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Gebag-Geschäftsführerin soll Bonus erhalten

04.11.2011 | 19:44 Uhr
Gebag-Geschäftsführerin soll Bonus erhalten
Marianne Wolf-Kröger, Vorstand der Gebag und Geschäftsführerin der DBV. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Duisburg.  Aufsichtsrat muss am Montag über 20 000 Euro entscheiden, die auf das Konto von Marianne Wolf-Kröger fließen sollen. Gleichzeitig steht ihre Abberufung als DBV-Geschäftsführerin auf der Tagesordnung.

Dass der DBV-Aufsichtsrat seine Geschäftsführerin Marianne Wolf-Kröger lieber heute als morgen los wäre, ist lange bekannt. Doch diese Personalie hat er nicht zu entscheiden. Für die Abberufung ist der Gebag-Aufsichtsrat als „Mutter“ zuständig. Bisher scheiterte die Forderung an der Mehrheit des Gebag-Aufsichtsrats. Nun wird am kommenden Montag in der nächsten Sitzung des Gremiums die Sache unter der Überschrift „Geschäftsführung DBV“ erneut verhandelt.

Aus dem Umfeld des Unternehmens ist zu hören, das die Mehrheit aus CDU und Arbeitnehmervertretern, die bisher ihre schützende Hand über Marianne Wolf-Kröger gehalten hat, auch diesmal zusammen stehen will, um die umstrittene Geschäftsführerin zu schützen.

Nach Informationen der NRZ soll der Gebag-Aufsichtsrat zugleich am Montag darüber entscheiden, ob Marianne Wolf-Kröger für ihre Leistungen bei der Gebag im vergangenen Jahr einen Bonus in Höhe von 20 000 Euro erhalten soll. Der Bonus soll Bestandteil einer Zielvereinbarung sein, die in keinem Zusammenhang mit den umstrittenen Projekten steht. Gleichzeitig soll die Geschäftsführerin wiederum mit Hilfe eines Anwalts über ihre Vertragsauflösung und den damit verbundenen „goldenen Handschlag“ verhandeln.

Gebag-Doppelspitze soll den Hut nehmen

Denn die Gebag-Doppelspitze, bestehend aus Dietmar Cremer und Wolf-Kröger , soll nach dem Desaster rund um die Küppersmühle und den geplatzten Verkauf des Theaters am Marientor zum Jahresende ihren Hut nehmen. Darauf hatten sich CDU und SPD wie berichtet verständigt. Der entsprechende Beschluss soll in der nächsten Ratssitzung am 12. Dezember gefasst werden. Dann soll auch endgültig die Entscheidung fallen, die Aktiengesellschaft in eine GmbH umzuwandeln.

Durch die neue Rechtsform werden Vorstand und Aufsichtsrat aufgelöst und müssen neu bestellt werden. Das gilt selbst für Sanierer Utz Brömmekamp von der Düsseldorfer Kanzlei „mbb consult“. Dass er während der Sanierungszeit das Gebag-Ruder steuert, ist unumstritten. Fraglich ist, wann der Rat ihm neue Geschäftsführer zur Seite stellt. Als heißer Kandidat auf CDU-Seite wird Udo Steinke gehandelt. Der Jurist und ehemalige CDU-Ratsherr ist bereits seit dem Vorjahr als Justiziar bei der Gebag tätig.

Post für die Geldgeber der Küppersmühle

Die Neustrukturierung und die Personaldebatte fallen genau in die Zeit, wo die Gebag das Küppersmühlen-Debakel lösen muss. Wie es mit dem Museums-Umbau weitergeht, hängt nach wie vor alleine von den Sponsoren ab. Die Familie Ströher sowie Evonik hatten verlässliche Zahlen eingefordert, was es endgültig kosten wird, einen neuen Stahlkubus aufs Museumsdach zu hieven. Dazu werden sie in Kürze Post erhalten: Die Gebag hat ihnen gestern die drei Angebote von Unternehmen zugeschickt, die sich als Generalübernehmer für die Fertigstellung beworben haben. Die Angebote sind extern geprüft worden und bewegen um sich die 30 Millionen Euro. Als Alternative ist weiterhin auch die preisgünstigere Einzelvergabe von Aufträgen im Gespräch. Ob die Gebag aber Bauherr und damit am Risiko kleben bleibt, oder die Sponsoren den Bau in Eigenregie vollenden, liegt ebenfalls in der Macht derer, die das Geld für das Projekt mitbringen.

