Emotionaler Abschied von Michael Rubinstein

Verabschiedungen geraten oft zu förmlichen Empfängen mit freundlich-langweilig gehaltenen Manuskript-Reden. Ganz anders war das bei der Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers der Jüdischen Gemeinde Michael Rubinstein, der nach elf Jahren zum Landesverband nach Düsseldorf wechselt. Bemerkenswert persönliche und emotionale Worte skizzierten den scheidenden Rubinstein als „Gesicht der Gemeinde“ am Donnerstagabend im jüdischen Gemeindezentrum. Zwischen jüdischem Chorgesang, einen Walzertänzchen zwischen den Stuhlreihen und rockigem Ausklang und natürlich koscherem Essen wurde klar: Rubinstein hat charmant-freundliche, aber auch bleibende Spuren in der Gemeinde und in Duisburg hinterlassen.

So lobte der Ehrenvorsitzende Jacques Marx Rubinsteins Ausstrahlung und „jüdisches Herz“, christliche Kirchenvertreter bezeichneten ihn als „Brückenbauer“ zwischen den Kulturen und Religionen und Duisburgs Bürgermeister Erkan Kocalar nannte ihn eine „Bereicherung für die Stadt“.