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Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen

05.01.2011 | 19:05 Uhr
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
Über vielen Nebenstraßen in Duisburg liegt noch immer eine dicke Eisschicht.

Duisburg.Einen Balanceakt erfordern momentan vor allem die zugefrorenen und spiegelglatten Nebenstraßen. Viele Fahrbahnen und Gehwege sind noch komplett vereist. Vorsicht ist geboten.

Endlich soll es tauen! Seit einigen Tagen klettern die Temperaturen wieder über die Nullgrad-Grenze. Langsam schmelzen die an den Straßenrändern aufgetürmten Schneeberge und die Schneemänner der Kinder. Doch auf vielen Nebenstraßen der Stadt wartet noch manch unfreiwillige Rutschpartie.

Die Hauptstraßen sind von Schnee und Eis befreit. Auch Busse und Bahnen fahren wieder regelmäßig. Doch ist das Tauwetter mit Vorsicht zu genießen: Gerade die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht lassen die ungestreuten Nebenstraßen und nicht geräumten Bürgersteige über Tag antauen und über Nacht wieder gefrieren. Die Folge: Alles verwandelt sich in eine spiegelglatte Eisfläche, die zur Gefahr werden kann.

Die Kreuzung Prinzenstraße/Hohenzollernstraße in Duissern wirkt auf den ersten Blick wie ein zugefrorener See. Auch diese Straßen sind noch fast vollständig vereist. Die Autos nähern sich nur mit Schrittgeschwindigkeit der Kreuzung. Einmal zum Stehen gekommen, drehen beim Anfahren die Reifen durch.

Florentina Ionescu geht gerade mit ihrem Windhund „Graziano“ Gassi. Der Spaziergang ist kurz: Einmal die Straße rauf und wieder runter. Bloß schnell wieder nach Hause. „Wir machen nur kurze Spaziergänge. Meinem Hund ist viel zu kalt“, meint Florentina Ionescu. Sie findet vor allem das Einparken momentan noch beschwerlich: „Es liegt so viel Eis auf dem Bordstein. Da kommt man nur schwer hoch.“ Auch habe sie schon versucht, vor ihrer Haustür die vereisten Flächen mit Streusalz zu bekämpfen. Allerdings erfolglos.

Einen Besuch beim Friseur hat Ella Detemple gerade hinter sich. Es ist das erste Mal seit Wochen, dass die 86-Jährige ihr Haus verlassen hat. „Das hatten mir meine Kinder nicht erlaubt“, sagt die Rentnerin und lächelt. Sie vermeide momentan jeden Gang, da die Straßen so glatt seien. „Ich suche mir immer einen kleinen Pfad, auf dem ich gehen kann“, erklärt die 86-Jährige. Als ihr beim Überqueren der völlig vereisten Straße unter die Arme gegriffen wird, ist sie spürbar erleichtert.

Ganz anders geht Adolf Metzler mit dem Wintereinbruch um: „Das Wetter kann gar nicht so schlecht sein, dass ich nicht rausgehe.“ Mit seinen 81 Jahren ist der rüstige Rentner auch bei den vereisten Straßen ganz selbstverständlich mit dem Fahrrad unterwegs. „Wenn eine Stelle zu glatt ist, steige ich eben ab und gehe ein paar Schritte zu Fuß“, so Metzler. Bis jetzt sei ihm auch noch nie etwas passiert. „Toi, toi, toi.“

Wenn die Temperaturen weiterhin nach oben klettern, hat sich das Problem der vereisten Nebenstraßen vielleicht zumindest bis zum Wochenende in Wasser aufgelöst.

Brenda Benninghoff

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Kommentare
07.01.2011
16:45
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Karmadjiha | #15

Zum Teil reden hier die EGOMANEN, die sich ein Leben ohne Auto nicht mehr vorstellen können.

Menschen, die nicht mehr einkaufen können, weil sie sowieso schon unsicher gehen, sich kein Taxi leisten können, . . . oder gar Fahrradfahrer, die
gibt es nicht.
Mal abgesehen, daß
viele Anwohner ihrer Räumpflicht nicht nachkommen
- auch hier die städtische Einstellung leck mich oder selber schuld und es ging bei mir auch mit der Bauschüppe und OHNE SALZ nachhaltig gut, und es kann mir auch sch...egal sein, wie es in ESSEN aussieht ! - und
einmal abgesehen davon, daß
auch schon o h n e Schnee und Eis an vielen Stellen, wo für Fußgänger od. Radfahrer rrrücksichtslose BAUSTELLEN sind oder waren und restliches Gerümpel einfach liegengelassen wurde, KRIMINELLE ZUSTÄNDE HERRSCH(T)EN
- wie beispielsweise Steinsche Gasse/Sonnenwall, Stein. Gasse/ Fried.Wilh.-Platz - Richtung Kuhtor, Sternbusch Weg ( unglaublich, was sich dort schon das letzte halbe Jahr abspielte ), so
ist das heute ebenfalls an vielen Strecken auch 1. Räum-Kategorie so kriminell, wo es nicht unmittelbar um PKWs & LKWs geht und immer wieder nur um Autos !

