Fünf Freizeittipps für Niederrhein und Niederlande

Schon bei der Eröffnung der Grenzlanddraisine hatten die Besucher Spaß. Auch in den Sommerferien 2012 ist eine Draisinentour über die Grenze einen Ausflug wert.
Schon bei der Eröffnung der Grenzlanddraisine hatten die Besucher Spaß. Auch in den Sommerferien 2012 ist eine Draisinentour über die Grenze einen Ausflug wert.
Foto: Thorsten Lindekamp
Was wir bereits wissen
Wir stellen Ausflugsziele am Niederrhein und im niederländischen Grenzgebiet vor, die einen Besuch wert sind.

Am Niederrhein.. Mit dem Zug über die Bahngleise rattern kann jeder, aber mit der Draisine sieht das schon anders aus. Hier müssen die Besucher selbst strampeln. Im Jahr 2008 eröffnete die Grenzlanddraisine zwischen Kleve, Kranenburg und dem niederländischen Groesbeek. Die Tour "Die Ausgiebige" reicht mit 20 Kilometern von Kranenburg nach Kleve und zurück (oder umgekehrt), "Grenzüberschreitend" ist die elf Kilometer lange Tour mit Hin- und Rückfahrt zwischen Kranenburg und Groesbeek.

Die Draisinenfahrten sind ein Spaß für die ganze Familie oder für noch größere Gruppen. Die Fahrraddraisinen sind für zwei bis vier Menschen, die Clubdraisinen für 9 bis 14 Personen ausgelegt - ideal auch für Geburtstags-, Familien oder Firmenfeiern.

Wer es bei einer Draisinenfahrt alleine nicht belassen will, kann auch verschiedene Pauschal- oder Zusatzangebote hinzu buchen; zum Beispiel die „Düffeltour“ mit Kutschfahrt oder den „Draisinenspaß“ mit einer Stadtführung durch die Schwanenstadt Kleve.

Vorher auf jeden Fall für Draisinenfahrt anmelden

Die Fahrpreise liegen bei zehn Euro montags bis donnerstags beziehungsweise zwölf Euro freitags bis sonntags für Hin- und Rückfahrt pro Person. Kinder bis zwei Jahre zahlen nichts. Kinder von drei bis einschließlich 14 Jahre bekommen einen Nachlass von 50 Prozent. Die Grenzland-Draisine GmbH rät Besuchern auf jeden Fall sich vorher anzumelden.

Ausflugstipps für den Niederrhein und das Grenzgebiet: Die Zoos in Arnheim und Rhenen

Der Burger's Zoo im niederländischen Arnheim nahe der deutschen Grenze bei Kleve und Emmerich entführt in fremde Welten, die Namen tragen wie Desert, Ocean, Mangrove, Bush, Rimba oder Safari. Das Rimba-Areal bringt dem Besucher den malaiischen Regenwald, seine Vegetation und seine Tiere nahe, Ocean zeigt ein tropisches Korallenriff, Desert präsentiert die Sonora- und Mojavewüste von Arizona und dem Norden von Mexiko und Safari macht mit den Löwen und Geparden der ostafrikanischen Savanne bekannt.

Die kleinen Besucher können sich nicht nur die Tiere anschauen, sondern auch spielen, spielen, spielen. Denn zum 99-jährigen Jubiläum eröffnete der Zoo im März 2012 "Burgers' Kids Jungle" - ein komplett überdachter Spielplatz in Form eines süd- und mittelamerikanischen Dschungeldorfs mit Pfahlbauten.Ihren Informationsdurst können Besucher bei einer der Führungen durch den Zoo stillen. Die Führungen können auf dem Internetauftritt des Zoos gebucht werden.

