Flagge zeigen gegen weitere Pegida-Demos in Duisburg

Neben den Bläsern der Duisburger Philharmoniker stand am Montag Superintendent Armin Schneider (mitte) auf der Bühne bei der Kundgebung am Theater der Stadt.
Neben den Bläsern der Duisburger Philharmoniker stand am Montag Superintendent Armin Schneider (mitte) auf der Bühne bei der Kundgebung am Theater der Stadt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Initiatoren der Duisburger Gegendemos denken für die nächsten Montage über alternative Veranstaltungsformen nach.

Duisburg.. Pegida hat bereits angekündigt, nun wöchentlich in Duisburg marschieren zu wollen. Das stellt die Organisatoren der Gegendemonstrationen, das „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“, das „Netzwerk gegen Rechts“, die „Initiative gegen Duisburger Zustände“, vor Herausforderungen. Während das Netzwerk gegen Rechts bereits zu einer weiteren Demonstration am Freitag aufgerufen hat, wollen sich die Organisatoren der Großveranstaltung am Theater, noch einmal genauer besprechen.

„Wir springen nicht über jedes Stöckchen, das uns Pegida hinhält“, betont Superintendent Armin Schneider. „Wir haben deutlich gezeigt, dass Pegida in Duisburg nicht willkommen ist.“ Allerdings wollen er und die anderen Initiatoren des „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ auch über alternative Veranstaltungsformen nachdenken. Es werde schwierig, die Stadtgesellschaft wöchentlich in dieser Zahl auf die Beine zu bringen. Armin Schneider und seine Bündnis-Kollegin Angelika Wagner sprechen mit Blick auf die verletzten Polizisten ihr Bedauern aus – und haben bereits ihre Genesungswünsche an die Beamten auf den Weg geschickt.

Keine gemeinsame Demo denkbar

Johanna Goldmann von der Initiative gegen Duisburger Zustände zeigt sich indes auch irritiert, dass die Polizist die Veranstaltung vor dem Kaufhof „gestürmt“ habe – in der Annahme, dass Störer, die an der Güntherstraße für einen Zwischenfall sorgten, zu ihrer Initiative gehörten. „Da hätten wir uns einen anderen Umgang gewünscht. Das können wir nicht überblicken, ob das Leute von unserer Veranstaltung waren.“ Eine gemeinsame Demo, etwa mit den anderen Gruppen, werde es aber wohl nicht geben. Johanna Goldmann führt das vor allem auf inhaltliche Differenzen mit dem „Netzwerk gegen Rechts“ zurück.

Zumindest das „Netzwerk gegen Rechts“ richtet sich darauf ein, ebenfalls in den nächsten Wochen regelmäßig Flagge zu zeigen. Netzwerk-Sprecher Thomas Zmrzly prognostiziert: „Ich geh‘ davon aus, dass Pegida noch vier, fünf Mal es schafft, in gleicher Stärke aufzumarschieren. Allerdings sind auch viele Touristen darunter. Derzeit läuft bei Pegida auch eine Auseinandersetzung über die politische Richtung.“