FDP hält Rheinort für „sprachlich misslungen“

In Hochfeld am Rheinufer soll ein komplett neuer Stadtteil entstehen, rund 3600 Wohneinheiten sind hier in den kommenden Jahren geplant. Die Politik soll zu dem Mega-Projekt in der kommenden Woche einen Masterplan beschließen, den Grundstückseigentümer Arcelor-Mittal und die Stadt über drei Jahre lang ausgearbeitet hatten. Doch im Vorfeld gibt es erstmals kritische Stimmen zu dem Vorhaben. FDP-Politiker Frank Albrecht hat seine Zweifel, ob die vorgesehene Form der Wohnhäuser tatsächlich die gewünschte „hohe Qualität“ eines „attraktiven Stadtquartiers“ erfüllt. Albrecht hat die Pläne jetzt als „trabantenstadtartige Blockrandbebauung“ bezeichnet. Und auch mit dem Namen „Rheinort“ für das gewaltige Bauvorhaben haben die Liberalen ihre Probleme: Für „sprachlich misslungen“ hält ihn Albrecht, weil der Namenszusatz „Ort“ eine Ansiedlung an einer Flussmündung bezeichne wie Ruhrort oder Angerort. Zudem schaffe der neue Titel eine künstliche Grenze zu Alt-Hochfeld. Dabei sei das Areal immer ein Teil Hochfelds gewesen. Wolle man den Stadtteil wirklich unterstützen, so Albrecht, sollte man auch begrifflich daran festhalten.

Wie Projekt-Chef Eric Rosin erklärt, habe man mit dem Namen „bodenständig“ bleiben wollen.