Preise und Öffnungszeiten

  • Kinder bis drei Jahre zahlen keinen Eintritt. Kinder zwischen vier und 19 Jahre zahlen 17 Euro, Erwachsene von 10 bis 64 Jahren 19 Euro und Besucher ab 65 Jahren (mit Ausweis) 18 Euro. Zudem gibt es Gruppentarife und ein Kombiticket von Burger's Zoo und dem Freiluftmuseum "Nederlands Openluchtmuseum". Parkmünzen für den Parkplatz des Zoos gibt es an der Kasse. Sie kosten vier Euro.
  • In der Sommersaison bis 31. Oktober hat der Zoo täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet - auch an Feiertagen.
  • Die Adresse des Burgers' Zoo lautet: Antoon van Hooffplein 1, 6816 SH Arnheim, Niederlande. Telefon:+31 26 442 45 34, Mail an: info@burgerszoo.nl
  • Weitere Informationen - auch in deutscher Sprache - gibt es im Internet unter www.burgerszoo.nl

Ouwehands Tierpark Rhenen nur ein paar Kilometer weiter

Nur cirka 30 Kilometer westlich von Arnheim liegt ein weiterer lohnenswerter Zoo: Ouwehands Tierpark in Rhenen in der Provinz Utrecht.

Im Jahr 1932 wurde der Tierpark gegründet, in diesem Jahr feiert er sein 80-jähriges Jubiläum. Der Zoo hat sich dem Schutz bedrohter und seltener Arten und dem Naturschutz verschrieben. Die Besucher sollen sich die Tiere nicht nur ansehen, sondern auch etwas über die Tiere und den Naturschutz lernen. Daher setzt der Zoo auf pädagogische Arbeit - zum Beispiel mit Informationstafeln, Tiervorstellungen, Spielen und Erklärungen der Tierpfleger.

Neu im Jubiläumsjahr ist die Seelöwenshow "Elements" in der Blue Lagoon. Der Zoo verspricht eine "spritzige Show". Darüber hinaus gibt es unter anderem den Bärenwald, in dem misshandelte Braunbären Zuflucht finden. Den Eisbären können die großen und kleinen Besucher ganz nahe kommen, nur getrennt durch eine Glaswand.

In Ravot Aapia, einem überdachten Spieldschungel, der 4000 Quadratmeter groß und zwölf Meter hoch ist, können Kinder von 0 bis zwölf Jahren spielerisch eine ganze Menge über die Tiere des Zoos lernen. Die älteren Kinder können wie Äffchen über Seile und durch Laufbrücken klettern und am Ende bei den schaukelnden Nestern der Webervögel landen. Die ganz Mutigen wagen sich auf die himmelhohe Rutsche.

Öffnungszeiten und Preise

  • Ouwehands Tierpark ist das ganze Jahr geöffnet. Ab 16 Uhr sind allerdings nicht mehr alle Tiere zu sehen. Die Preise variieren. So zahlen beispielsweise Kinder zwischen drei und neun Jahre 16,75 Euro, Erwachsene 19,75. Ein Tages-Parkscheck kostet 6,50 Euro.
  • Die Adresse lautet: Grebbeweg 111, 3911 AV Rhenen, Niederlande, Telefon: +31 0317 650 200, Mail an: info@ouweland.nl
  • Weitere Informationen (auch auf Deutsch): www.ouwehand.nl
  • Wer nach dem Zoobesuch noch Zeit und Lust hat, kann im kleinen Städtchen Rhenen am Rhein Halt machen und die Atmosphäre in der lauschigen Altstadt genießen.
Ausflugstipps für den Niederrhein und das Grenzgebiet: Xanten, der Archäologische Park, Nord- und Südsee

Die historische Domstadt Xanten und der benachbarte Archäologische Park sind immer einen Ausflug wert. Die Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten - staatlich anerkannter Erholungsort seit 1988 - weist eine über 2000-jährige Geschichte auf. Allein der historische Stadtkern mit seinen kleinen Cafés und dem imposanten Dom laden dazu ein, sich einen schönen Tag in der Stadt zu machen. Darüber hinaus gibt es in Xanten eine Menge zu sehen: das Siegfried- oder das Stiftsmuseum, die Kriemhildmühle, in deren Backstube es frisch gebackenes Brot gibt, und selbstverständlich der gotische Dom Sankt Viktor.

Nur ein paar Kilometer weiter gibt es weitere Attraktionen: der Archäologische Park (APX) samt Römermuseum und die Xantener Nord- und Südsee.

