Gala macht auf Vorsorge aufmerksam

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Darmkrebs ist die einzige Krebsart, die man durch frühzeitige Untersuchung behandeln kann. Trotzdem sterben jedes Jahr um die 200 Duisburger an dieser Krankheit. Der Verein „Duisburg gegen Darmkrebs“ hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Bürger über die Wichtigkeit der Vorsorge zu informieren. Um den Verein bekannter zu machen, initiierte „Duisburg gegen Darmkrebs“ am Wochenende mit der Stiftung Lebensblicke, der Selbsthilfeorganisation „Deutsche ILCO e.V.“ und der Stadt Duisburg eine Spendengala im Stadttheater. Rund 100 Gäste waren anwesend, darunter hauptsächlich Ärzte, Krankenkassenvertreter und Fachleute. „Das soll sich aber noch ändern. Wir müssen ja nur erstmal die Leute erreichen“, sagt Jessica Reinertz vom Bethesda-Krankenhaus.

Durch Kontakte wurden verschiedene Gäste angeworben, der wohl bekannteste unter ihnen war Jan Hofer, Nachrichtensprecher der Tagesschau: „Ich denke, dass zu wenig Leute über das Thema Bescheid wissen, obwohl es ja eigentlich genug Informationen gibt. Aber Krebs ist ein unappetitliches Thema, genauso der Darm.“

Musikalisch untermalen sollte die Gala die Duisburgerin Judy Rafat, doch wegen einer plötzlichen Erkrankung sprang Silvia Droste aus Herne ein. Gemeinsam mit dem Pianisten Thomas Rückert und dem Bassisten Reza Askari lud sie das Publikum mit Jazz-Musik zum Träumen ein. Dirk Scheffel wurde als schnellster Xylophonist des Universums anmoderiert und macht ordentlich Stimmung. Un der ortskundige Kabarettist Okko Herlyn nimmt die typische Duisburger Art aufs Korn.

Neben den lustigen Seiten des Abends stand selbstverständlich der Darmkrebs im Fokus. So erzählte eine Betroffene, die heute als geheilt gilt, von ihren Erfahrungen. Sie habe weder geraucht, noch viel getrunken, noch eine unausgewogene Ernährung gehabt. Trotzdem habe es sie getroffen. Verschiedene Vorträge machten deutlich, wie wichtig Vorsorge ist. Bestimmte Untersuchungen werden ohnehin von der Krankenkasse bezahlt.

Da ein großer Teil des Eintrittspreis für das Menü verwendet wird, gibt’s an dem eine Tombola. Es soll eine große, touchscreen-ähnliche Leinwand gekauft werden, durch die sich Duisburger über die Vorsorge informieren können. Die soll in die Duisburger Krankenhäuser auf Wanderschaft geschickt, so dass der Verein seinem Ziel näher kommen kann: Die Zahl der Darmkrebserkrankungen drastisch zu senken.