Gebag-Betriebsrat wirft Politik scheinheiliges Spiel vor
15.12.2011 | 10:46 Uhr 2011-12-15T10:46:00+0100
Duisburg.Scharfe Kritik an SPD-Fraktionschef Herbert Mettler äußert der stellvertretende Gebag-Betriebsratsvorsitzende Elmar Hof. Mettler hatte im Rat wie berichtet die Umwandlung der Gebag von einer Aktiengesellschaft in eine GmbH mit besserer Kontrolle durch den Rat auch damit begründet, dass sich die Gebag bislang in seiner Informationspolitik hinter dem Aktienrecht versteckte habe.
Durch mehr Transparenz hätte Schaden verhindert werden können. Hof wirft Mettler „mal wieder unrichtige Aussagen“ vor: „Richtig ist, dass die Stadt Duisburg und damit auch der Rat der Stadt nach der bestehenden Satzung der Gebag jederzeit durch eine Revision in der Lage gewesen wäre, Einsicht in die Unterlagen der Gebag zu nehmen.“
Die Politik solle es nicht so darstellen, dass nur der „unfähige Vorstand der Gebag“ alles falsch gemacht hätte: „Nein auch die Politik und gerade die SPD die sich doch so sehr um die Gebag gesorgt hat, ist ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen“, so Hof, der am Montag im Rat als einer der fünf neuen Arbeitnehmer-Vertreter in den GmbH-Aufsichtsrat gewählt wurde.
Vorstände an Krise nicht unbeteiligt
Es sei ihm „unerträglich, solch ein scheinheiliges Spiel mit zu vertuschen bzw. zu unterstützen“. Richtig sei, dass die beiden Vorstände und insbesondere der Vorstandsvorsitzende der Gebag, Dietmar Cremer, an der Krise nicht unbeteiligt waren. Hof glaubt: Man wolle die Vorstände der Gebag „aus anderen Gründen“ loswerden.
Wie die Besetzung des zukünftigen Vorstandes aussehe, werde erst nach dem Abwahlverfahren gegen OB Sauerland zeigen, mutmaßt Hof: „Wenn man nämlich dann Klarheit hat, welche Pöstchen neu an Parteisoldaten vergeben werden können.“
Gerade diese Politiker, so Hof weiter, die sich jetzt so sehr um das Wohlergehen der Gebag sorgten, „wären die ersten gewesen, die bei der Einweihung des Ausbaus der Küppersmühle auf der Empore gestanden, am Buffet vorn gestanden und überstolz in die Kameras gelächelt hätten.“

23:58
Jetzt, wo auch die Herrschaften des Betriebsrates um ihre freigestellten Pöstchen incl. Däumchendrehen und Augen und Ohren zuhalten fürchten müssen, melden sie sich zu Wort. Wie verlogen ist das denn?
Die Aufgabe des Betriebsrates wäre es gewesen, Alarm zu schlagen, bevor die GEBAG dank der Küppersmühle an die Wand gefahren wurde.
Herr Hof, was da jetzt von Ihnen publiziert wird, ist scheinheilig, um das völlige Versagen des GEBAG-Betriebsrates zu verschleiern und um im Eigeninteresse möglichst unbeschadet aus dem GEBAG-Desaster hervorzugehen. Da scheint eine Seelenverwandtschaft mit Sauerland zu bestehen. Ich könnte wetten, auch Sie haben nie etwas unterschrieben ...
19:34
super herr hof
schließlich steht zu befürchten daß nach dem sauerland-sturz die spd wieder ans ruder kommt
und die hatten die stadt soweit verkommenlassen daß der wähler den adolf geradezu als erlöser verstanden hat
solche landen bekanntlich zwar am kreuz
aber sauerland sollte nicht auch noch für die spd-schiebereien büßen müssen
ehre wem ehre gebührt
und knast wem knast gebührt
die städtischen gesellschaften ersticken im parteien-filz
und damit meine ich cdu spd grüne fdp linke
14:13
Der jahrzehntelange Aufsichtsratsvorsitzender ist doch in der SPD. Reden die alle nicht miteinander?
Wahrscheinlich nicht. Reine Zweckgemeinschaften zum Pöstchen verteilen und Steuergelder einstreichen.
Das ist egal welcher Couleur die Aufsichsträte sind. Im anderen Betrieb mit anderen Aufsichtsräten ist es nicht besser.
14:03
Bravo. Zum Glück gibt es in diser Stadt noch ein paar Leute, die die politischen Entscheidungen richtig einordnen können und sich von den rückratslosen Politikern nicht den Mund verbieten lassen. Ich für meinen Teil wünsche dem GEBAG Betriebsrat und allen Mitarbeitern viel Erfolg. Lasst euch nicht unter kriegen.
10:59
Das würde ich auch so einschätzen. Bei jeder Feierei sind sie vorn dabei (unabhängig von der Parteizugehörigkeit).
Insbesondere bei der Love Parade war das mit der Feierei augenfällig (dokumentiert durch TV-Aufnahmen und durch Fotos). Aber hinterher will es keiner mehr gewesen sein...