Der APX auf dem Gelände der römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana ist Deutschlands größtes, archäologisches Freilichtmuseum. Hier wird die Geschichte lebendig - unter anderem im Römermuseum, dessen Gebäude alleine schon sehenswert ist. Zudem gibt es einen Abenteuerspielplatz für Kinder, römischen Wochenenden mit vielen Aktionen wie beispielsweise Schuhmachen und Knochenschnitzen und Römertouren bei Nacht (erst wieder ab September).

Keine Gebühr für Parkplatz

  • Eine Eintrittskarte für APX und Römermuseum kostet neun Euro für Erwachsene. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts. Zudem gibt es Familienkarten (18 Euro für Eltern mit ihren eigenen Kindern unter 18) und Gruppenkarten ab zehn Personen.
  • Von März bis Oktober ist der Park täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Während der Öffnungszeiten können die Besucher ihr Auto kostenlos auf den Parkplätzen des Parks und des Römermuseums abstellen.
  • Der Eingang zum Archäologischen Park ist am Rheintor (ehemals Wardter Straße), 46509 Xanten. Der Eingang zum Römermuseum befindet sich an der Siegfriedstraße 39.
  • Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.apx.lvr.de

Badespaß an der Xantener Nord- und Südsee

Wenn das Wetter mitspielt, ist ein Besuch an der Xantener Nord- und Südsee genau das Richtige. Es stehen viele Angebote zur Auswahl: Wasserski-Seilbahn, Segelschule, Hochseilgarten, Tretboot- und Floßfahrten, surfen, tauchen (zu einem Schiffswrack in zwölf Metern Tiefe) oder einfach nur schwimmen im Strandbad.

Ausflugstipps für den Niederrhein und das Grenzgebiet: das Wassermuseum in Arnheim

Wasser kommt - klar - aus dem Wasserhahn und ist Tag und Nacht verfügbar. Dass Wasser jedoch ein kostbares Gut ist, das vermittelt das Wassermuseum im niederländischen Arnheim nahe der deutschen Grenze. Das zeitgenössische und interaktive Museum beschäftigt sich mit den vielen Facetten des Themas Wasser in den Niederlanden und in der ganzen Welt.

Im Wassermuseum können die Besucher abtauchen unter die Erde: Die Wasserwelt ist ein unterirdischer Ausstellungsraum. Mehr als 50 Präsentationen zeigen unter anderem, wie Schleusen und Pumpanlagen Überschwemmungen vermeiden, aus wie viel Wasser der menschliche Körper besteht und wie die Kanalisation funktioniert.

Darüber hinaus gibt es einen Wassserladen mit Souvenirs, ein Wasser-Informationszentrum sowie das Wasserlabor, in dem Kinder sich an den Wochenenden einen weißen Kittel überstreifen und zu Forschern werden können. Wissbegierige können alles über Deichverwaltung, Trinkwasser und Wasserverbrauch der Niederlande und des Rests der Welt erfahren.

Nicht nur das Museum selbst, sondern auch seine Lage ist interessant: Das Wassermuseum befindet sich in einem historischen Gebäude mit alter Wassermühle – inmitten des Parks Sonsbeek. Im Park gibt es neben einem Wasserfall auch einen Wasserspielgarten für Kinder.

Abstecher in die Innenstadt Arnheims

Das Museum ist nicht weit vom Stadtzentrum Arnheims entfernt, einem Abstecher in die Stadt steht daher nichts entgegen.

  • Kinder bis drei Jahre zahlen keinen Eintritt. Kinder von vier bis zwölf 5,50 Euro, Kinder ab 13 Jahre und Erwachsene zahlen neun Euro. Zudem gibt es Gruppentarife. Der Eintritt zum Wasserlabor kostet zusätzlich ein Euro. Das Museum ist außer montags jeden Tag von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
  • Die Adresse: Nederlands Watermuseum, Zijpendaalseweg 26-28, 6814 CL Arnheim, Telefon: +31 / 26 445 25 48, Mail: info@watermuseum.nl
  • Weitere Informationen (in einer abgespeckten Version auch auf Deutsch) gibt es im Internet: www.watermuseum.nl

Ausflugstipps für den Niederrhein und das Grenzgebiet: Wildpark Anholter Schweiz und Wasserschloss Anholt

Da wo der Niederrhein endet und das westliche Münsterland beginnt, liegt die Stadt Isselburg. Auf ihrer Internetseite beschreiben die Isselburger die Lage passend mit den Worten „Herzlich Willkommen in Isselburg, wo Westfalen am Niederrhein liegt“.

