Fachleute entdecken immer mehr Mängel in der Mercatorhalle
29.11.2012 | 19:30 Uhr 2012-11-29T19:30:00+0100
Duisburg. Die Sanierung der Brandschutzmängel in der Mercatorhalle wird wohl noch umfangreicher und damit auch teurer. Wegen der vor kurzem entdeckten Mängel im Kleinen Saal, könnte es notwenig werden, die komplette Innenverkleidung abzunehmen. Nicht auszudenken, wenn das auch im Großen Saal nötig wäre.
Der Mercatorhalle drohen im schlimmsten Fall weitere umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Dann müsste im Kleinen Saal nicht nur in den Flucht- und Rettungswegen der Brandschutz erneuert werden, sondern die komplette Innenverkleidung des Veranstaltungssaales abgenommen werden. Nicht auszudenken, wenn das auch später für den Großen Saal der Mercatorhalle nötig wäre.
Diese neuerlichen schlechten Nachrichten übermittelte der Chef des städtischen Immobiliendienstes IMD Uwe Rohde am Donnerstag auf der ersten Sitzung des Projektausschusses City-Palais, der nach dem Skandal beim Brandschutz eingerichtet wurde. Er soll künftig ständig und zeitnah unterrichtet werden und hat die Befugnis, alle Vergaben ab 200.000 Euro abzusegnen.
Bauliche Brandschutzmängel wurden entdeckt
Wie berichtet, war die geplante und angekündigte Wiedereröffnung des Kleinen Saals nach den Sanierungsarbeiten am 21. November praktisch über Nacht abgeblasen worden, weil hinter den Wänden des Saales weitere bauliche Brandschutzmängel entdeckt worden waren, die es eigentlich nicht hätte geben dürfen. Welche weitere Kosten auf den IMD zukommen und wie lange die Sperrung nun weiter andauert, ist noch ungewiss.
Rohde bezifferte vor dem Ausschuss den hochgerechneten Mietausfall durch die Sperrung bis zum Sommer nächsten Jahres für 2012 und 2013 auf 3,1 Millionen Euro. Das sind 10.000 Euro pro Tag. Als Sanierungskosten nannte er die Summe von zwei Millionen Euro. Sie sei aber geschätzt und könne sich „dynamisieren“.
Alle Sanierungen sind dokumentiert
500 Einzelnachweise für die entdeckten Brandschutzmängel hat das IMD bei den bisherigen Sanierungen allein am Kleinen Saal und den Tagungsräumen dokumentiert. In den Fokus bei der Frage der Verantwortlichkeit gerät vor allem das beauftragte Fachplanungsunternehmen, das für den Technischen Gebäude-Ausbau (TGA) verantwortlich war. Zu möglichen Regress- und Klageschritten konnte sich Rohde noch nicht äußern.

15:31
Bei der Planung gepennt?
Bei der Bauausführung gepennt?
Bei der Bauabnahme gepennt?
Oder von A – Z alles vertuscht und unterm Teppich gekehrt durch die Fetternwirtschaft im öffentlichen Dienst?
05:51
Was steht da?
"Zu möglichen Regress- und Klageschritten konnte sich Rohde noch nicht äußern."
Typisch! Typisch DU!?
Das Wichtigste zuletzt - um am Ende festzustellen, "Auf und davon"?
Natürlich brauchen Feststellungen zu kriminellem Tun Zeit! Nur - laut Berichten waren alle Bescheinigungen vorhanden - und in der Zwischenzeit von den ersten Erkenntnissen (die ja zur Schließung führten) bis zur bekannt gegebenen (!) Wiedereröffnung hat man doch "die Irrtümer bei der Auslegung oder der Umsetzung der Brandschutzvorschriften und Auflagen bzw. Planungen der zugrunde liegenden Baugenehmigung" festgestellt und dokumentiert!
Sind wirklich noch keine Strafanzeigen erstattet worden? Sind wirklich noch keine Regressforderungen wegen vorliegender, belegter Verdachtsgründe in noch unbekannter Höhe (aber befürchteter Höhe von x) angezeigt, "angemeldet" worden?
Lieber erst ganz korrekt aufklären, weil man keinen Formfehler begehen möchte???
"Nicht auszudenken..." - Kopfschütteln, Hand zum Gruße..