Es zeigt sich auch hier diejenige Einstellung der Behörden - auch der POLIZEI - die ich seit Jahren an vielen ( Bau-)Stellen beobachte, wie ich sie als den Warnungen und schon Verunfallten gegenüber als Ignoranz, ( auto-bornierte oder großprojekt-orientierte ) Arroganz und als falsche Toleranz erlebe ( gegen Sicherheitsnotwendigkeiten und Bedürfnisse Schwächerer) und die zusammen
eine Haltung ergeben, eine geradezu neue-mies-deutsche oder meinetwegen auch nur Duisburger Kultur, die auch für
tödliche und massen-verletzende Einquetschung am Rande der LOVEPARADE verantwortlich war !

Nur kann man die vielen unnötigen Einzelfall-Opfer meist von Radfahrern oft besser vertuschen als selber-schuld bzw. in Form von Mini-Zeitungsmeldungen übersehen.
- Vor allem die Unzufriedenen sollten sich einmal mehr darauf konzentrieren, w a s im K e r n meist nicht in Ordnung ist - die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Schwächeren bezüglich der Einrichtung und Behandlung der Verkehrswege, gefährliche Einrichtung und Hinterlassung von Baustellen(resten) - und möglichst viele dieser Fälle und Verantwortlichen a n z e i g e n, zB. wegen VERKEHRSGEFÄHRDUNG oder Vorschubleistung von Körperverletzung, verkehrsgefährdende Anlage von Fahrradwegen ( zB. in den Gegenverkehr, in Fußgängerströme !) .
Damit den ( Un-)Verantwortlichen, wie ich es selbst bei der städt. POLIZEI auf der Königsstraße erlebt habe, eine OBer-Sau(b)erland-Haltung bald nicht mehr möglich ist.
Und die Leute mit nur Auto im Kopf sollten sich überlegen, daß sie eines Tages gezwungen sein dürften, etwas mehr als sie zum Parkplatz gewohnt sind zu Fuß gehen zu müssen oder radzufahren.
dubax@ich.ms -

06.01.2011
10:32
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Mosquito62 | #14

An alle, die hier so fleissig und unqualifiziert meckern und jammern:


http://www.duisburg.de/micro2/wbd/geschaeftsfelder/stadtreinigung/102010100000239267.php


Alle Strassen, die nicht im Winterdienstplan aufgeführt werden, müssten demnach von den Anwohnern befahrbar gemacht werden.

Aber die die sitzen lieber vor dem PC und jammern über den Winterdienst.

Verkehrte Welt hier!

06.01.2011
09:06
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von derinternationale | #13

So nebenbei bemerkt:

Wir haben Winter!!!

ich finde es abenteuerlich wie hier geschimpft wird, und nächste Woche fahren alle in den wohlverdienten Winterurlaub in die Berge, in den Schnee wie man so schön sagt. Nach Österreich, in die Schweiz und man genießt dieses Winterfeeling.

Da lebt man dann mit den winterlichen Verhältnissen, aber hier rumposaunen.

In anderen Ländern würde man sich schlapp lachen wenn man mitbekommen würde was hier nach ein bißchen Schnee abgeht!

Und die ganzen Kritiker hier sollten mal ihren Hintern bewegen und sich mal in andere Städte begeben. Duisburg war da Spitze was das Räumen in den ersten Tagen nach den Schneefällen anbelangt.

gut, jetzt wird sicherlich wieder der ein oder andere gleich hier ankommen und rumheulen, weil seine Straße, in der am Tag 26 Autos fahren, noch nicht geräumt ist.

Entspannt Euch ein wenig und lebt mit der Situation. Das ist wesentlich erträglicher.

06.01.2011
08:34
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von kikimurks | #12

Allen, die hier laut jammern, kann ich nur empfehlen nach Essen zu fahren. Wenn Sie dann nach Duisburg zurück kommen werden Sie sich über den tollen Zustand der Strassen freuen.

Die Stadt muss übrigens nur da streuen bzw. räumen, wo es auf Grund der Verkehrsverhältnisse für die Sicherheit unumgänglich ist. Das sind z.B. stark befahrene Strassen, gefährliche Kreuzungen oder Gefällestrecken. Nebenstraßen gehören nicht in die Auflistung.

