Flüchtlingsheim: Bürger fordern mehr Transparenz

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Neuenkamp/Mitte..  Der Bürgerverein Neuenkamp wünscht sich mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation bezüglich der Unterbringung von Asylbewerbern. Die ehemalige Hauptschule Paul-Rücker-Straße soll zu einem Flüchtlingsheim umgebaut werden (wir berichteten). Ihre Forderung machten die Mitglieder mit einer Unterschriftenliste deutlich, in die sich 925 Bürger eintrugen. Weiterer Wunsch: Die Stadt soll weitere alternative Standorte für Flüchtlingsunterkünfte in der Umgebung offen benennen.

Stadtdirektor Reinhold Spaniel nahm die Liste entgegen und sprach mit Vertretern des Bürgervereins. Eine Veröffentlichung möglicher Standorte lehnt er ab. „Wenn wir 30 Einrichtungen prüfen, werden wir nicht alle 30 den Bürgern vorstellen, wenn schließlich doch nur zwei Gebäude in Frage kommen.“

Sascha Westerhoven, Vorsitzender des Bürgervereins, betonte, dass man in Neuenkamp keinesfalls gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in der früheren Schule sei. „Wir wollen nur zukünftig von der Stadt ins Boot genommen werden und schnell über Entscheidungen informiert werden“, sagt er.

Hermann Weßlau, Verbandsvorsitzender der Duisburger Bürgervereine, ergänzt: „Dann können wir für Ruhe unter den Bürgern sorgen und deren Fragen beantworten“, sagt er. Spaniel sicherte zu, künftig enger mit den Vereinen zusammenarbeiten zu wollen: „Wir freuen uns grundsätzlich über jede Hilfe.“