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Gebag soll Regressansprüche prüfen

28.01.2012 | 08:02 Uhr
Gebag soll Regressansprüche prüfen
Der Aufsichtsrat der Gebag will prüfen, ob Marianne Wolf-Kröger und Dietmar Cremer Schadenersatz für unternehmerische Falschentscheidungen zahlen müssen. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.Müssen die ehemaligen Gebag-Geschäftsführer Dietmar Cremer und Marianne Wolf-Kröger eventuell Schadenersatz für falsche unternehmerische Entscheidungen zahlen? Wenn der Rat am kommenden Montag zusammenkommt, werden die Kommunalpolitiker in nichtöffentlicher Sitzung über eine entsprechende Vorlage der Verwaltung abstimmen müssen.

Hintergrund ist ein Gutachten zur Verantwortlichkeit des Vorstandes, den das Rechnungsprüfungsamt im Rahmen der Gebag-Überprüfung in Auftrag gegeben und dem Gebag-Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben hatte. Dieses Gutachten scheint zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass Regressansprüche möglich sind.

Video
Die Animation zeigt, wie der Quader auf das Dach der Küppersmühle im Duisburger Innenhafen kommt.

Deshalb hat der Gebag-Aufsichtsrat für den 9. Februar eine Hauptversammlung einberufen und begründet das mit dem Paragrafen 111, Absatz 3 des Aktiengesetztes. Darin heißt es: „Der Aufsichtsrat hat eine Hauptversammlung einzuberufen, wenn das Wohl der Gesellschaft es erfordert.“ Tagesordnungspunkt der Versammlung ist die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen gegen Vorstandsmitglieder. Exemplarisch wird dabei das skandalbehaftete Projekt Erweiterung Museum Küppersmühle genannt.

Der Rat soll nun den Aufsichtsrat beauftragen, den Beschluss zur Verfolgung von Rechtsansprüchen gegen derzeitige und oder frühere Mitglieder von Gesellschaftsorganen zu fassen, falls nötig auch mit Hilfe einer Klage. Dass die Gebag den Vorstandsmitgliedern Marianne Wolf-Kröger und Dietmar Cremer in einem zweiten Tagesordnungspunkt das Vertrauen entziehen soll, erscheint da fast als Petitesse.

Pleiten, Pech und Pannen bei der...

 

Svenja Aufderheide

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Kommentare
01.02.2012
19:32
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von sven0508 | #9

http://www.wahrheit-fuer-duisburg.info/ finde ich ziemlich lustig, Geld scheint ja nun vorhanden zu sein

30.01.2012
15:20
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von differenzierende | #8

In welcher Nähe wirkt das Rechnungsprüfungsamt und warum ist es diesem Herrn so ähnlich? Beide sind von geringer Ahnung und Kompetenz getrübt! Das RPA wird von einer Person geleitet, welche keinerlei Kenntnis und Erfahrung in den besonderen Aufgaben eines RPA erhalten hat. Sie ist nur durch eine Nähe zu Herrn Sauerland bisher aufgefallen. Vielmehr als bisher vermutet und als andere, denen man das nachsagt. Diese Frau ist absolute CDU- Geklüngel. Elmar Klein und Sauerland, wieder so eine CDU-Hoffnungslosigkeit aus Walsum.

29.01.2012
14:43
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von taosnm | #7

Mir fehlt in diesem Komplex immer Fau Dr. Jasper, die für sicherlich sehr teures Geld bei der Vergabe und lt. Eigenwerbung Bauaufsicht im Auftrag der GEBAG tätig war. Dass die Aufträge an nicht seriöse Unternehmen vergeben wurden, dürfte wohl klar sein. Zunächst einmal muss man vermuten, dass hier geballte Unfähigkeit gewütet hat: Vorstand plus sündhaft teure Vergabeexpertin. Wo bleibt deren Verantwortung?

29.01.2012
14:21
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von differenzierende | #6

Die politischen Vertreter werden sich vielleicht noch ausreden können, aber zwei Vertreter des Vorstandes der Stadt sitzen im Aufsichtsrat Gebag und DBV, Spaniel in beiden. Der müsste jederzeit die Zusammenhänge und Wechselwirksamkeiten zwischen den Unternehmen und der Stadt erkennen. Zumal er dort als Vertreter der kommunalen Wohnungspolitik sitzt, sein Dezernat ist für die Wohnungsentwicklung verantwortlich. Dr.Langner als Kämmerer hätte viel eher als auf Zuruf der Banken schon tätig werden müssen. Allein der Umstand, daß ein Unternehmen mit einem Vermögenswert vor der Krise von rd. 400 Mio € nur eine Rendite um max. 1Mio € abwarf, macht die Verknüpfung politischer Ziele mit den Unternehmensinteressen klar. Eine anständige Rendite, welche auch dem Haushalt gut tut, liegt im immobilienwirtschaftliche Selbstverständnis bei minimum 4%, heißt bei 4Mio pro anno.

