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Herbst

Fünf Spaziergänge für Großstädter tief im Westen

11.10.2012 | 18:14 Uhr
Gehen, durchatmen, abschalten: Wir empfehlen fünf Spazierwege und Naherholungsgebiete, auf beziehungsweise in denen Duisburger, Mülheimer und Oberhausen gleich um die Ecke den Herbst genießen können. Foto: dapd

Duisburg/Mülheim/Oberhausen.  Auf diesen Spazier- und Wanderwegen durch große Wälder und über weite Wiesen können auch die Menschen im Westen des Ruhrgebietes unkompliziert zwischendurch Natur genießen: Wir zeigen, wo sie in Duisburg, Oberhausen und Mülheim per pedes abschalten können.

Der Herbst ist die Zeit der reifen Früchte, bunten Blätter und langen Spaziergänge. Wir stellen Ihnen fünf Spazierwege vor, auf denen Großstadtbewohner aus Duisburg, Mülheim und Oberhausen – Naturfreunde aus den Nachbarstädten freilich auch – per pedes Natur und Ruhe genießen können: eine Route durch das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum (unten), eine Strecke rund um den Lohheidesee und wahlweise bis nach Orsoy (Seite 2 dieses Artikels), einen Abstecher in den Duisburger Stadtwald und den Broich-Speldorfer Wald (3), das Wegenetz im Mülheimer Uhlenhorst (4) und im FFH-Schutzgebiet Hiesfelder Wald in Oberhausen (Seite 5).

Herbstspaziergang durch das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum

Sich auf dem Rheindeich den Wind um die Nase wehen lassen, den Blick auf den Rhein genießen und bei einem Spaziergang durch die Auenlandschaft die Seele baumeln lassen - das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum im Duisburger Norden lädt zu einem Besuch ein.

Die Rheinaue ist wie geschaffen, für Menschen, die die Ruhe und Weite einer idyllischen Auenlandschaft mit kleinen Gewässern, Feldern, Wiesen, typisch niederrheinischen Hecken, Obstbäumen und Kopfweiden schätzen. Nicht zu vergessen, die Bänke, die an den Wegen und auf dem Rheindeich aufgestellt sind und zum Ausruhen einladen.

So groß ist die Walsumer Rheinaue. Foto: Blossey

Die Rheinaue Walsum ist mit rund 500 Hektar das größte Naturschutzgebiet in Duisburg . Sie gehört zum EU-Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“. Ein Teilstück von ungefähr 24 Hektar liegt auf dem Gebiet der Stadt Dinslaken.

Das Naturschutzgebiet bietet vielen Vogel- und anderen teils bedrohten Tierarten Schutz. Alleine aus diesem Grund sollten Besucher unbedingt die in einem Naturschutzgebiet üblichen Regeln einhalten. Bedeutet: Hunde nicht frei laufen lassen und nicht die Wege verlassen, um umzäunte Bereiche zu erkunden. Auch wenn Drachenfliegen im Herbst eine große Verlockung darstellt, rät der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zum Schutz der Tiere davon ab, in den Wiesen am Rheindeich Drachen steigen zu lassen.

Restaurant und Rheinfähre

Dschungel in Duisburg - in der Walsumer Rheinaue. Foto: Milbret

Am südlichen Rand der Rheinaue gibt es einen Parkplatz an der kleinen Wardtstraße. Im Norden des Naturschutzgebiets ist der Parkplatz am Restaurant „Haus Stapp“, das direkt am Rheindeich liegt, ein guter Ausgangspunkt, um das Naturschutzgebiet zu erkunden oder auf dem Deich spazieren zu gehen und die Aussicht zu genießen. Die Adresse: Restaurant Haus Stapp, Rheinaue 53, 46535 Dinslaken. Die Website: www.haus-stapp.de.

Verlässt man das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum in südlicher Richtung über die Königstraße und biegt im Schatten des Kraftwerks Walsum rechts in die Rheinstraße, gelangt man nach kurzer Zeit zum Anleger der Rheinfähre zwischen Duisburg-Walsum und dem idyllischen, niederrheinischen Ort Orsoy, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Eine Fahrt kostet ein Euro pro Person, Kinder bis zehn Jahren zahlen nichts. Radfahrer zahlen zwei Euro. Ein Auto inklusive Fahrer ist mit drei Euro für eine Überfahrt veranschlagt. (JaK)



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