Einzelner Schneeballwurf löst Kettenreaktion aus

Aus einem harmlosen Schneeballwurf kann schnell ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr werden.
Aus einem harmlosen Schneeballwurf kann schnell ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr werden.
Was wir bereits wissen
Ein Junge trifft mit Schneeball die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos in Duisburg und bringt mehrere Autofahrer in Gefahr.

Duisburg.. Drei Vollbremsungen löste ein einzelner Schneeball-Wurf am Dienstag in Duisburg Walsum aus. Zum Glück waren alle Fahrer reaktionsschnell, wie die Polizei betont, sonst hätte der vermeintliche Kinderspaß böse Folgen gehabt.

Vier Jungs standen an der Kettelerstraße, als einer von ihnen einen Schneeball gegen einen vorbeifahrenden Wagen warf. Er traf mittig die Windschutzscheibe, in der sich Risse bildeten. Der 33-jährige Fahrer, der mit Frau und zwei kleinen Kindern unterwegs war, erschreckte sich so sehr, dass er voll auf die Bremse stieg und in den Gegenverkehr geriet.

Dort kam ihm ein Lkw entgegen, dessen Fahrer jedoch ausweichen und bremsen konnte. Auch der dahinter fahrende Autofahrer konnte noch rechtzeitig bremsen.

Die jungen Täter waren sichtlich erschrocken

Der 33-jährige Autofahrer hielt und suchte die Schneeballwerfer. Drei Jungs erwischte er, sie waren sichtlich erschrocken ob der Kettenreaktion auf der Straße und nannten den vierten des Quartetts, der offenbar schneller Fersengeld gegeben hatte, als den Täter.

Da alle vier 13 Jahre sind, gelten sie als strafunmündig. Ab 14 Jahren würde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet, das mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.

Die Polizei will mit den Kindern und Eltern noch ein Gespräch führen, um sie über die Gefahren aufzuklären. Zivilrechtlich steht den Eltern des Kindes womöglich eine Forderung ins Haus wegen der defekten Windschutzscheibe. (we/aka)