Im Isselburger Stadtteil Vehlingen lädt der Biotopwildpark Anholter Schweiz zu einem Ausflug ein. Die Besucher bekommen Wölfe, Luchse, Fischotter, Wisente, Schnee-Eulen, Damwild, Wildschweine, Rotfüchse und viele andere Tiere zu sehen. Insbesondere die Kinder dürften Spaß daran haben, sich die Tiere nicht nur anzuschauen, sondern sie auch zu füttern. Dafür stellt der Wildpark per Futter-Automaten auf die Tiere abgestimmtes Futter zur Verfügung.

Zudem können sich die Besucher der Futterrunde mit dem Tierpfleger anschließen.

Das kosten die Eintrittskarten

  • Kinder ab zwei Jahre bezahlen drei Euro Eintritt, Erwachsene ab 14 Jahre 5,50 Euro. Gruppen ab 15 Personen bezahlen pro Person 4,50 Euro. Im Wildpark kann nicht mit Karte gezahlt werden.
  • Geöffnet ist der Wildpark täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr. Die Parkplätze sind kostenlos.
  • Die Adresse des Parks ist Pferdehorsterstraße 1, 46419 Isselburg.
  • Telefon: 0 28 74 / 45 35 5
  • Weitere Informationen: www.anholter-schweiz.de

Mitten im Biotopwildpark Anholter Schweiz liegt auch der Anholter Bärenwald. Der Bärenwald wurde 1999 errichtet, nachdem Carl-Philipp Fürst zu Salm-Salm sich bereit erklärt hatte, das 2,5 Hektar große Waldstück zur Verfügung zu stellen. Die Braunbären und die Kragenbären, die dort leben, wurden alle aus schlechter Haltung gerettet.

Vorbeischauen beim Wasserschloss Anholt

Den Besuch im Wildpark können Besucher gut mit einem Abstecher ins nahe gelegene Wasserschloss Anholt verknüpfen.

Das Museum des Wasserschlosses hat eine Bildersammlung zu bieten, die nach Angaben des Museums mit über 700 Gemälden als die größte, historisch gewachsene private Bildersammlung NRWs gilt. Werke niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts wie Rembrandt, Jan van Goyen, Gerard ter Borch, flämischer Künstler (J. Breughel der Jünger), deutscher (Bartholomäus Bruyn, Holbein, Jobst Harich), spanischer (Murillo) und italienischer Meister(Carlo Dolci, Salvator Rosa) sind auf der Wasserburg Anholt zu finden.

Darüber hinaus können Besucher Sammlungen mit chinesischem, japanischem, holländischem und deutschem Porzellan des 17. und 18. Jahrhunderts sowie Renaissance- und Barockmöbel bestaunen. Das Museum kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die Führungen finden stündlich zwischen 11 und 16 Uhr statt, sonntags noch öfter. Montags ist das Museum geschlossen.

Irrgarten im Park

Die Wasserburg wird umrahmt von mehreren Barockgärten und einer großzügigen Parkanlage. Für Kinder ist der Irrgarten mit seinem 470 Meter langen Weg durch das grüne Labyrinth eine reizvolle Herausforderung.

Erwachsene zahlen für das Kombiticket - Museum & Park - zehn Euro. Der Besuch des Parks allein kostet fünf Euro (Museum acht Euro). Gruppen ab 15 Personen zahlen pro Person acht Euro für den Eintritt zum Museum und zum Park. Das Ticket für den Park kostet vier Euro, fürs Museum sechs Euro. Kinder zwischen vier und zwölf Jahre zahlen acht Euro für Museum und Park. Der Besuch des Parks alleine kostet drei Euro, ebenso der Besuch des Museums.

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