Ex-Rocker bleibt weiter in Entziehung

Das Duisburger Landgericht hat am Freitag den ehemaligen Satudarah-Chef Yildiray K. alias Ali Osman wegen räuberischer Erpressung verurteilt. Zusammen mit der im vergangenen Jahr bereits verhängten Strafe wegen Drogenhandels und Waffengesetzverstößen erhielt er eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten. Seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt wurde aufrecht erhalten. Der Richter lobt in seiner Urteilsbegründung die Fortschritte des Ex-Rockers in der Therapie.

Richter lobt Therapie-Fortschritte

Die in dem Urteil enthaltene Einzelstrafe für die gestern abgeurteilte räuberische Erpressung beträgt zweieinhalb Jahre. Der weitere Angeklagte Jeton S. wurde wegen Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Dem 39-Jährigen Chef des inzwischen verbotenen Motorradclubs war vorgeworfen worden, gemeinsam mit dem 30-jährigen Mitangeklagten zwei Barbesitzer aus Recklinghausen erpresst haben. Die Männer hatten ausgerechnet bei den Duisburger Satudarah Schutz vor den Hell’s Angels gesucht. Die Anklage war davon ausgegangen, dass die Rocker die Barbesitzer zunächst irrtümlich für Spione des konkurrierenden Motorradclubs hielten, sie zusammenschlugen und sie dann mit Macheten bedrohten, um so die Hälfte der Anteile an der Bar zu erpressen. Ali Osman konnte sich angeblich wegen gesteigerten Drogenkonsums nicht mehr an die Sache erinnern.