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Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen

29.12.2012 | 15:00 Uhr
Funkstille bei den Parteien - oder:  Lasst Magnolien blühen
Foto: Rainer Helbig

Duisburg . Das Jahr 2012 sollte für einen Neuanfang stehen, so wollten es die Bürger, die CDU-OB Sauerland abwählten. Doch die Monate danach brachten dann eher negative Schlagzeilen.

Pfusch in der Mercatorhalle, Sorgen beim Lehmbruck-Museum, Streit um Personalgekungel, Spardebatten und ihre Beschlüsse, Krise beim MSV. Duisburger Höhepunkte wie 500 Jahre Mercator oder 100 Jahre Stadttheater hatten es da schwer, wenngleich großartige Momente wie die Akzente-Eröffnung am Rathaus oder das Open-Air-Konzert zum Theatererjubiläum in Erinnerung bleiben.

Dem Jahr 2013 ergeht es hoffentlich so wie den 21 Magnolienbäumen, die auf der Bahnhofsplatte an die Opfer der Loveparade erinnern und jetzt noch dürr und blattlos in ihren Kübeln stehen. Sie sollen im Frühjahr blühen, gelten als Zeichen des Lebens, des Aufbruchs. Sie sind ein wohl gewähltes Signal, für ein Gedenken, aber auch für die Zukunft.

Allerdings, diese Zukunft muss gestaltet werden. Dazu braucht es Persönlichkeiten und Menschen. In den Vierteln, in Initiativen – also überall, aber es braucht sie auch an den wichtigen Schnittstellen, in Institutionen, in Firmen, im Rathaus, in der Politik. Doch gerade bei der Politik reduziert sich das „Politik machen“, also das „möglich machen“, auf das Alltagsgeschäft ehrenamtlicher Stadtverordneter, die sich im Rat durch Vorlagen kämpfen müssen. Das ist oft beschränktes Tun.



Kommentare
30.12.2012
20:51
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen... Die Kommentare sind eindeutig...!
von JoachimMutz | #15

Nutzen wir die Zeit VOR dem Jahreswechsel, ziehen wir BILANZ!

1. Sind die Hofberichterstatter auf einem besseren Weg, der Politik den Spiegel vorzuhalten und kommen ihrer Aufgabe besser als bisher nach. Immer noch längst nicht perfekt, aber immerhin. Daher DANKE der WAZ an dieser Stelle und natürlich die "Guten Wünsche fürs Neue Jahr - Weiter so, im Sinne zum Wohl der Bürger!"

2. Ist die Halbjahresbilanz des neuen OB, ist die Halbjahresbilanz des seit einem halben Jahr im Amt stehenden Oberbürgermeisters Sören Link nur als vernichtend zu bezeichnen!

Der Bundespräsident Joachim Gauck fordert die Bürger zu mehr Mut und Engagement auf (!) - OB Sören Link hingegen wehrt Bürgerideen und Bürgerbegehren ab! Für Kritik hat er angeblich Verständnis - stellt seine Kritiker aber öffentlich in die Ecke von "Meckerern und Querulanten" - "Typisch Duisburg?!"

Die Ministerpräsidenten Hannelore Kraft fordert mehr Anstand und Respekt gegenüber Amtsträgern ein - ahnt sie da was???

"Guten Rutsch!"

1 Antwort
Funkstille bei den Parteien - Frau MP Kraft ist auch in Duisburg gefordert
von rheinruhrbeobachter | #15-1

"Die Ministerpräsidenten Hannelore Kraft fordert mehr Anstand und Respekt gegenüber Amtsträgern ein - ahnt sie da was???"
Sicherlich ahnt die Frau MP Kraft etwas; nur ahnen reicht nicht;

Frau MP Kraft muss ihren Parteifreunden in NRW, insbesondere auch Duisburg deutlich sagen, welche Werte diese als Politiker und Amtsträger mit SPD Parteibuch gegenüber dem Bürger vertreten müssen, um als Sozialdemokraten in der Bevölkerung glaubwürdig zu sein.

