Fotografien – reif für die Ausstellung

Die Heimat-Akzente sind zwar vorbei, aber das Thema beschäftigt nach wie vor. Auch die Teilnehmer des VHS-Fotokurses für Menschen, die seit 25 Jahren und mehr kontinuierlich fotografisch arbeiten und unter der Leitung von Henrietta Weithorn eine Ausstellung realisieren, haben sich damit auseinander gesetzt. Die Ausstellung „Heimart“, die in der Galerie „Ganz oben“ beim Kunstverein Duisburg am Weidenweg 10 gezeigt wird, stellt sieben ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Thema vor.

Zur Vorbereitung gehörte, eigene Vorstellungen zum Thema Heimat zu entwickeln. Es wurden Ausstellungen besucht, bei fünf Treffen Bildfindung, Handschrift und Inhalt diskutiert, und es ging um ganz handfeste Dinge wie beispielsweise die Frage nach dem richtigen Material.

„Für mich war es ein Schritt, mich weiterzuentwickeln“, sagt Martin Strathmann. Ihn interessiert, wie seine Bilder ankommen. Seine Industrie- und Landschaftspanoramen sind grundsätzlich schwarz-weiß, er setzt nur einen Farbakzent auf ein Gebäudeteil, das damit stimmungsvoll betont wird. Für Astrid Lange ist Heimat eine bewegliche Verbindung; ihre verschwimmenden Bilder gehen in Richtung Abstraktion. Mit Spiegelungen arbeitet Marion Deckert, die wegen der vielen Aspekte des Themas die Motive collagenartig zusammenbringt.

Peter von der Forst porträtiert lesende Menschen. Markus Klos zeigt verfallende Gebäude, deren Farbwirkung er in Richtung Grau verändert hat und druckt sie auf grauen Karton – sehr malerisch. Die Schönheit des Verfalls zeigt auch Markus Klos, der in seiner oberschlesischen Heimat und in Duisburg verlassene Gebäude fotografiert hat. Die Schönheit seiner Duisburger Heimat wiederum rückt Michael Theis in den Fokus: Idyllische Blicke aus dem Fenster in der Einschornsteinsiedlung. Für Thorsten Häsler ist das Stadion des 1. FC Köln ein Stück Heimat. Seine Architekturfotografie wandelt auf den Spuren der berühmten Bechers.