29.01.2012
12:14
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von bruder_tack | #5

Ich empfehle mal allen, die hier so eifrig posten innen Blick ins Aktiengesetzt zur Rolle des Aufsichtsrates, der sich bei Gebag bekanntermaßen aus Ratsmitgliedern zusammen setzte. Wo waren diese Herrschaften, die jetzt so bemüht sind, Vorstände in Regress zu nehmen, denn all die Jahre, als Gebag eine kritische Maßnahme nach der anderen übernahm ?? Das Ganze riecht förmlich nach Befreiungsschlag, assistiert von einem Rechnungsprüfungsamt, das sich lieber an seine Neutralität erinnern sollte, als Geld für Gutachten auszugeben, die von der Gegenseite locker ausgehebelt werden können und vermutlich auch werden. Aber man gibt sich ja lieber bedeutungsvoll - auf Kosten der Steuerzahler.
Die Problematik rund um die Küppersmühle ist lange vor dem Auftauchen von Frau W.-K. entstanden, selbst der langjährige Vorstand Cremer tat nie etwas ohne politische Rückendeckung - auch von "seiner" SPD.
Da sich der politisch besetzte Aufsichtsrat jahrelang mit Kritik äusserst bedeckt hielt wäre der Rat jetzt gut beraten, im Bewusstsein seiner bisher nicht gelebten Verantwortung die Füsse still zu halten. Wenn die Herrschaften zukünftig wirklich etwas ändern wollen, dann sollten sie ihre Funktionen in den Gesellschaften anders als bisher ausfüllen.

29.01.2012
02:20
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von JanundPitt | #4

Noch bevor auch nur ein müder Euro an Abfindungszahlungen an diesen unfähigen- und möglicherweise korrupten - (gelinde ausgedrückt) Vorstand zur Auszahlung kommt, MÜSSEN Regressforderungen geklärt und geltend gemacht werden. Sind Abfindungszahlungen erst einmal auf den Konten der Verursacher des Küppersmühlen-Desasters gelandet, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen. Die GEBAG-Mieter und die Duisburger Steuerzahler zahlen die Zeche und sowohl DC als auch MWK - trotz Komplett-Versagens im Amt - dürfen einen, nach wenigen Jahren hilf- und kenntnislosen Herumgeprutsches - einen so gut ausgepolsterten Ruhestand genießen, wie ihn kein hart und ehrlich arbeitenden Arbeitnehmer nach 45 Berufsjahren und länger je erreichen kann. Wer die nicht unnachsichtig in Regress nimmt, hat keine Chance, bei der nächsten Kommunalwahl auch nur einen Blumenpott zu gewinnen. Der Rat ist gefordert. Meine Damen und Herren des Rates, zeigen sie, wo die Harke hängt, vertreten sie massiv die Interessen der GEBAG-Mieter und der Bürger oder drehen sie nach der nächsten Kommunalwahl zähneknirschend die Däumchen. Noch können Sie handeln und Punkte für die nächste Kommunalwahl sammeln. Aber nicht mehr lange.

28.01.2012
23:01
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von DU-Kersten | #3

Von wem will denn die Dame eine Abfindung einklagen.
Jetzt erst wurden Sahnestückchen an Häusser-Bau verkauft. (Darf man den qm-Preis erfragen ?)
Brömmekamp kam als Sanierer und wird als Insolvenzverwalter gehen.

P.S. Die Mieter müssten sich keine Sorgen machen:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/chef-sanierer-broemmekamp-duisburger-gebag-ist-nicht-marode-id5059014.html

Natürlich macht man sich Gedanken, wenn das Haus an einen Privatisierer verkauft wurde.
Wann und von wem wurde dieses Geschäft kurz vor Weihnachten abgeschlossen?

28.01.2012
21:37
Gebag soll Regressansprüche prüfen
von eiwoisserden | #2


na klar
und da verlangt die " DAME " auch noch 1.100.000 euronen abfindung fuer diese leistung

ist nicht auch moeglich den personenkreis zur verantwortung zu ziehen die diese personen zu solchen maechten verholfen haben das sie ein solches unternehmen ruinieren konnten!!

28.01.2012
18:54
Selbstverständlich
von rschulz3 | #1

sollen sie so wie jeder normale Bürger haften für das was sie tun, oder?

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