30.12.2012
20:32
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von Gut-aufgepasst | #14

von Ahmet Peter Siegel
Die Bürger von DU können Stolz auf sich seien, sie haben mit der Abwahl des OB-Sau. gezeigt das unsere Demokratie funktioniert. Die ganze Welt hat aufgeatmet wie das Ergebnis der Abwahl bekannt wurde. Dank an die Duisburger.
Durch Manipulation, Diskriminierung der SPD und der Medien, haben die DU Bürger sich nicht eine freie Meinung der OB-Kandidaten machen können man hat die Bürger um ihr freies Wahlrecht betrogen. Somit ist vielen Bürgern der Weg zur Wahlurne leider zu weit gewesen. Die dadurch verworfene Chance auf mehr Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung, freieres Agieren in den Ratssitzungen, mehr Bürgerfreundliche Politik zu gestallten und eine Wende der Bürgerfeindlichen Politik einzuleiten, wurde leider dadurch vertan.
2014 besteht vielleicht die Möglichkeit für die DU bei der Kommunalwahl, der zurzeit Bürgerfeindlichen Politik ein Ende zu setzen.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr

30.12.2012
12:50
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von albertus28 | #13

Was zu erwarten war,lieber Herr Schmeer....was allerdings (ein wenig) überrascht,dass es so schnell gehen würde,dass sie so schnell wieder zurückkehren würden,die bleiernen Zeiten ,die Duisburg lähmten,die Zeiten eines Krings,einer Zieling,einer alleinherrschenden Partei,die sich jeden und alle Posten zur Beute machten,vom OB über jeden Sachbearbeiter bis zum Hausmeister.
Und das nachträgliche,unerträgliche Gejammere,ob der Dinge ,die nun eingetreten sind,zeugt entweder von Dummheit,Naivität,oder nur mäßigem Schauspiel-Talent.

30.12.2012
11:02
2013 wird nur besser, wenn wir es wollen!
von rschulz3 | #12

Wir haben bewiesen, dass Duisburger es besser können. Wir haben EINEN unfähigen Oberbürgermeister in die Wüste geschickt.
Dann haben wir geschwächelt und einen falschen ins Rathaus gehievt.
Das muss nicht so bleiben.
Wir müssen dafür sorgen, dass Transparenz in das Rathaus einzieht.
Wir müssen das immer wieder einfordern.
Da sein, wenn Mauscheleien im Rat versucht werden.
Laut protestieren und trillern.
Das hat AS ge- und verstört und ihn zur Unperson gemacht.
Das können wir auch mit Link machen.
Er hat noch ein wenig Zeit sich zu besinnen - auf uns Duisburger zu besinnen.
Ansonsten - wird er weggetrillert.
Also, ein gutes neues lautes 2013!

30.12.2012
10:06
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von phoenixx61 | #11

2012 war das Jahr der politischen Pleiten. Transparenz = 0 und unsere Stadtverwaltung diktiert mit ihren Betonköpfen alles das, was ihrer Meinung nach nicht sein darf, wobei die Damen und Herren teilweise recht komische Ansichten haben.

2012 war das Jahr indem herauskam, wie Autofahrer abgezockt werden und wie handlungsunfähig der "neue" OB eigentlich ist.

2012 war das Jahr, in dem die Parteien uns nichts zu sagen hatten und Menschen in der Zinkhüttensiedlung aufgrund von purem Profitdenken der IMMEO und einigen "Viertelpolitikern" ihre Wohnungen verloren haben und aus ihrem Lebensumfeld gerissen wurden.

2012 war das Jahr das Weichen stellen sollte für eine bessere Zukunft der Stadt aber statt dessen bekommt bei uns jeder 5. Jugendliche zwischen 15 und 25 Hartz IV statt eine Lebenschance.

Und trotz Nothaushalt und aberwitzige Sparvorschläge wird auch weiterhin noch unnütz Geld verschwendet. Die BürgerInnen verstehen die Welt in Duisburg nicht mehr.

Und 2013 wird nicht besser!

