Familie bei Brand vom Balkon gerettet

Die Feuerwehr hat am Silvesterabend eine fünfköpfige Familie aus einem dreistöckigen Wohnhaushaus an der Fischerstraße in Wanheimerort gerettet, in dem im zweiten Geschoss ein Schlafzimmer in Flammen stand. Gegen 18.50 Uhr ging bei der Leitstelle der Alarm ein. Da war das Treppenhaus schon völlig verqualmt und damit der Fluchtweg für die Familie versperrt. Über eine Drehleiter und mit Schutzhauben durch das Treppenhaus rettete die Wehr die beiden Erwachsenen und die drei Kinder, zwei Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren sowie ein vierjähriger Junge, die sich im Dachgeschoss auf den Balkon geflüchtet und um Hilfe gerufen hatten. Alle fünf blieben weitgehend unverletzt, wurden aber nach einer ersten Untersuchung durch den Notarzt wegen möglicher Rauchvergiftungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei ist der Brandherd vermutlich im Schlafzimmer der 43-jährigen Wohnungsinhaberin entstanden. Die Polizei entnahm der Frau, die offenbar betrunken war, eine Blutprobe.

Weit weniger glimpflich verlief der Silvesterbesuch einer 17-jährigen Duisburgerin bei ihrer 16-jährigen Freundin im ostwestfälischen Vlothto. Bei einem Brand in dem Haus, in dem sich die beiden jungen Mädchen aufhielten, wurde die Duisburgerin lebensgefährlich verletzt. Die 16-jährige und ihr 79 Jahre alter Großvater starben in den Flammen. Die beiden Mädchen hatten noch die Feuerwehr alarmiert, als der Brand ausbrach, aber der Fluchtweg aus dem Haus war versperrt. Die 17-Jährige musste von den Rettungskräften reanimiert werden.

Als eher ruhig bezeichneten Polizei und Feuerwehr in Duisburg die eiskalte Silvesternacht, die mit reichlich Raketen und Böllern in allen Stadtteilen gefeiert wurde. Was nicht bedeutet, dass Ordnungshüter und Brandbekämpfer die Hände in den Schoß legen konnten. Bis sechs Uhr morgens verzeichnete die Feuerwehr 89 Einsätze für die Rettungsdienste. Eine Reihe Betrunkener musste ins Krankenhaus gebracht werden. Dort landeten auch etliche „zweite Sieger“ von nächtlichen Schlägereien, so einer Feuerwehr-Sprecher.

Die Polizei verzeichnete 30 Schlägereien ohne größere Verletzungen. Ferner rückte sie zu 17 Sachbeschädigungen, überwiegend durch Feuerwerkskörper aus. In knapp 50 Fällen musste sie bei Ruhestörungen eingreifen, ebenso bei sechs Fällen häuslicher Gewalt.

Schwerwiegend war ein Brand an der Bleibtreustraße in Mittelmeiderich. Dort waren laut Feuerwehr offenbar abgestellte Müllbehälter in einer Hofzufahrt durch Raketen in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Rückfront des Hauses über und entzündeten die Wärmedämmung des Hauses. Es entstand beträchtlicher Schaden. Auch zwei Pkw gingen in der Nacht in Flammen auf.