Eltern ins Boot
17.02.2012 | 19:11 Uhr 2012-02-17T19:11:00+0100Grundschüler mit Migrationshintergrund rechtfertigen Ehrenmord. Was im ersten Moment wie eine vor Klischees und Übertreibung triefende Schlagzeile aus einem „Revolverblatt“ klingt, scheint in Beeck nun erschütternde Realität zu sein. Doch seien wir ehrlich: Kein 6- bis 10-Jähriger stellt solche menschenverachtende Thesen allein auf. Vielmehr dürfte es so sein, dass die Kinder auf dem Schulhof nur das nachplapperten, was ihnen daheim zu Ohren gekommen ist. Deshalb ist der Weg, den die Schulaufsicht einschlagen will, der richtige: Die Eltern müssen zwingend ins Boot geholt werden.
Denn all jenen, die nun hinter mehr oder minder vorgehaltener Hand diese Tat billigen oder gar rechtfertigen, muss klar gemacht werden: In diesem Kulturkreis ist Selbstjustiz ein inakzeptabler Weg. Diese Grundüberzeugung ist eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wer das nicht akzeptiert, verwirkt sein Recht, Teil dieser Gemeinschaft sein zu dürfen. Und es ist eine Schande, dass diese Ehrenmord-Befürworter sich mit ihrer Haltung sogar schon in den Köpfen der eigenen Kinder festgesetzt haben. Deshalb muss nun konsequent eingegriffen werden – allein zum Schutz andersdenkender Mitschüler. Wehret den Anfängen!

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