Erfolgsmodell Schwarz/Grün
24.10.2008 | 19:07 Uhr 2008-10-24T19:07:26+0200Die politischen Partner sehen Duisburg nach ihrer vierjährigen Kooperationsarbeit gut aufgestellt.Einkaufszentrum Forum, City-Palais und Wasserwelt in Wedau als Vorzeigeprojekte
Die Kombination Schwarz/Grün ist zumindest bei den Gladbacher Kickern zur Zeit kein Erfolgsmodell. Das Fazit in Duisburg sieht bei den Beteiligten ganz anders aus. Hier allerdings versuchen die Ak-teure ihr Glück nicht auf dem Rasen, sondern auf dem politiuschen Parkett. Nach vier Jahren Kooperation steht für die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Vogt fest: Schwarz/Grün ist ein Erfolgsmodell." Nun könne man die Früchte präsentieren. Ganz oben auf der Erfolgsleiter haben CDU und Die Grünen das Forum positioniert. Gegen viele Widerstände, so Vogt, habe man das Einkaufszentrum durchgesetzt. Wäre man in der Spur der Sozialdemokraten geblieben und hätte auf Multi Casa gesetzt, hätte dies das Ende der Inenstadt bedeutet. Vogt: "Wir hätten heue eine Ruine Karstadt." Die Attraktivität strahle über Duisburg hinaus, schwärmt Grünen-Fraktionschef Professor Dr. Dieter Kantel von der Anziehungskraft des Forum. Duisburg habe mit dem Projekt Kaufkraft aus dem Umland zurückgeholt. Vogt sieht in der Ansiedlung den Zukunftsweg: Weg von der grünen Wiese in die Innenstadt. Der SPD wirft Petra Vogt Verlogenheit vor. Obwohl die Sozialdemokraten gewusst hätten, dass das Forum nicht realisiert werden könne, wenn Multi Casa gebaut worden wäre, hätten sie beide Projekte gewollt. Vogt: "Wären wir der SPD gefolgt und hätten für Multi Casa votiert, käme heute kein Investor mehr nach Duisburg." Auch die Wedauer Wasserwelt sehen die politischen Partner auf ihrer Erfolgsliste. Menschen hätten sich für ihren Widerstand gegen das Forum und den Ausbau des Parallelkanals bei ihr entschuldigt, sagt Vogt. City-Palais. Logport 2, Teileröffnung Rheinpark, Legoland oder der Grüngürtel Nord sind für die Partner ebenfalls Eckpfeiler einer zukunftsweisenden Stadtpolitik.

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Vergessen wir nicht folgendes: Noch nie zuvor in der Geschichte Duisburgs wurden so unverhohlen Amtsleiter des politischen Gegners gegen Parteigänger ausgetauscht, wie unter schwarz-grün. Der hier entstandene Schaden für die Stadt Duisburg geht weit über die zu zahlenden Bezüge und Pensíonslasten hinaus. Die Schäden durch den Kompetenzverlust sind unabsehbar. Gleichzeitig wird ein Unternehmen gegründet, dass zentral alle Einkäufe für alle Stadtämter regeln soll. Die Spitze wurde hier nicht nach Kompetanz, sondern nach Nasenfaktor ausgesucht. In der Stadtverwaltung ist es kein Geheimnis, wie der OB zur Leiterin des ESD steht. Vielen ist allerdings unklar, inwieweit rechtliche Rahmenbedingungen bei der Stellenbesetzung eingehalten wurden, sprich ob die Stelle ausgeschrieben wurde und ob es ein entsprechendes objektives Auswahlverfahren gab. Klar, das schwarz-grün über diese Teilaspekte nicht spricht.
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