Entscheidend iss auffem Platz

Am 29. Dezember 2012 feiern die Funky Freaks um 20 Uhr mit ihrer Show im Grammatikoff Premiere.
Am 29. Dezember 2012 feiern die Funky Freaks um 20 Uhr mit ihrer Show im Grammatikoff Premiere.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Duisburger Band Funky Freaks lädt am 29. Dezember zur Premierenschau ins Grammatikoff am Dellplatz, wo sich alles um Fußball dreht.

Duisburg.. Es war an einem dieser Tage als „der Bus der guten Laune“ mal wieder die fröhliche Fahrgemeinschaft der sechs Duisburger Popolskis zu einem der Auftritte der polnischen Pop-Familie durch die schönen deutschen Lande schaukelte.

Da beschlossen Mirko van Stiphaut, Daniel Basso, Jörg Hamers, Rüdiger Testrut, Ludwig Götz und Markus Gries die Gräben, die ihre quer durch die Bundesligaclubs gehende Fanbegeisterung gerissen hatte, zuzuschütten, sich auf den kleinsten gemeinsamen und lokalpatriotischen Nenner namens MSV zu einigen und ansonsten an einer Show zu basteln, die beide Hobbys aller Anwesenden aufs Trefflichste verbindet: Musik und Fußball.

Geburtsstunde der Funky Freaks

Zur Premiere kehren die Täter an den Tatort zurück. 2003 startete der Familie Popolski im Hundertmeister am Dellplatz. Am 29. Dezember soll dort mit dem Anstoß um 20 Uhr nun auch die offizielle Geburtsstunde der Funky Freaks schlagen, im heutigen Grammatikoff.

Die Popolskis wird es auch weiterhin geben, aber den Vollblutmusikern, die unter anderem in Arnheim und an der Folkwangschule studiert haben, reichte es nicht mehr, durch begnadete Arrangements aus Scheißliedern Gold zu machen. „Jetzt machen wir aus Gold Platin“, verspricht Rüdiger Testrut. „Die Leute wissen, dass wir gut arrangieren können, jetzt sollen sie erfahren, dass wir auch komponieren können.“ „Covern ist ja ganz schön und macht mit den Popolskis auch richtig Spaß, aber wir wollten zusätzlich andere Sachen machen, denn das Herz schlägt mehr in andere Musikrichtungen“, ergänzt Mirko van Stiphaut.

Option auf Verlängerung inklusive

Funk, Soul, Jazz statt Polka. Kann man verstehen. Aber wieso Fußball dazu? „Das ist unser Thema für die erste Show. Bei der nächsten kümmern wir uns um ein anderes. Vielleicht das Porno-Geschäft“, grinst van Stiphaut. „Aber als Aufschlag ist Fußball richtig gut. Die großen Weisheiten des Lebens sind im Fußball zu finden und auch die Lösungen für alle Probleme.“

Multimedial unterstützt wollen die Funky Freaks die Mechanismen des Fußballs auf ihre Show übertragen. Gespielt wird zweimal 45 Minuten, Option auf Verlängerung und Elfmeterschießen inklusive. Es gibt Spieler, Schiris , Trainer - „und den Ledergott“, darauf besteht Testrut. Und am Rande der Bande gibt’s weder Besserwisser, noch Drückerberger. Testrut: „Das Publikum wird einbezogen.“

Damit nun niemand mit falschen Erwartungen im Grammatikoff aufläuft: Comedy wird das ebenso wenig wie eine skurrile Freak-Show. „Das wird ein echtes Konzert mit Songs, die alle von uns geschrieben und betextet sind. Jeder hat was beigesteuert“, erklärt van Stiphaut. „Das wird eine Party mit tanzbarer Musik und Augenzwinkern. Musik ist das Entscheidende.“ Dazu meint Bayern-Fan Testrut: „Entscheidend iss auffem Platz.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.