Svenja Aufderheide, Ingo Blazejewski

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Kommentare
07.11.2011
03:07
diamantenes toilettenpapier
von judasthomaskuhl | #16

man kann die 20 mille auch als gebühr dafür sehen daß in zukunft nicht mehr soviel murks gebaut wird - das ist billiger als sie für ihre restvertragslaufzeit weiter falsche entscheidungen fällen zu lassen

sachkompetenz brachte die gewerkschsafterin jedenfalls nicht mit - passte aber als spd-frau gut in sauerlands kungel-universum

aus diesem sumpf stammt der designierte nachfolger ja auch

wird hier eigentlich irgendwas anders oder haben wir hier bloß nen fliegenden wechsel

06.11.2011
22:34
von taosnm | #14
von JanundPitt | #15

In der Tat: Schizophrenie nach dem System Sauerland. Wenn ein Arbeitgeber sich aufgrund eklatanter Fehlleistungen von einem Mitarbeiter trennen will, wird er ihm in der Privatwirtschaft nicht noch einen "Bonus" für Einhaltung einer "Zielvereinbarung" hinterherwerfen. Wie auch imer diese Zielvereinbarung lauten mag, andere weitaus kostenträchtigere "Ziele" hat WK gründlich versaubeutelt: Küppersmühle und TAM. Wo ein Bonus ist, ist auch ein Malus: Keine Bonuszahlung an WK!

"Die Politik", sprich A.S., hat der GEBAG die Klötze Küppersmühle und TAM ans Bein gebunden, da die Stadt Duisburg - da unter Haushaltsaufsicht - diese Prestigeobjekte finanziell niemals hätte stemmen dürfen. Elegant, wenn es klappt. Nicht elegant, wenn gleichzeitig Personen in Managerpositionen gehoben werden, die solche Projekte nicht stemmen können, sondern mangels Qualifikation daran scheitern müssen.

Wie vertragen sich die Projekte Küppersmühle und TAM eigentlich mit der "Gemeinnützigkeit" und den damit verbundenen Steuervorteilen der GEBAG? Garnicht. Die GEBAG läuft dadurch Gefahr den Status der gemeinützigkeit zu verlieren.

Die Trennung von WK und Cremer ist so gut wie beschlossen. Der "goldene Handschlag" wird die GEBAG weitaus mehr kosten, als sie überhaupt noch auf den Konten hat. Warum also WK noch mehr in den Rachen werfen?

Wenn sich der GEBAG-Aufsichtsrat - statt Nebelkerzen zu werfen - entschließen würde, die Fehlleistungen des Herrn C und der Frau WK offenzulegen, würde der goldene Handschlag preiswerter ausfallen. Natürlich würde er damit auch seine eigenen Fehlleistungen und seine mangelhafte Aufsicht offenlegen. Damit ist leider nicht rechnen. Denen ist die Haut näher als das Hemd.

06.11.2011
15:07
Schizophrenie
von taosnm | #14

Die CDU wird also im Dezember dafür stimmen, die beiden Geschäftsführer der GEBAG zu entlassen. Wie muss ich mir nun erklären, dass die CDU im Aufsihtsrat für einen Bonus für Frau WK stimmen will? Entweder hat sie gut gearbeitet, dann steht ihr ein Bonus zu, und es gibt keinen Grund, sie zu entlassen. Oder sie hat schlecht gearbeitet, dann ist es richtig, sich von ihr zu trennen, doch dann steht ihr kein Bonus zu. Ist die CDU jetzt völlig durchgeknallt? Dieselben CDU-Ratsmitglieder, die im Aufsichtsrat für einen Bonus stimmen wollen, werden im Dezember für ihre Ablösung stimmen! Man sollte sich die Namen dieser Mandatsträger genau anschauen.

Grundsätzlich ist es richtig, dass beide Geschäftsführer abgelöst werden, denn ihre Unfähigkeit haben sie allein dadurch unter Beweis gestellt, dass sie den Verkauf des TaM und das Projekt Küppersmühle nicht abgelehnt haben, möglicherweise weil sie die Dimensions dieser Geschichten nicht überblickten. Der angerichtete Schaden ist immens, und für den normal denkenden Menschen stellt sich eher die Frage nach der Zahlung eines Malus durch die Verursacher als die einer Gewährung eines Bonus.

06.11.2011
13:26
Zielvereinbarung
von festus04 | #13

Was für eine Zielvereinbarung muss das sein, wenn man die Gebag so gut wie in die Pleite gefahren hat. Vieleicht bekommt sie die Prämie ja für das Ziel, dass die Gebag noch nicht Pleite ist. Ist bestimmt so nach dem Muster gestrickt wie beim Fussball, die Nichtabstiegsprämie. Ich frag mich nur wer sich solche Zielvereinbarungen ausdenkt, dass bei einer Fastpleite noch Geld für solche Dinge zur verfühgung steht. Wahrscheinlich gilt für einige, wenn schon Pleite ,dann kommt es auf die paar Euros auch nicht mehr an.

06.11.2011
12:46
Nicht nachvollziehbar
von Ratbus | #12

Im Aufsichtsrat der DBV sitzen Vertreter der gleichen Parteien, wie im Aufsichtsrat der GEBAG. Wieso haben Erstere die Inkompetenz der Dame begriffen und seit langem ihre Ablösung gefordert und die politischen Vertreter im Aufsichtsrat der GEBAG nicht?

