Flic Flac in Duisburg: Aufbau im Sturm

Mit vereinten Kräften: Rund 35 Mitarbeiter sind für den Aufbau zuständig und trotzen dem Wetter.
Mit vereinten Kräften: Rund 35 Mitarbeiter sind für den Aufbau zuständig und trotzen dem Wetter.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wetter bereitet Probleme. Bis zur Premiere soll aber alles fertig sein. Zirkus präsentiert seine Jubiläumsshow auf dem Platz neben dem Hauptbahnhof.

Duisburg..  Sturmböen fegen an diesem Dienstag mittags auch über den Platz neben dem Hauptbahnhof. Das Wetter erschwert sichtlich die Aufbauarbeiten des Zirkus Flic Flac. Die rund 35 Mitarbeiter ziehen ihren Job trotzdem unerschrocken durch. Gerade werden die 21 Meter hohen Masten für das Hauptzelt des hochgezogen. Alles noch im Rahmen, versichert Betriebsleiter Uwe Struck. „Die Zeltplanen bleiben aber erst einmal unten, der Rest liegt in unserem Ermessen. Die Sicherheit geht allerdings natürlich immer vor“, so Struck. „Nur bei Windgeschwindigkeiten über 130 km/h dürfen wir nicht spielen.“ Die ganze Crew geht davon aus, dass es soweit nicht kommt.

Bis zur ersten Vorstellung am kommenden Samstag um 16 Uhr ist auch noch ein bisschen Zeit, es gibt aber noch jede Menge zu tun. Wegen der Sturmschäden stecken einige Transporter auf den Autobahnen im Stau. „Wir hängen ein bisschen im Plan“, sagt Struck. „Aber bis zur Bauabnahme am Donnerstag schaffen wir das.“

Tourneeleiter Rudi Bauer jedenfalls freut sich nach dem großen Erfolg beim letzten Gastspiel des Zirkus vor zwei Jahren im Rheinpark auf das Duisburger Publikum und über die neue, zentrale und exklusive Lage am Hauptbahnhof. Dort erwartet die bis zu 1300 Zuschauer diesmal die seit Herbst laufende Jubiläumsshow „Höchststrafe – 25 Jahre Flic Flac“ mit 35 Artisten aus sieben verschiedenen Nationen. Zu den Höhepunkten gehört der Auftritt von zehn waghalsigen Motorradfahrern, die im „Globe of Speed“ – einer Stahlkugel mit einem Durchmesser von nur 6,40 Metern – rauf, runter, kreuz und quer rasen. Die tollkühnen Jungs haben 2013 mit dieser Nummer den Weltrekord geholt.

Irrwitzige Darbietungen

Irrwitzig wird es auch, wenn die fliegende Zweirad-Truppe der „Mad Flying Bikes“ durchs Zelt die Rampe hochjagen, in der Luft unglaubliche Drehmanöver und Rückwärtssalti zelebrieren und ihre Maschinen oben unter der Zirkuskuppel mal eben zur Seite drehen. Spektakulär sollen auch die artistischen Auftritte auf einer mit Luft gefüllten Matratze und an einer so genannten russischen Schaukel sein.

Während sich Comedy-Jongleur Steve Eleky mit seinem unwiderstehlichen Humor von der temporeichen und schrill-lauten Action-Show bewusst abhebt, zählen die akrobatischen Darbietungen von Larissa und Tatjana zu den ästhetischen Darbietungen des Programms. Sie sind die Töchter des Zirkusdirektors Benno Kastein, der Flic Flac mit seinem Bruder Lothar am 5. Oktober 1989 Jahren in Oberhausen aus der Taufe hob.