Er und DU – Marco Hofmann über Duisburg
29.10.2012 | 17:12 Uhr 2012-10-29T17:12:00+0100
Duisburg. Marco Hofmann macht ausgerechnet Duisburg, der (angeblich) hässlichen Pechmarie von Rhein und Ruhr, eine Liebeserklärung – in Buchform: "DU mein Duisburg". Im Interview verrät er, warum er trotzdem in Rheinberg wohnt und was Duisburg-Besucher gesehen haben müssen.
Der Mann ist mutig. Halb Deutschland schimpft auf und spottet über diese Stadt – und was macht er: Er schreibt ein Buch darüber. Ein positives, sogar. „DU mein Duisburg“ heißt es. Eine Liebeserklärung an den Ort, an dem er groß geworden ist. Ein Gespräch mit dem Autor Marco Hofmann .
Was sagen Sie eigentlich: „Duisburg“ oder „Duisburch“?
Marco Hofmann: Im Alltag: Duisburch.
Ihre älteste Erinnerung, die Sie an Duisburg haben?
Hofmann: Der Tag, an dem ich nach Duisburg gekommen bin, im Alter von sechs Jahren. Wir sind damals in ein großes Haus eingezogen, das war für mich kleinen Jungen eine bedeutende Lebensveränderung.
Ganz kurz: Was ist Duisburg für Sie?
Hofmann: Eine riesengroße Stadt, die viele Seiten hat, in der man viel erleben und viel machen kann.
Sind sie Duisburger?
Hofmann: Im Kopf, im Bauch, im Herzen: Ja! Nur nicht auf dem Papier, dort steht: geboren in Bad Neuenahr Ahrweiler, wohnhaft in Rheinberg.
Reicht das Buch für einen kostenlosen Parkplatz in der Innenstadt, freien Eintritt in alle Museen und eine Dauerkarte beim MSV?
Hofmann: Nee. Der wirtschaftliche Nutzen des Buches ist überschaubar.
Gab es niemanden, der Ihnen das Buch ausreden wollte?
Hofmann: Niemanden.
Warum musste ausgerechnet OB Sören Link das Vorwort schreiben?
Hofmann: Weil er gerade frisch im Amt war und es gut passte.
Welches Schmuddelkind kommt als nächstes: Bottrop? Bielefeld? Oder…
Hofmann: Ich möchte mir nicht anmaßen, über eine Stadt zu schreiben, die ich nicht sehr gut kenne.
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Seite 2: Als Souvenir eine Flasche Köpi -
Seite 3: Ruhrpott und Niederrhein in Einem
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20:13
Gleiches kann man von den Politikern und den Parteien, welche diese Stadt regieren oder regiert haben, nicht sagen. Ich habe mich in Duisburg immer sehr wohl gefühlt!
03:07
Was haben Sie gegen Düsseldorf?
Hofmann: Nichts Wirksames. Düsseldorf ist eine Stadt, die mich nicht anspricht. Ich fahre lieber nach Köln.
Herr Hofmann, soll das lustig sein, oder sind Sie ein Lokalrassist??
Mit so einem primitiven Spruch werden Sie es sogar bei den Kölner Lokalpatrioten schwer haben. Etwas Niveau haben die dort schon :).
07:39
Was für eine tolle Idee, wenn einem nichts anderes einfällt. Ein Buch über die Stadt zu schreiben in der man eigentlich garnicht mehr wohnt. Solch ein Buch könnte jeder machen, eigentlich nichts anderes als ein besseres Fotobuch.
Einen Preis wird er für dieses Buch auf jeden Fall nicht bekommen.
Da gehts doch nur darum seinen Namen hochzuhalten wie eine Fahne.
Wenn er Duisburg so liebt, warum wohnt er nicht in Hagenshof oder Marxloh?
00:27
Was für ein "aussagekräftiges" Interview, lachschlapp! Da schreibt einer ein Büchlein über Duisburg, der nicht hier geboren ist, sich sicherheitshalber frühzeitig nach Rheinberg verpi**st hat und von dort Geld mit dem Schreiben einer Broschüre über "sein" Pseudo-Duisburg verdienen will. Äh, Daumen runter, Herr ..., na, wie heißt er nochmal?
Egal, unser mit Minimal-Mehrheit gewählter OB Link hat dieses "Werk" durch ein Vorwort zu gehobener Literatur für jeden Duisburger "geadelt". Ich kniee in Ehrfurcht und ... werde mir stattdessen lieber einen Krimi kaufen.
23:39
@Max_Freibier:
Leider haben Sie völlig Recht!!
23:37
Habe selten soviel Unsinn auf so wenig Raum gelesen.
Und seine Duisburg Tipps von wegen 6 Seenplatte usw. sind alle nicht Duisburg spezifisch. Da kann man auch in die Hinsbecker Schweiz oder sonst wohin fahren.
Aha, wohnt in Rheinberg der Herr. Ja, verständlich ist auch ganz schön dort.
Warum ziehen Sie nicht nach Hochfeld, Herr Hofmann. Da kann man auch was erleben...
17:45
@G.Mercator
"Klar findet S.Link das Buch toll. Welche Möglichkeit hat er denn schon, das Image Duisburgs aufzupolieren, wenn jeden Tag einer neuer Skandal durch die Presse wabert?"
Mein Vorschlag wäre anpacken und ausmisten. Mit Schaulaufen und Bildchen für das Ego wird das aber wohl nichts werden.
17:12
Duisburg ist natürlich liebenswert, nur all jene die für Pleiten, Pech und Pannen verantwortlich sind nicht. Doch dafür kann Duisburg selbst nichts.
15:22
Klar findet S.Link das Buch toll. Welche Möglichkeit hat er denn schon, das Image Duisburgs aufzupolieren, wenn jeden Tag einer neuer Skandal durch die Presse wabert?
Mal abgesehen davon, dass Waz/Nrz-Mitarbeiter Hofmann sicher auch mal ein Buch verkaufen möchte: "Duisburgs schöne Seiten"? Klingt das nicht nach Pfeifen im Wald?
Wer soll das Buch denn kaufen? Die Rumänen in Hochfeld? Die Libanesen in Marxloh? Die Russen in Hochheide?
sagt ein gebürtiger (und hier wohnhafter!) Duisburger
13:13
Herr Sören Link, ist das ein sarkastisches Grinsen?