Ich wohne selbst in einer solchen Nebenstraße und verstehe die Aufregung nicht. Natürlich haben wir eine vereiste Fahrbahn, doch ist das Problem ziemlich überschaubar. Nach wenigen hundert Metern bin ich auf einer Hauptstraße und die Welt ist wieder in Ordnung. Wer angepasst fährt, hat sicherlich keine Probleme.

06.01.2011
08:00
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Ärgerliche Bürgerin | #11

Wichtig für Hauseigentümer und Grundstückseigner: Gehwege räumen und Dachlawinen verhindern. Und was gilt für die Stadt????? Nebenstrassen sind so spiegelglatt das man nicht mal vom Auto zur anderen Strassenseite kommt!Was ist mit den Reinigungsgebühren, warum wird nicht statt die zu Strassen kehren,gestreut?? Ich mußte gestern ein Taxi zur Arbeit nehmen, weil ich hier aus der Strasse nicht rauskam mit meinem Auto! Total vereiste Nebenstrassen! Armes Deutschland! Aber alles Geld in andere Länder stecken! Hier kommen die älteren Mitbürger nicht mal zum einkaufen oder zum Arzt, wo es für uns im mittl. Alter schon schwer ist! Wo sind die ganzen Arbeitslosen die nicht arbeiten WOLLEN und bis mittags im Bett liegen??? (rede nicht von Denen die arbeiten wollen und keine Arbeit bekommen)! Wenn alle Arbeitslosen jungen Leute helfen würden, wäre keine Strasse vereist!

06.01.2011
07:45
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Ich_eskalier_gleich | #10

Mir gefällt das. Das ist die gelebte Praxis der Salzverteufler. Hier ein trockener und wunderbar zu begehenden Fußweg (zur rechten Zeit gesäubert und leicht gezalzen) und dort der ökologisch reine, unbehandelte städtische Fußweg, der inzwischen zum Gletscher geworden ist. Gibt es einen deutlicher zu erlebenden Unterschied?

Im übrigen: Reinigungsgebühren haben nichts mit dem Winterdienst zu tun. Den Winterdienst bezahlen nur diejenigen, bei denen auch entsprechender Winterdienst stattfindet. Man könnte allerdings fragen: was machen die Reinigungskräft z. Z., da nix zu reinigen ist (weil fast alles unter Eis liegt)?

Unverschämt ist das Verhalten der Stadt dahingehend, dass vom Büger alles erwartet wird und selbst fast nichts gemacht wird.
Ok, man kann damit leben, dass nicht gemacht wird, dann aber bitte so, dass der Bürger selbst entscheiden kann, was und wie er mit den Situationen klar kommt. Beispiel: wenn ich die Pflicht zur Gehwegsräumung habe, dann bitte so, wie es bei mir passt. Habe ich einen Vorgarten, kann ich Schnee dort lagern, habe ich keinen Vorgarten muss der Schnee schlicht anders weg, wenn er nicht auf der Straße liegen soll. Oder ungeräumte Nebenstraßen mit z. Z. dickem Eispanzer wären eigentlich nur mit Spikes halbwegs sicher zu befahren. Diese sind aber verboten. Fazit. nix machen aber alles verbieten geht nicht.

06.01.2011
02:48
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Urlauber72 | #9

Aber hauptsache ich krieg Ärger wenn ich vor der Tür nicht den Schnee wegräum. Da darf der Vermieter mich für abmahnen. Ich kann nicht nur den weg säubern den ich will. Dann mach ich an der Strasse sauber, lass die 30m bis zum Haus aber ungeräumt. lächerlich.

06.01.2011
00:10
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Marcos .S | #8

Alle Bürger sollten ihre Reinigungsgebühren einbehalten! Ich bin dafür.Bei mir in Buchholz (nebenstrasse) habe ich schon seid 5 Wochen keine Strassenreinigung gesehen!!!

05.01.2011
23:38
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von F.Chef | #7

Ich bin immer noch dafür, Hartz 4 Empfänger im Winterdienst einzusetzen. Das sind keine Versicherungsleistungen wie ALG Versicherung, sondern aus Steuermittel aller Bürger. Wenn ich Hartz 4 Empfänger sein müsste, wäre das für mich kein Problem zu helfen.

05.01.2011
23:12
Gefährliche Rutschpartien in Nebenstraßen
von Nicht mit uns | #6

Gesundheit der Bürger, da war doch was! - Zuständigkeit!? Gibt es nicht! Verantwortung!? Sch... egal! Knochenbrüche für Senioren!? Gibt es gratis! Da reden die Genialen der WBD davon, daß sie besser sind als die Essener und hier brechen wir uns Hals und Ohren. Unverschämt! Alle Bürger sollten ihre Reinigungsgebühren einbehalten! Der Rat der Stadt sollte den Verantwortlichen mal deftig irgendwo hintreten.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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