30.12.2012
04:16
Wenn der Bürger spricht, dann läuft im Kopf der Bonzen Fahrstulmusik
von Zentrum | #10

Duisburg als steuerproduzierende Kommune Rang 13 ist immer noch interessant für die parteipolitischen Selbstbedienungs- und SelbstdarstellungsmechanikerInnen.

Den politische Entitäten im Kaff traut der erfahrene Bürger im Moment noch so weit, wie man ein Klavier werfen kann.

In Duisburg ist unnatürlich viel schief gelaufen.

Jeder weiß, wenn man keine Ahnung hat oder unter Zeitdruck steht, dann kann da nur Murks bei rauskommen...voila.

Die Bürger in Duisburg sind seit der Neuanfangs-Farce in eine merkwürdige Oppositionsrolle gedrängt worden.

Unsere Kommunal-Volksvertreter sind einigermaßen unrepräsentativ geworden.

Die Performance der politischen Klasse in Duisburg ist derart abschreckend, dass es anmutet, in einem B( ürger )-Movie mitspielen zu müssen, wo man das Ende fast erahnen kann...

Prost Neujahr

Glückauf

29.12.2012
23:27
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von tumlehs | #9

Zu Kommentar 6 (bubble): Vgl. dortige Antwort!

29.12.2012
20:54
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von tourenscout | #8

Sauerlands letzte Worte nach seiner Abwahl waren : Gott beschütze Duisburg.
Diese Worte haben einen Sinn bekommen. Das was an Klüngelei, Postenschieberei us.w. von den Herren betrieben wird, spottet jeder Beschreibung. Alles wird besser, transparenter und offener wurde versprochen. Nichts davon ist bisher geschehen.
Gott beschütze Duisburg

29.12.2012
20:35
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von tumlehs | #7

Lebendige Demokratie mit viel Bürgerbeteiligung
- ein Anspruch unseres Oberbürgermeisters, den er allerdings nur auf Projekte und Planungen bezieht, deren Realisation er selbst nicht stemmen kann (Bahnhofsplatte, Mercatorhaus u.a.). Im Übrigen werden die Bürger mit ihren Anliegen ziemlich abgewatscht, sei es die Bürgerinitiative gegen einen Grundstücksverkauf an der Sechs-Seen-Platte, die Bürgerinitiative für den Erhalt einer beliebten und erfolgreichen Realschule in Walsum o.a.. Gespräche mit den Bürgern werden von Sören Link nur gesucht, wenn er selbst recht konzeptlos ist. Bei allem anderen ist ihm der Bürger anscheinend lästig.
Ein frohes Jahr 2013.

29.12.2012
20:21
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von bubble | #6

Ich wundere mich über das Schweigen der CDU - was hat uns Benno Lensdorf alles versprochen, wenn er gewählt würde als gegenkandidat zu Link.
Nun ist die CDU im Schneckenhaus verschwunden und nimmt ihre Chancen als treibende Kraft der Opposition mit nichts wahr!!!

1 Antwort
Funkstille bei den Parteien - oder: Lasst Magnolien blühen
von tumlehs | #6-1

Recht haben Sie!
Die CDU im Rat der Stadt scheint sich in eine parlamentarische Bedeutungslosigkeit hineinmanövrieren zu wollen.
Beispiel Schulpolitik: Alles, wofür die CDU noch vor Zeiten stand, hat sie über Bord geworfen. Stattdessen dient sie sich Rot-Rot-Grün als Steigbügelhalter für einen schulpolitischen Ritt ins Ungewisse an. Mal schauen, wie sich die Ratsfraktion der CDU positioniert, wenn es in der Ratssitzung im März nach dem Willen von Sören Link, Heiko Blumenthal u.a. um die flächendeckende Zerschlagung der Duisburger Realschulen geht. In den Stadtbezirken jedenfalls wird inzwischen differenzierter gedacht als auf Stadtebene.
Darüber hinaus bleibt für die gesamte Duisburger Kommunalpolitik zu hoffen, dass aus der herrschenden Oligarchie endlich eine Demokratie aufgeklärter Menschen wird.

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