15:26
Der größte Mangel an der Mercatorhalle ist die Betreiberin DMG, deren Geschäftsführer Uwe Gerste ca. €120.000 pro Jahr kassiert.
Wofür??????????
11:05
Wieder einmal ein superintelligenter Zusammenhang von unserem "duisifan" #8: ... der Abriss war unter Zieling (!) beschlossen worden. Nach dieser Logik durften die städtischen Verantwortlichen unter Sauerland also eine solche dilettantische Planung / Ausführung dieses Projektes durchziehen. Bei der Vergabe dieses Projektes mit diesen erschreckenden Entdeckungen scheinen ganz andere Dinge eine Rolle gespielt zu haben, denn bei jeder ordentlichen Bauabnahme wären diese gravierenden Brandscjhutzmängel selbst Laien aufgefallen - aber das sollten sie wohl nicht ...
08:11
Wäre eine kostenintensive Aufwärtung der altehrwürdigen Mercatorhalle, die, wir mir schein, wesentlich solider gebaut war, nicht emens viel günstiger gekommen?
... übrigens, weils ja hier immer eine Rolle spielt, der Abriss war unter Ziehling beschlossen worden.
Die Planungs und Bauphase hat aber AS zu verantworten gehabt.
Es ging beim Neubau nicht primär um die Mercatorhalle, sondern um das Spielkasino. Da wurde einfach das Gelände gebraucht. Das ist ja auch alles gar nicht so schlimm gewesen. Was wirklich schlimm ist, dass einige Verbrecher die Stadt massiv bestehlen konnten und das lange Zeit nicht aufgefallen ist.
01:12
in Zusammenhang mit dem WAZ-Artikel - "DMG spart durch die Schließung der Mercatorhalle" - doch eigentlich eine gute Nachricht für die arme Stadt Duisburg......
Die Stadt könnte noch mehr Geld sparen, wenn sie den mängelbehafteten Hallenverwalter Gerste entsorgen würde (Gehalt: ca. €120.000)
23:36
Wenn da so viel IMD-cash in das PPP-Innenausbauprojekt City-Palais fließen wird, dann kann man sich lebhaft vorstellen, dass die nächsten Jahre in puncto Schulgebäude, Turnhallen, Bäder und so weiter... eine mittelschwere Füllhornverknappung im Duisburger Real-Life-Sektor festzustellen sein wird.
Wer angesichts solcher und anderer Entwicklungen der repräsentativ-demokratischen Politiker-Avatare in Duisburg wohnen bleibt, der sollte sich zeitnah, freiwillig und unschuldig wegen paranoider Gedankengänge und krankhafter Neigung zur Selbstgeißelung zu Gustl Mollath ( http://www.gustl-for-help.de/ ) in die Forensik begeben.
Aber ernsthaft.
Gute Nachrichten gibts in Duisburg fast nur im KLEINEN. Das ist die Stärke dieser Stadtgesellschaft.
Also... Mut zur Transformation dieser Stärke hin zum Großen.
Da, wo der Normalbürger mitgestaltet und von dem Stadtapparat Hilfe bekommt, wird erlebt dass Projekte und sonstige Vorhaben sogar in Duisburg gelingen können.
Glückauf
21:44
So blind kann keine Bauaufsicht sein, es sein denn, sie ist gründlich geschmiert, um beide Augen zuzudrücken. Bisher ist nur einer im Visier der Staatsanwaltschaft, aber ein Mann kann so einen Riesenbetrug nicht allein durchgezogen haben. Da stecken viel mehr mit drin. Ich hoffe, die Duisburger Staatsanwaltschaft erhält Verstärkung. Duisburg erstickt im Korruptions-Sumpf.
21:31
wir sollten Synergieeffekte nutzen, OB und Rat in die Wüste schicken. Die würden dort sicher eine Naturfreibad bauen und sich wundern das dort kein Wasser ist. Nachdem das Beckern fertig ist, natürlich..
So wenig ich ihn auch mag, doch diesmal kann der aktuelle OB wirklich nichts dafür.
21:13
Kleiner Saal: Brandschutzmängel
Großer Saal: Brandscchutzmängel
Casino: Gleichzeitig gebaut, keine Mängel???????
Die Stadt hat den Trakt mit der Mercatorhalle in eigener Regie ausbauen lassen. Das Casino und der Business-Bug sind vom eigentlichen Bauträger ausgebaut worden.