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Eltern werden über Sekundarschulen informiert

17.01.2013 | 18:19 Uhr
Eltern werden über Sekundarschulen informiert
Die Politik bereitet die Möglichkeit zur Gründung von Sekundarschulen vor, die Eltern haben das letzte Wort.Foto:Christoph Wojtyczka

Duisburg. Die Eltern von Drittklässlern in den Stadtbezirken Hamborn und Süd werden bald Post vom Amt für schulische Bildung bekommen. Darin werden sie eingeladen, sich über die neue Sekundarschule im Allgemeinen und die Profile der in ihren Stadtbezirken geplanten Sekundarschulen im Besonderen zu informieren. Federführend begleitet Ralph Kalveram die Einführung der neuen Schulform, die den Schülern bessere Möglichkeiten bieten soll, den für sie richtigen Bildungsweg einzuschlagen.

Nachdem der voraussichtliche Bedarf an Sekundarschulen in den Duisburger Stadtbezirken ermittelt, die Gebäude möglicher Standorte geprüft und Initiativgruppen durch Lehrkräfte gebildet worden sind, die die Schulprofile entwickeln sollen, stimmt die Politik zur Zeit darüber ab, wann die Sekundarschulen an den Start gehen sollen. Ralph Kalveram: „Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung im März fallen wird.“ Vorgeschlagen hat die Verwaltung zunächst die Gründung von drei Sekundarschulen zum Schuljahr 2014/15: Zwei in Hamborn, eine im Bezirk Süd.

Letztlich entscheiden die Eltern

„Nun geht es darum, die Eltern zu informieren “, erklärt Kalveram. „Denn letztlich entscheiden sie, ob es eine Sekundarschule in dem jeweiligen Bezirk geben soll oder nicht.“ Eine wesentliche Voraussetzung für die Gründung ist die Abklärung des Bedarfs: Mindestens 75 Kinder pro Schule müssen es im nächsten Jahr bei der Anmeldung sein, was der Gründung von drei Parallelklassen entspricht.

„Nachdem die Hauptschule bei den Eltern nicht mehr gefragt war , standen wir in Duisburg vor der Frage, wie man darauf reagiert“, blickt Kalveram zurück. Deutlich wurde in der Diskussion, dass die Sekundarschule kein zusätzliches Angebot zu den bestehenden Schulformen in Duisburg sein sollte. So war zunächst geplant, alle Haupt- und Realschulen in Duisburg langfristig aufzugeben. Während es für die Hauptschulen vermutlich so kommen wird, wird eine Realschule wohl überleben. Es sei denn, die Eltern entscheiden anders. Nicht überall geben die Befürworter der Realschule kampflos auf, so in Walsum.

„Wir sehen in der Sekundarschule besserer Fördermöglichkeiten für die Kinder: kleine Klassen, Ganztagsbetreuung und eine bessere Schüler-Lehrer-Relation“, unterstreicht Kalveram. Auch die Kooperation mit anderen Schulen, die weitergehende Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten bieten, spiele eine wichtige Rolle.

Nun gilt es, für die neue Schulform, die in anderen Kommunen bereits eingeführt wurden, bei den Eltern der Drittklässler, die potenziell die ersten Schüler der drei zu gründenden Schulen sein werden, zu werben. „Im ersten Quartal wird die Öffentlichkeitsarbeit beginnen.“

Alfons Winterseel



Kommentare
17.01.2013
22:58
Eltern werden über Sekundarschulen informiert
von tumlehs | #4

Vielleicht schafft es die WAZ auch einmal, über die in den beiden vorangegangenen Kommentaren geschilderten Hintergründe in ihrer Printausgabe aufzuklären.
Danke im Voraus.

17.01.2013
21:40
Eltern werden über Sekundarschulen informiert
von tumlehs | #3

Fortsetzung:

Sollten 75 Stimmen für die Sekundarschule zusammenkommen, so bedeutet das für die Schulverwaltung nicht nur, dass eine solche Schule eingerichtet wird, sondern dass im Gegenzug in Hamborn alle Realschulen aufgelöst werden, unabhängig davon, wie viele Eltern bei der vorangegangenen Frage für die Realschule votiert haben.
Also bedenken Sie: Jede Stimme für die Sekundarschule ist in Duisburg in erster Linie eine Stimme gegen die Realschule.
Und noch eins: Wenn nur wenige Fragebögen zurückkommen, so werden die Antworten hochgerechnet. Zur Verdeutlichung folgendes konstruiertes Beispiel: Es kommen in Hamborn nur 10 Fragebögen zurück, darunter 6 Zustimmungen zur Sekundarschule. Für die Stadtverwaltung bedeutet das: 60 Prozent aller - ich betone aller - Grundschuleltern in Hamborn wünschen die Sekundarschule. Umgerechnet wären das weit mehr als die erforderlichen 75 Stimmen für diese Schule.
Liebe Grundschuleltern,
überlegen Sie sich genau, was sie tun!

17.01.2013
21:16
Eltern werden über Sekundarschulen informiert
von tumlehs | #2

Liebe Hamborner Grundschuleltern,

da scheint ja eine famose Schulform auf Ihre Kinder zuzukommen, in die ein wenig mehr Geld hineinfließen soll als in die bestehenden Schulen. Informieren Sie sich gut über diese Schulform, die zur Zeit nur von Versprechungen und dem nebulösen Argument eines längeren gemeinsamen Lernens lebt, und vergleichen Sie sie mit den bestehenden Schulen.
Ihnen wird in kurzer Zeit ein Fragebogen vorgelegt werden, in dem Sie zunächst gefragt werden, an welcher Schulform der bestehenden Schullandschaft Sie Ihr Kind aus jetziger Sicht voraussichtlich anmelden würden. Bei der Beantwortung könnte nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre die Schulform der Realschule in Hamborn Kreuzchen im dreistelligen Bereich für sich verbuchen können, zumal besonders die Realschule Hamborn II einen guten Ruf genießt.
Dann kommt die Frage, ob Sie sich vorstellen könnten, Ihr Kind an einer Sekundarschule anzumelden. Und jetzt wird es spannend bis perfide.

Fortsetzung folgt.

17.01.2013
20:28
Eltern werden über Sekundarschulen informiert
von wiedereinLeser | #1

Es ist gut und richtig Eltern zu informieren. Es muss neutral geschehn sodaß sie jedes Elternteil sich ein eigenes Bild für das für und wieder machen kann. Ob letztendlich die Sekundarschule so umgesetzt werden kann wie die Verwaltung es möchte, entscheiden auch die Eltern der Schulen, die von der Umwandlung betroffen sind. Wer das nicht möchte muss sich wehren!

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