Fünf Bands aus fünf Ländern treffen sich in Duisburg

Bei „Bochum total“ bewiesen Käpt’n Moby schon, dass ihre Musik das Publikum live mitreißen kann.
Bei „Bochum total“ bewiesen Käpt’n Moby schon, dass ihre Musik das Publikum live mitreißen kann.
Foto: Funke Foto Services
Zum 23. Mal finden ab Samstag in Duisburg Bands aus verschiedenen Ländern zusammen, um beim „Euro Rock“ neue Formationen zu bilden.

Duisburg.. Peter Bursch kann sich jetzt schon ausmalen, was am Samstagabend passieren wird: Die Musiker von fünf Bands aus fünf Ländern sollen sich eigentlich nur gegenseitig ein paar Stücke vorspielen, „aber es wird in einer riesigen Jam-Session enden“, erzählt er. Bursch weiß, wovon er redet, schließlich ist der Duisburger zum 23. Mal beim „Euro Rock“ dabei – einem Projekt, dass junge europäische Musiker zusammenbringen soll.

Aus der Taufe gehoben haben es Gitarrenlegende Bursch und Thomas Krützberg. „In zwei Jahren feiern wir Silberne Hochzeit“, sagt der heutige Kulturdezernent. Durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren und dem Engagement von Bursch sowie Daniel Jung vom Kulturbüro sei es gelungen, den „Euro Rock“ als eine „mehr als strahlende Veranstaltung im vielfältigen Kulturkalender der Stadt Duisburg zu etablieren“, erklärt Krützberg. Man habe ein „nachhaltiges Kulturprojekt“ geschaffen, kein Leuchtturmprojekt, das nach dem Auslaufen von Fördergeldern schnell wieder verglüht.

So wächst die "Euro-Rock"-Familie jedes Jahr

Am einwöchigen „Euro Rock“ nehmen aus Duisburg Käpt’n Moby, aus England Battery Hens, Medicine Maze aus den Niederlanden, Rained aus Russland und aus Calais No Thank You teil. „Wir haben keine konkreten Erwartungen an das Projekt, sondern freuen uns einfach darauf, neue Leute kennenzulernen und das Experiment zu wagen, die Bands durchzumischen“, erzählt Patrick Zielonka von Käpt’n Moby. Gleich am zweiten Tag werden im Parkhaus Meiderich, der traditionellen „Euro Rock“-Basis, die Musiker neu zusammengestellt zu europäischen Bands. In diesen Formationen absolvieren die Teilnehmer Konzerte und nehmen neue Songs auf, täglich arbeiten sie in Workshops mit verschiedenen Dozenten. Auch hier wird die Nachhaltigkeit des Projekts deutlich: Ein Dozent, der Duisburger Andreas Klees, war mit der Band The Bonny Situation einst selbst Teilnehmer des „Euro Rock“. Und der Schlagzeuger dieser Band hat Patrick Zielonka und Käpt’n Moby die Teilnahme am Projekt empfohlen. So wächst die „Euro Rock“-Familie jedes Jahr.

Bekannte Hersteller von Musik-Equipment

Inhaltlich sei es in all den Jahren nie schwer gewesen, das Projekt auf die Beine zu stellen, erklärt Bursch, gute Bands finde man in den befreundeten Städten Perm, Calais, Portsmouth und Nijmegen zur Genüge. Nur die Finanzierung bereite jedes Jahr Schwierigkeiten. Deshalb bedankt sich Bursch bei den Duisburger Partnern wie der Sparkasse, der Fasel-Stiftung, Rheinfels, dem Frischekontor, den Wirtschaftsbetrieben und Haniel. Mit Peavey und Engl sind aber auch bekannte Hersteller von Musik-Equipment mit im Boot.

In ihren ursprünglichen Besetzungen sind die Bands am Sonntag um 12 Uhr beim Stadtfest zu sehen.

Die „Euro“-Bands spielen am Mittwoch, 22. Juli, im Parkhaus Meiderich und am Donnerstag, 23. Juli, im Ruhrorter „Zum Hübi“ (jeweils um 20 Uhr, Eintritt frei).

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