Frachter drohte vor Ruhrschleuse in Duisburg zu sinken

Der Frachter drohte vor der Ruhrschleuse Pontwert zu sinken. Die Feuerwehr und eine Fachfirma verhinderten das .
Der Frachter drohte vor der Ruhrschleuse Pontwert zu sinken. Die Feuerwehr und eine Fachfirma verhinderten das .
Foto: Stephan Eickershoff/ Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Vorfall am frühen Sonntagmorgen
  • Niederländisches Frachtschiff schlug in Ruhr-Mündung leck
  • Feuerwehr rückt auch mit Tauchern aus

Duisburg.. Bei der Einfahrt vom Rhein in die Ruhrmündung ist am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr der mit Schrott beladener Frachter „Malesri“ aus den Niederlanden leck geschlagen. Die Feuerwehr und eine Fachfirma verhinderten das Sinken des Schiffes vor der Ruhrschleuse Pontwert. Menschen wurden nicht verletzt.

Vermutlich hatte der Frachter angesichts des Hochwassers bei der Einfahrt in die Ruhrmündung Kontakt mit den Steinen am Ufer und sich dabei mehrere kleine Lecks am Heck zugezogen. Nachdem die Versuchs gescheitert waren, das eintretende Wasser mit eigenen Mitteln abzupumpen, hatte der Schiffseigner kurz nach 8 Uhr die Feuerwehr alarmiert.

Ölschlängel vorbereitet

Die Taucherstaffel, eine Löschgruppe und das Feuerlöschboot rückten zur Einsatzstelle aus. Sie konnten das Schiff sichern und ein weiteres Absinken verhindern. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte vor Ort. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass mit dem das abgepumpten Wasser auch Betriebsstoffe auslaufen, wurden vorsorglich sogenannte Ölschlängel vorbereitet. Damit kann das Schiff umschlungen und die Ausbreitung auslaufender Betriebstoffe verhindert werden. Das war jedoch nach Absprache mitder Unteren Wasserbehörde nicht erforderlich.

Mit Unterstützung einer Fachfirma konnte das Leck zunächst provisorisch mit einem Lecksegel abgedichtet werden. So wurde eine Reparatur des Schadens möglich, die dem Frachter zumindest die Weiterfahrt bis zum Löschen seiner Ladung im Duisburger Hafen ermöglichte.