Engagement für kranke Kinder im Hospiz wird ausgezeichnet

Anke Rosin (vorne) freut sich über den Preis. Gaby Köhler und Sarah Palm (hinten v.l.) sowie Maskottchen Hugo lobten die tolle Arbeit.
Anke Rosin (vorne) freut sich über den Preis. Gaby Köhler und Sarah Palm (hinten v.l.) sowie Maskottchen Hugo lobten die tolle Arbeit.
Foto: Lars Heidrich
Anke Rosin engagiert sich seit acht Jahren ehrenamtlich im Malteser Hospiz und begleitet schwer kranke Kinder. Jetzt erhielt sie den Nancy-Schulz-Preis.

Duisburg.. Für Anke Rosin ist das ehrenamtliche Engagement für den Kinderhospizdienst eine echte Herzensangelegenheit. Auch wenn die Arbeit manchmal belastend und fordernd ist, schöpft sie auch Kraft aus den Momenten mit kranken Kindern und deren Familien. Sie spendet Hoffnung und schenkt Freude. Als Ansprechpartner ist sie für Familien in schwierigsten Situationen ein wahrer Segen. Für ihren Einsatz hat die 53-Jährige jetzt den Nancy-Schulz-Preis des Vereins Zebrakids erhalten.

Der Preis soll das überdurchschnittliche ehrenamtliche Engagement einzelner Personen für das Wohl von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Duisburg würdigen und ist mit 1000 Euro dotiert. Das Geld spendet Rosin an das Malteser Kinder- und Jugendhospiz in Huckingen, für das sie tätig ist.

"Viel gelernt bei meiner Arbeit"

Seit acht Jahren arbeitet Rosin für das Hospiz. „Ich wollte helfen und Menschen in schweren Situationen unterstützen“, beschreibt sie ihre Beweggründe. Bereut hat sie diesen Entschluss nie, auch wenn sie viele herzzerreißende Momente durchlebt hat. Ganz im Gegenteil: „Man bekommt so unglaublich viel zurück“, sagt sie.

Nachdem Rosin sich lange Zeit in der Gemeinde engagiert hatte, begleitete sie nach einer umfangreichen Ausbildung zunächst Erwachsene und ihre Angehörigen auf dem letzten Weg. Dann entschied sie sich, in die Kinder- und Jugendarbeit einzusteigen. Und tat das mit ganzem Herzen. Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, jedoch auch eine, die sie selbst gestärkt habe: „Ich habe viel gelernt bei meiner Arbeit.“

Spaß kommt nicht zu kurz

Als sie von der Ehrung erfuhr, war für sie sofort klar, dass sie den Preis an das Hospiz weitergeben würde. „Hier setzen sich so viele liebe Menschen für andere ein. Ich sehe das so: Ich habe den Preis für uns alle stellvertretend erhalten“, sagt sie. Außerdem seien nicht alle Ausgaben zu stemmen. „Wir freuen uns immer über Spenden, unsere Kosten sind nie ganz gedeckt.“

Wie andere Ehrenamtler, die Kinder und Jugendliche betreuen, begleitet auch Rosin Familien oft über einen längeren Zeitraum. Sie unternimmt etwas mit ihnen in der Freizeit und unterstützt so die Eltern, oder geht mit zum Arzt. „Ich versuche, die Eltern zu entlasten und den Kindern die Zeit so angenehm wie möglich zu machen“, erklärt sie. Es gehe nicht immer nur traurig zu, auch der Spaß komme nicht zu kurz.

Die Mitglieder des Vereins Zebrakids loben das Engagement. „Die Arbeit ist anspruchsvoll und hart. Gerade deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich dem stellen“, sagt Sarah Palm vom Vereinsvorstand bei einer kleinen Feierstunde, in der einige Vereinsmitglieder samt Maskottchen Rosin den Preis überreichten. Der Verein kooperiert bereits seit einigen Jahren mit dem Hospiz.

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