06.11.2011
12:11
Verhöhnung
von herbert72 | #11

Die Bonus-Zahlung verhöhnt die Bürger und Mieter.

"Der Jurist und ehemalige CDU-Ratsherr ist bereits seit dem Vorjahr als Justiziar bei der Gebag tätig." - das System Sauerland verhöhnt die Bürger. Filz ohne Ende, es ist zum k...

Die kommunale Gesellschaft für Beschäftigungsförderung ist am Ende. Die Jugendwerkstatt wird ab Januar geschlossen. Wieder verschwindet ein Unterstützungsangebot für sozial Benachteiligte. Wieder verschwindet ein Unterstützungsangebot für Mißbrauchs- und Gewaltopfer. Und alle schauen tatenlos zu. Und die kommunalpolitische Kaste bedient sich selber, macht ihren Reibach und lässt den sozialen Frieden in der Stadt vor die Hunde gehen ...

06.11.2011
11:02
Das lateinische Adjektiv bonus bedeutet gut
von Athene | #10

Das lateinische Adjektiv bonus bedeutet gut.
Was hat diese Dame so gutes bewirkt, was nicht schon mit dem horrenden Gehalt abgegolten wäre?
Die GEBAG mit an den Rand des Ruins gebracht?
Duisburgs Führungseliten sind gefangen in einem unappetitlichen Filz zwischen Stadt, Parteien, Gewerkschaften, städtischen Gesellschaften, "Freundschaften".

Egal ob rot, schwarz, grün, dunkelrot, gelb.

Der Verlierer bei diesem übergroßen Selbstbedienungsladen der Abhängigkeiten steht allerdings felsenfest: DUISBURG

06.11.2011
10:54
Typisch Duisburg?
von rschulz3 | #9

Nein typisch Duisburg ist das nicht. Aber typisch für das System Sauerland.
Wobei ich auch sehe, dass die Aufsichtsräte allesamt ihre Aufgaben nicht gut machen. Die meisten sind auch schon viel zu lange im Amt.
Seien Sie versichert, Cremer ist weder Partei Insider noch hat er irgend ein Wissen ;-)).
Warum benennen Sie nicht Roß und Reiter und packen alle in einen Topf? Hier ist es mal wieder der, der nie etwas unterschreibt, aber alles bestimmt.

05.11.2011
22:19
Typisch für Duisburg: Die Frau ist schuldig!!????
von WeissBlau | #8

Das ist ja ´mal wieder typisch für diese Stadt:
Frau WK ist als letzte in den bereits seit langer Zeit vrhandenen Schlamassel der GEBAG hineingeraten, verdient trotz Erhöhung in diesem Jahr nur ein Drittel dessen, was der altgediente Nicht-Arbeiter Cremer einsteckt, uss als die wahnwitzigen Entscheidungen geltungsbewusster Politiker aus Rat und Aufsichtsrat (= die gleichen!!) umsetzen und nun:
"Sie ist schuldig, sie muß gehen" skandieren diese Herren aus der Poltitik, die in Wirklichkeit selbst an der miesen Situation der GEBAG schlud sind!!!
Wer hat der GEBAG denn wohnungsbaufremde Aufgaben wie TAM, Kindermuseum und Küppersmühle übertragen??? Wer hat denn Geld aus dem Unternehmen gezogen und so eine ordnungsgemäße Unterhaltung des Wihnungsbestandes erheblich erschwert????
Genau diese völlig überforderten Poltiker brechen nun den Stab über WK, nachdem sie völlig überflüssig rund Million €uro für einen nichtsnutzigen Pseudo-Sanierer ausgegeben haben!!!! Das die GEBAG in erheblcihem Maße über "stile Reserven" verfügt, war kein Geheimnis (und im übrigen sehr erfreulich!!) so dass es dieses Herrn Bröömelkamp nicht bedurfte....
Aber der Aufsichtsrat ist eben vöölig überfordert und eigentlich selbst auf der Anklagebank!!! Aber wer entlässt sich schon selbst, da sucht man lieber eine Dumme!!! Über den seit Jahren ohne jeden Effekt völlig überbezahlten Herrn Cremer redet dabei nieman....??? Er kennt wohl - als Partei-Insider der SPD zu viele "Leichen im Keller" und wird deswegen verschont......
Typisch Duisburg eben!!!!!!!

05.11.2011
20:45
Aufsichtsrat muss am Montag über 20 000 Euro entscheiden
von eiwoisserden | #7

;o(

DER ISS ABBA AUCH VOR NIX FIESS

kann ich meine kononummer auch angeben
um fuer nicht erbrachte leistungen von der gebag geld abzuziehen ??

herr pruessmann ???

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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