Gaumenfreuden aus der Garküche beim ersten Duisburger Street-Food-Festival

In Köln wird das Street-Food-Festival von den Besuchern sehr gut angenommen.
In Köln wird das Street-Food-Festival von den Besuchern sehr gut angenommen.
Foto: Veranstalte
Was wir bereits wissen
Am 20. und 21. März findet im Landschaftspark das erste Street-Food-Festival statt. Geboten wird hochwertiges, frisch und schnell zubereitetes Essen.

Duisburg.. Fettige Pommes, überladene Döner und in Currysoße ertränkte Bratwurst - was gemeinhin unter Fast Food verstanden wird, firmiert nicht gerade unter kulinarischem Hochgenuss. Das geht aber auch anders. Drei Kölner Jungs treten den Gegenbeweis an am 20. und 21. März mit ihrem ersten Street-Food-Festival in Duisburg.

Auf dem Vorplatz der Gießhalle im Landschaftspark Nord laden dann um die 30 Stände dazu ein, sich an frisch zubereiteten Köstlichkeiten zu laben. Frei nach dem Motto „Küchen aller Länder vereinigt euch“ sollen sich die Besucher auf eine Reise um die Welt begeben können, indem sie sich Speisen aus aller Herren Länder zu Gemüte führen.

Konzept stammt zum Teil aus Vietnam

Die Idee zu diesem Markt der Gaumenfreuden hat der Betriebswirt Till Riekenbrauk (29) Anfang 2014 von einem einmonatigen Aufenthalt in Vietnam mitgebracht, bei dem er ausgiebig die auf den dortigen Straßen traditionellen Garküchen getestet hatte. Einen weiteren Mosaikstein für das Konzept des Street-Food-Festivals lieferte ein Flohmarktbesuch Riekenbrauks im Sommer des vergangenen Jahres.

Bei seinen Freunden Vincent Schmidt (28), Hotelfachmann und Fotograf, und dem Physiotherapeuten Mathes Robel (30) musste er keine große Überzeugungsarbeit leisten. „Wir essen eigentlich unheimlich gerne, schon immer. Sobald in Köln ein neues Lokal aufmacht, probieren wir das aus“, erklärt Vincent Schmidt, warum das Trio sich flugs an die Umsetzung der Idee begab.

8000 Facebook-Nutzer haben sich angemeldet

Qualitativ hochwertiges, frisch zubereitetes Essen liegt voll im Trend. Und genau das bietet das Kölner Trio auf seinen Street-Food-Märkten an, aber eben schnell zubereitet und in mundgerechten Portionen für 3 bis 10 Euro, so dass die Besucherzungen sich auch an einer Auswahl verschiedener Gerichten erfreuen können. Bei leiser Hintergrundmusik, denn die Street-Food-Freunde sollen sich schließlich ungehemmt und unabgelenkt aufs Essen konzentrieren können. „Deshalb haben wir das Ganze Festival genannt. Denn wir wollen das Essen auch feiern“, erklärt Schmidt.

Und Tausende wollten da mitfeiern. Nach nur sechs Wochen Vorbereitungszeit stellten die drei Kölner im September 2014 ihr erstes Street-Food-Festival in ihrer Heimatstadt auf die Beine. Zur zweiten Auflage im November auf einem alten Güterbahnhof in Köln-Ehrenfeld hatten sich zwei Wochen vor dem Termin mehr als 8000 Nutzer auf der Facebook-Seite des Festivals für die Veranstaltung angemeldet. Und auch der dritte Streich im Januar dieses Jahres war erfolgreich. So sehr, dass die drei Kölner ihr Festival schon Ende vergangenen Jahres nach Düsseldorf exportierten, wo nun am 7. März das zweite Festival zu erleben ist.

Organisatoren legen Wert auf Ausgefallenes

Dass sie mit ihrem Food-Festival jetzt auch nach Duisburg expandieren, ist für Vincent Schmidt nur folgerichtig: „Für uns war immer klar, auch in andere Städte zu gehen, wenn das Festival gut angenommen wird. Aber wir wollten nicht in eine Stadt, die uns nicht reizt, wo wir uns selber als Gast nicht wohl fühlen würden. Das trifft für uns auf Duisburg nicht zu. Das Ruhrgebiet ist attraktiv.“

Einige bewährte Anbieter mit Essensständen oder rollenden Imbissbuden werden die Kölner mitbringen. Aber für die anderen Stände werden noch Köche gesucht, wobei es keine Rolle spielt, ob sie professionell oder hobbymäßig brutzeln. „Nur leidenschaftlich müssen sie sein“, sagt Schmidt. Und - sie sollten sich auf eine Sache spezialisieren. Denn die Organisatoren legen bei der Auswahl ihrer Anbieter Wert auf Ausgefallenes, Raffiniertes und die feinen Unterschiede. „Wir wollen keine drei Arten von Burger, sondern setzen auf die Vielfalt der Küche“, begründet Schmidt. Schließlich sollen sich die Besucher einmal um die Welt essen können, wenn sie es können.

Bewerber werden noch gesucht

Jeder, der am Herd etwas Besonderes zu bieten hat, egal ob Food Truck, Küchen-Chef oder passionierter Hobby-Koch, kann sich für einen Stand bewerben. Grundvoraussetzung ist ein Gewerbeschein und ein gültiges Gesundheitszeugnis.

Dem Anmeldeformular (zu finden auf: www.street-food-festival.de) sollte auch ein festivaltaugliches Konzept beigelegt werden.