in einem der zahlreichen Duisburger Gewässer suchen. Doch mancherorts droht Gefahr beim Baden . Wir widmen uns deshalb dem Thema Sicherheit.

„Das Schwimmen im Rhein ist zwar nicht grundsätzlich verboten, es ist aber fast überall so gefährlich, dass wir davon abraten“, erklärte Polizeisprecher Ramon van der Maat. Ein Verbot gelte jedoch für den Bereich der Duisburger Reede, die einen Großteil der 42 Rhein-Kilometer im Stadtgebiet umfasst. Hafenbecken, Hafenein- und -ausfahrten sowie Schiffsliegeplätze seien Risikobereiche. „Das Gefährlichste ist aber der Sog, den die vorbeifahrenden Schiffe erzeugen. Da reicht es schon, nur bis zu den Knien im Wasser zu stehen – und trotzdem kann man mitgerissen werden“, warnt van der Maat.

Im Vorjahr habe es zwei Todesfälle gegeben. „Normalerweise sind es im Schnitt fünf bis sechs Tote pro Jahr. Der Negativrekord waren 19 Badetote auf allen schiffbaren Wasserstraßen in NRW im Jahr 2003“, so der Polizeisprecher.

Kaum Strömung im Kanal

Die Boote 1, 8, 11 und 12 der Wasserschutzpolizei fahren nicht nur heute rund um die Uhr Patrouille auf dem großen Strom. Bei Bedarf können die Polizisten an Bord allzu kühne Schwimmer per Lautsprecher-Durchsage warnen. Die Rheinauen-Besucher sollten sich auch durch den derzeit niedrigen Wasserstand von etwa vier Metern nicht verleiten lassen. „In der Fahrrinne geht es sofort steil bergab. Dort herrschen lebensgefährliche Strömungen.“

„Wir dulden es“ – heißt es beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) zum Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal, zärtlich auch „Riviera des Nordens“ genannt. Verboten sei der Wasserspaß 100 Meter vor und hinter Brücken, an Hafenanlagen und an Schleusen. Schiffsbesatzungen von Wasserbehörde und Wasserschutzpolizei würden bei Missbrauch einschreiten, sagt WSA-Sprecher Dirk Radermacher.

Gefährlich sei es im Kanal nicht – so lange kein Schiff kommt. Durch den Schleusenbetrieb entstehe kaum Strömung. Und: Die Wasserqualität ist gut. Der Kanal wird von der Lippe gespeist, nur bei Wasserknappheit wird Rheinwasser kanalaufwärts gepumpt. Auch an der Ruhr ist das Schwimmen erlaubt, flussaufwärts gibt es sogar Campingplätze am Ufer, die über eigene Badestege verfügen.

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Kommentare
01.08.2013
19:30
Im Rhein bei Duisburg herrschen lebensgefährliche Strömungen
von thorgo | #4

In Duisburg ist es ja komplett verboten http://www.wsa-duisburg-rhein.wsv.de/wasserstr/Baden_im_Rhein.html
Dabei gab es in Rheinhausen tatsächlich mal...
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1 Antwort
Im Rhein bei Duisburg herrschen lebensgefährliche Strömungen
von ortskundiger | #4-1

Gerade in Rheinhausen ......aber komischerweise gehen da viele hin.Wahrscheinlich weil man da so schön parken kann lach

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Im Rhein bei Duisburg herrschen lebensgefährliche Strömungen
Im Rhein bei Duisburg herrschen lebensgefährliche Strömungen
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/gefaehrliche-stroemungen-im-rhein-id8260624.html
2013-08-01 06:00
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