Das aktuelle Wetter Duisburg 17°C
Duisburg

Ernst nehmen

26.01.2013 | 00:27 Uhr

Verlockender kann ein Angebot der Stadtplaner doch nicht sein: Mitplanen ausdrücklich erwünscht! Mit „Duisburg 2027“, dem neuen Flächennutzungsplan, geht die Stadtplanung völlig neue Wege. Riesenauftaktveranstaltung in der damals noch nicht gesperrten Mercatorhalle, Bürgerforen in allen Teilen der Stadt – das liegt schon hinter Planern und Mitplanern. Was am Montagabend nun im Neudorfer Berufsschulzentrum vorgestellt wird, ist noch nicht das Ende der Bürgerbeteiligung, sondern Beginn einer neuen Phase. Mitreden bleibt weiter erwünscht.

Wieder wird es eine Großveranstaltung geben, wieder gehen die Planer auf Tournee durch die Stadtteile, bieten sogar Gastspiele bei Vereinen und Verbänden an und zeigen sich offen für schriftlichen Anregungen.

Auch bei der Neugestaltung der Bahnhofsplatte werden nun die Bürger einbezogen, nachdem die Innenstadtentwickler bisher nicht viel mehr als tristen Beton vorweisen können. Neuen Schub sollen Bürger bringen, die auf Augenhöhe mit Planern und Investoren über die Zukunft des wichtigsten Platzes der Stadt mitreden sollen.

Ebenfalls um Mitwirkung geht es beim städtischen Haushalt, dem Sorgenkind der Politik seit vielen Jahren. Vorschläge von Bürgern sind auch hier erwünscht.

So weit, so gut. Dass Kommunalpolitik und Stadtverwaltung die Bürgerschaft in wichtige Entscheidungen einbinden, ist neuer Stil und durchaus erprobenswert. Wichtig sind in diesem Prozess aber zwei Dinge: Es müssen genügend Bürger mit dem nötigen Ernst mitmachen, um durch einen erkennbaren Erfolg das Modell der breiten Bürgerbeteiligung zum Regelfall zu machen. Motto müsste sein: Nur wer von Anfang an mitmacht, darf am Ende noch meckern.

Zweitens muss im Laufe aller drei Prozesse erkennbar sein, dass die Bürger und ihre Argumente ernst genommen werden. Dann sind am Ende auch Ergebnisse akzeptabel, die sicherlich nicht jedem gefallen werden.

Willi Mohrs



Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
26.01.2013
19:48
Ernst nehmen
von joestar | #2

Gab es nicht einmal eine Veranstaltung im Forum?
Wo waren dort die Stadtplaner und Ratsmitglieder?
Die Ehrenamtler standen dort auf verlorenem Posten!

26.01.2013
11:00
Ernst nehmen... - Ja, dann bitte aber auch ernst meinen...
von JoachimMutz | #1

und die Bürger
für Mo. 28. Januar 2012 ab 19 Uhr in die Carstanjenstraße 10 dazu EINLADEN !

..."Nur Mal so" - Wenn schon denn schon !

(wenn man schon dazu berichtet und die Einbindung der Bürger echt gewollt ist (? !) - macht der Bericht eben nur Sinn, wenn...!
Zumal zu diesem Termin auch im Portal der Stadt NICHT DIREKT geworben wird... - "Auch nur Mal so..!")

1 Antwort
Sorry... - hatte ich ganz vergessen...
von JoachimMutz | #1-1

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/buerger-in-duisburg-sollen-zukunft-der-stadt-weiterhin-mit-planen-id4633450.html

...wenn man das UND die Kommentare liest.... - "Ach so....!"

autoimport
Umfrage
Es stinkt, es ist dreckig und oben am Gleis tropft es kontinuierlich. Nicht nur Reisende nehmen die Bahnhöfe an Rhein und Ruhr als einige der schlechtesten Bahnhöfe Deutschlands wahr. Wie zufrieden oder wie unzufrieden sind Sie mit dem Duisburger Hauptbahnhof?

Es stinkt, es ist dreckig und oben am Gleis tropft es kontinuierlich. Nicht nur Reisende nehmen die Bahnhöfe an Rhein und Ruhr als einige der schlechtesten Bahnhöfe Deutschlands wahr. Wie zufrieden oder wie unzufrieden sind Sie mit dem Duisburger Hauptbahnhof?

 
Fotos und Videos
MSV gegen SGS Essen
Bildgalerie
Frauenfußball
Aus dem Ressort
Stadt Duisburg sperrt einsturzgefährdete Garage samt Auto
Posse
Heinz Josef Heistermann hat für sein Auto einen ziemlich sicheren Stellplatz. So sicher, dass niemand an das schicke Audi Cabrio kommt - dummerweise auch er nicht. Denn die Stadt Duisburg hat die Tiefgarage an einem der Weißen Riesen in Hochheide gesperrt. Sie soll hochgradig einsturzgefährdet sein
Betreten des Duisburger Waldes auf eigene Gefahr erlaubt
Sturmschäden
Am Montag hat die Landesforstbehörde die Sperrung der ausgebauten, breiten Wege der Waldkomplexe in Duisburg Mitte und Süd wieder freigegeben. Davon abgesehen gilt aber immer noch strengstes Betretungsverbot. Dicke, abgebrochene Äste hängen in den Baumkronen und können jederzeit herunterfallen.
Rheinhausens Politiker laufen Sturm gegen Gefahrstofflager
Umwelt
Die Bezirksvertretung im Westen der Stadt will sich geschlossen gegen das Projekt eines Hürther Chemielogistikers auf Logport 1 bei Hochemmerich und Friemersheim aussprechen. Der gemeinsame Antrag ist bereits gestellt. Die SPD macht Druck gegen Schrottimmobilie in Rumeln-Kaldenhausen.
Stadt Duisburg will an Investor für Outlet-Center festhalten
Outlet Center
Die Stadt Duisburg hält offenbar weiterhin am Factory Outlet Center in Hamborn fest und will die Möglichkeit zum Vertragsausstieg verstreichen lassen. Stattdessen soll ein fester Zeitplan für die wichtigsten Planungsschritte vorgegeben werden, verbunden mit einem Sonder-Rücktrittsrecht.
Thyssen-Krupp befragt weltweit 150.000 Mitarbeiter
Industrie
Um Arbeitsabläufe zu optimieren, befragt Thyssen-Krupp nun weltweit alle Mitarbeiter, davon eine fünfstellige Zahl in Duisburg. Dort hat eine frühere Befragung schon Wirkung gezeigt. Der Stahlriese ist nicht der einzige Arbeitgeber, der mit solch einen globalen Umfrage gute Erfahrungen gemacht hat.