Familienvater fährt in den Gegenverkehr - vier Tote

Bei einem schweren Autounfall sind in Duisburg vier Menschen ums Leben gekommen. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Bei einem schweren Autounfall sind in Duisburg vier Menschen ums Leben gekommen. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Foto: Stephan Eickershoff/ Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei einem schweren Unfall auf der B288 zwischen Duisburg und Krefeld sind am Sonntag zwei Autos frontal aufeinander geprallt. Vier Insassen starben.

Duisburg.. Vier Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall am Sonntagabend in Duisburg gestorben. Ein Mädchen ist schwer verletzt worden. Zwei Autos waren in Duisburg Huckingen auf der Bundesstraße 288 in Fahrtrichtung Krefeld-Uerdingen frontal zusammengestoßen. Insgesamt waren vier Autos in den Unfall verwickelt. Eine Person wurde dabei aus dem Auto geschleudert. Vier Fahrzeuginsassen wurden in den Fahrzeugen eingeklemmt, teilte die Duisburger Feuerwehr am Sonntagabend mit. Vier der Insassen starben an den Folgen des Unfalls.

Nach Angaben eines Zeugen war gegen 20.36 Uhr ein 47-jähriger Mercedesfahrer mit seinem 16-jährigen Sohn und seiner 15-jährigen Tochter auf der B228 unterwegs, als er mit dem vorausfahrenden Skoda eines 26-Jährigen zusammenstieß. Anschließend schleuderte der Mercedes auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal in einen schwarzen Opel Agila. Der 87-jährige Fahrer des Opels, seine 86-jährige Beifahrerin sowie der Mercedes-Fahrer starben am Unfallort. Der 16-jährige Sohn kam zwischenzeitlich in die Uni-Klinik nach Düsseldorf, wo er noch in der Nacht ebenfalls verstarb. Das 15-jährige Mädchen wurde schwer verletzt in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg gebracht.

B288 war bis weit nach Mitternacht gesperrt

Die Unfallstelle auf der Krefelder Landstraße zwischen der Düsseldorfer Landstraße und der Straße Am Heidberg auf der B288 war zwischen 20.40 Uhr und 2.50 Uhr gesperrt. Die Feuerwehr war mit 22 Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Zur Versorgung der Patienten wurden zwei Rettungshubschrauber, vier Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge eingesetzt. Den Helfern standen zudem Notfall-Seelsorger des Psychosozialen Dienstes zur Seite.

Mercedes-Fahrer war zu schnell unterwegs

Die Ermittlungen der Unfallursache dauern weiterhin noch an. Polizei und Sachverständige des Landeskriminalamts haben am Montagmittag eine größere Spurensuche gestartet. Aus einem Hubschrauber heraus machten sich die Ermittler per Übersichtsaufnahmen ein Bild von der Unfallstelle. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet. Fest steht nach Angaben der Polizei aber, dass der Mercedes-Fahrer zu schnell gefahren ist.

Nach Angaben der Polizei war der Unfall auf der B228 der erste seit mindestens einem Jahr, bei dem Menschen zu Tode gekommen sind. (MP/dae/sat/lin)