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Flops und Perlen im UCI

10.10.2008 | 17:38 Uhr

Jeden Mittwoch stehen über 100 "Sneaker" in der Nähe des Hauptbahnhofs.Nicht etwa Turnschuhe, sondern abenteuerlustige Kinogänger sind gemeint

Jens Feldkamp (l.) und Björn Lingstaedt (r.) unterhalten jeden Mittwoch eine eingeschworene Gemeinschaft von Stammgästen - Neulinge herzlich willkommen. Foto: WAZ, Stephan Eickershoff

ÜBERRASCHUNGSFILME FÜR HARTGESOTTENE Die Krise der Filmindustrie - den Raubkopierern sei's verdankt - ist in der UCI Kinowelt am Bahnhof angekommen. Mittwoch nahm sie Platz in Saal 6, einem der kleineren Kinosäle. Wie jede Woche lief die Überraschungspremiere. Seit 1998 füllt sie hier die Säle - nur eben immer kleinere.

In der "Sneak Preview" (engl. "to sneak" - schleichen, "preview" - Vorschau) läuft mittwochs ein Überraschungsfilm vor seinem Bundesstart. Was die Besucherzahlen betrifft, so ist es ein ständiges Auf und Ab. Der harte Kern der "Stamm-Sneaker" lässt sich zwar durch nichts von seinem Vergnügen abhalten. Einige sind seit Jahren dabei, schauen neugierig und praktisch schmerzfrei jeden Film, der da kommt. Nicht jeder aber ist so flexibel, "seiner Sneak" so treu. Aus Angst vor vorzeitiger Veröffentlichung ihrer Filme im Internet und einhergehenden Profiteinbußen geben die Verleiher nur noch selten cineastische Highlights zur Überraschungspremiere frei. "Die Zeiten von 'Findet Nemo' und 'Shrek' in der Sneak sind vorbei", sind sich Jens Feldkamp und Björn Lingstaedt einig. Die beiden sind als Moderatoren dabei, montags in Bochum und mittwochs in Duisburg.

Die Seltenheit solcher Produktionen in der Preview hält inzwischen viele Besucher fern. Das Schöne an der Sneak ist eben, dass man mitunter Filme sieht, die man ohne sie nie kennen gelernt hätte.

Da sind versteckte Perlen dabei, aber auch haarsträubende Flops. Das ist es, was das Stammpublikum bei der Stange hält. Das und die Moderatoren, die sich, mal mehr, mal weniger gelungen, durch den Abend witzeln.

Sie führen Neulinge in die Sneak-Gemeinschaft ein, veranstalten Ess- und Quizwettbewerbe. Preise gibt es auch. Dass ihre Sprüche dabei oft unter die Gürtellinie gehen, ist Björn und Jens egal. Ein paar Beschwerden gibt es immer - zum Beispiel online, im StudiVZ, wo sich eine Gruppe beleidigter "Opfer" des Vorprogramms gebildet hat. Unter dem Namen "Nie wieder Sneak Duisburg (UCI) - Verarschen kann ich mich alleine" sind ihr sieben aufgebrachte Mitglieder beigetreten - und zwei Moderatoren mit Hang zur (Selbst)Ironie.

Ein Glückstag für die beiden war der letzte Mittwoch, als die Neulinge Susann und Micha mit allerhand intimen Details während eines Paarspiels den Saal zum Lachen brachten. Sie gingen dafür mit Freikarten nach Hause. Ob aber miteinander, kann nach Michas freizügigen Antworten zum Thema Sexualpraktiken nicht garantiert werden.

Von Lisa Radel

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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