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Gebag muss Beteiligung zu Geld machen

06.12.2011 | 18:20 Uhr
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
Leitet bald die Gebag alleine: Dr. Utz Brömmekamp Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Duisburg.Die Gebag muss sich auch vom Rest ihrer Beteiligung an der Wohnbau Dinslaken trennen. „Zur Verbesserung der Liquidität“, wie es in der Beschlussvorlage für den Rat ausdrücklich heißt. 3,4 Mio Euro Bares gibt’s dafür für die Gebag.

Schon 2010 hatte die Gebag für 10 Mio € Anteile an der renditeträchtigen Dinslakener Beteiligung verkauft und als geforderte Sicherung für die Mehrkostenbelastungen bei dem Küppersmühle-Erweiterungsbau „zur Seite“ legen müssen. Für den Rest gibt es jetzt noch mal 3,4 Millionen Euro. Käufer ist die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe.

Auf der Ratssitzung soll außerdem Utz Brömmekamp als alleiniger Geschäftsführer der neuen Gebag , die bekanntlich von einer AG in eine GmbH umgewandelt wird bestimmt werden. Brömmekamp kam als Berater der Düsseldorfer Mbb-Consult zur Gebag und wurde auf Druck der Banken zum Sanierungsmanager bestellt. Die bisherige Gebag-Spitze aus Marianne Wolf-Kröger und Dietmar Cremer verlieren ihre Jobs. Ihnen werden die Krise der Gebag und folgenschwere Alleingänge angelastet.

Brömmekamps Vertrag ist zunächst bis Ende Februar 2012 befristet. Doch auch in der Ratsvorlage wird davon ausgegangen, dass sein Duisburger Job von längerer Dauer sein wird. Unterdessen stimmen sich hinter den Kulissen SPD und CDU in der Suche nach zwei neuen Gebag -Geschäftsführer ab. Noch offenbar ohne Erfolg. Eine letzte Personalie: Der Rat bestimmt kommenden Montag auch die entsandten Mitglieder in den neuen Gebag-Aufsichtsrat. Wie von den Schuldnerbanken gefordert, übernimmt das zusätzliche, neue Mitglied der Sparkasse auch den Vorsitz. Es soll aber nicht Vorstandschef Hans-Werner Tomalak sein, sondern Vorstandsmitglied Claus-Robert Witte.

Oliver Schmeer

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Kommentare
12.12.2011
23:06
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von oldergerman | #7

Die "renditeträchtige Dinslakener Beteiligung" ist doch an die Immobilien Tochter der Evonik verkauft worden, oder erinnere ich mich da falsch?
So kann man auch scheibchenweise billig die Gebag aufkaufen.

06.12.2011
23:46
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von AxelKrause | #6

"Die Gebag muss sich auch vom Rest ihrer Beteiligung an der Wohnbau Dinslaken trennen. „Zur Verbesserung der Liquidität“, wie es in der Beschlussvorlage für den Rat ausdrücklich heißt. 3,4 Mio Euro Bares gibt’s dafür für die Gebag."

Sein wa doch ma ährlich:

diese 3,4 Millionen gehen alleine schon für die Beratungsleistung der Mbb-Consult drauf, oder?

Eins erscheint mir auch sehr komisch. Sollte nicht ein neues Mitglied im Entscheidergremium der Duisburger Sparkasse von der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe kommen?

Und die kauft die restlichen Anteile von 3,4 Millionen?

Fragen über Fragen.

2 Antworten
von AxelKrause | #6
von wattearvolt | #6-1

...und bei dem fortschreitenden Konzentrationsprozess in der Bankenlandschaft würde es mich nicht wundern, wenn die Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe auf kurz oder lang mit der Sparkasse Duisburg - Kamp-Lintfort in irgend einer Form fusioniert.

Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von JanundPitt | #6-2

Das Tafelsilber der GEBAG - und damit das durch ihre Steuerzahlungen erwirtschafteten Vermögen der Duisburger Bürger - muss verscherbelt werden, um die GEBAG vor dem Ruin zu retten, um ein komplett gescheitertes, nur noch schrottwertes Leuchtturmprojekt Sauerlands zu finanzieren.

Einen noch unverantwortlicheren Umgang mit den Steuergeldern der Duisburger Bürger habe ich noch nie erlebt.

Wenn Sauerland am 12.02.2012 nicht mehrheitlich abgewählt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Laut - O-Ton - Stadtdirektor Greulich sind die Duisburger "träge" und "bildungsfern". Beweisen wir ihm und Sauerland am 12.02.2012 das Gegenteil!

06.12.2011
22:04
#3 und#4
von rschulz3 | #5

ihr strotzt nur so vor Kenntnis.
Alle 4 Personen gehen gar nicht. Aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Brandt ist alles, nur kein Versorgungsfall.

06.12.2011
20:53
Zwei Versorgungsfälle
von DU-Kersten | #4

gibt es noch. Mahlberg und Brandt. Aber so viel Dreistigkeit traue ich denen im Moment nicht zu.

1 Antwort
Mahlberg und Sauerland ...
von JanundPitt | #4-1

.. traue ich seit 1,5 Jahren so ziemlich alles zu, außer Mord.

Mahlberg dürfte dank der Wahlnomaden und der JU-Eskapaden innerhalb der Landes- und Bundes-CDU politisch tot sein. Gut iss. Also: Versorgungsfall. Übernehmen Sie, Onkel Adolf!

Brandt ist dagegen noch nicht ver-brand. Er scheint mir noch nicht versorgungsbedürftig und auch noch nicht versorgungsg**l zu sein. Hat noch politischen Ehrgeiz. Im Übrigen würde Sauerland für ihn wohl kaum eine seiner zahlreichen Strippen ziehen. Der Mann ist doch von der SPD! Igitt, igitt ...

06.12.2011
20:26
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von differenzierende | #3

Witte geht doch in Rente. Was soll dieser Unsinn. Traut sich Tomalak nicht mehr. Hat man diesem Napoleon aus Vörde endlich die Zähne gezogen.
Wird nun Linsen SPD und Steinke CDU die neuen Geschäftsführer. Die Versorgungswerke der Parteien, nur noch zum Kotzen. Und die holde Presse ist schon eingetütet.

06.12.2011
20:23
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von hunter2011 | #2

Armes Duisburg. Erst machen die alten Vorstände was sie wollen und jetzt wird das Tafelsilber verhökert! Wk könnte doch mal bei der Gewerkschaft nach Geld fragen. Das Ganze ist doch für uns Normalbürger kaum noch zu ertragen. Lasst den Kubus stehen und langsam verrotten, als Mahnmal !

06.12.2011
19:04
Gebag muss Beteiligung zu Geld machen
von wattearvolt | #1

Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu, aber GEBAG-Geschäftsbericht 2010 ist immer noch nicht verfügbar. Muss man sich etwa Sorgen machen ?

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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