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Eine Frau, zwei Tankstellen und eine Spielhalle ausgeraubt

01.01.2013 | 18:35 Uhr
Eine Frau, zwei Tankstellen und eine Spielhalle ausgeraubt
Foto : Stephan Eickershoff

Duisburg. Die Polizei hatte deutlich mehr zu tun als beim letzten Jahreswechsel, für die Feuerwehr war es eine Silvesternacht wie immer. Das heißt: „Um Punkt 12 geht’s los“, schildert Andreas Bretten am Morgen nach einer „unspektakulären“ Silvesternacht.

Vor allem der Rettungsdienst der Feuerwehr war gefragt, er musste zu rund 100 Einsätzen ausrücken. 25 Mal ging Brandalarm ein – allerdings auch hier eher Kleinigkeiten, die schnell gelöscht werden konnten, bei denen niemand verletzt wurde und keine großen Sachschäden entstanden.

Räuber machten keine Pause

Mit 368 Einsätzen zwischen Montag, 31. Dezember, um 18 Uhr, und Dienstag, 1. Januar, um 6 Uhr, hatte die Polizei allerdings deutlich mehr zu tun als im Vorjahr, als 88 Einsätze weniger absolviert werden mussten. Häufigster Grund war, dass Unfug mit Böllern und Raketen getrieben wurde: Mit 84 Einsätzen liegt der „Missbrauch von pyrotechnischen Gegenständen“ ganz vorn auf der Liste.

Pyrotechnik
Missbrauch von Pyrotechnik – 84 Polizeieinsätze und mehrere Verletzte
Missbrauch von Pyrotechnik – 84 Polizeieinsätze und mehrere...

386 Einsätze registrierte die Polizei Duisburg in der Silvesternacht – 88 mehr als im Vorjahr. Die meisten Probleme verursachte der Missbrauch von Pyrotechnik, durch den einige Menschen verletzt wurden. Die Polizei zählte 25 Brände.

Zwischen Montagabend, 31. Dezember 2012, 18 Uhr, und Dienstagmorgen, 1. Januar 2013, 6 Uhr, zählte die Leitstelle der Polizei Duisburg 386 Einsätze – die meisten wegen des Missbrauchs von Feuerwerkskörpern: Allein 84-mal mussten Streifenwagen ausrücken, weil Zündler Pyrotechnik auf Menschen, Gebäude beziehungsweise Autos abfeuerten. Nach Angaben der Leitstelle wurden durch den Missbrauch von Knallern und Raketen auch mehrere Menschen leicht verletzt.

38 Körperverletzungsdelikte zählten die Beamten in den jeweils sechs Stunden vor und nach dem Jahreswechsel. Ihre Einsatzstatistik: Sachbeschädigungen: 19, Eigentumsdelikte: zehn, Hausfriedensbruch: 2, Ruhestörungen: 35, Hilfeersuchen: 16, Hilflose Personen: sechs, Häusliche Gewalt: zwei, Brände: 25. In Polizeigewahrsam mussten 13 Personen die Silvesternacht verbringen.

Die Polizei Duisburg überprüfte 124 Fahrzeugführer und führte dabei 53 Alkoholtests durch. Zwei Fahrzeugführer hatten offenbar mehr Alkohol als erlaubt getrunken und mussten sich Blut für eine Analyse abnehmen lassen.

Im Duisburger Stadtgebiet kam es im Berichtszeitraum zu zwei Verkehrsunfällen mit Personenschäden, drei Menschen wurden dabei verletzt.

Vor allem aber auch wegen Körperverletzungen, von den 38 gezählt wurden, und Ruhestörungen (35) mussten die Beamten ausrücken. 13 Duisburger waren anders nicht zu bändigen und mussten zumindest Teile der Silvesternacht in Polizeigewahrsam verbringen.

Bei den Alkoholkontrollen machten die Ordnungshüter ihre Warnung wahr: 124 Autofahrer wurden kontrolliert, 53 mussten pusten, zwei davon schließlich wurden zur Blutprobe mitgenommen.

Zwei Tankstellen und eine Spielhalle ausgeraubt

Keine Pause machten um den Jahreswechsel die Männer, die sich Geld mit Gewalt besorgen. Gleich zwei Überfälle auf Tankstellen gab es am Sonntag. In Homberg sah sich am frühen Morgen um 5.21 Uhr ein 58-Jähriger in einer Tankstelle auf der Rheindeichstraße zwei maskierten und bewaffneten Männern gegenüber. Der Bedrohte öffnete die Kasse, die Männer nahmen das Geld und flüchteten.

Verkehrsunfall
Zusammenstoß auf einer Kreuzung – zwei junge Frauen verletzt
Zusammenstoß auf einer Kreuzung – zwei junge Frauen verletzt

Bei einem Zusammenstoß zweier Autos wurden in der Neujahrsnacht eine 20-jährige Mülheimerin und eine 23-jährige Duisburgerin verletzt, Letztere schwer. Unfallverursacher war ein 19-Jähriger aus Duisburg.

Das neue Jahr war gerade 47 Minuten alt, da krachte es in Rumeln-Kaldenhausen auf der Kreuzung Schulallee/Düsseldorfer Straße: Ein Autofahrer aus Duisburg, 19 Jahre alt, wollte die Düsseldorfer Straße Richtung Rathausallee überqueren. Zeitgleich war eine 20-Jährige aus Mülheim auf der Düsseldorfer Straße Richtung Krefeld unterwegs. Die Frau hatte Vorfahrt.

Bei der Kollision erlitten die Mülheimerin und ihre Beifahrerin, eine 23-jährige Duisburgerin, Verletzungen. Die 23-Jährige musste zur stationären Behandlung mit einem Rettungswagen ins Johanniter-Krankenhaus gebracht werden.

Den entstandenen Sachschaden schätzen die Polizisten auf etwa 10.000 Euro.

Abends traf es dann den Mitarbeiter einer Tankstelle an der Dr.-Wilhelm-Roelen-Straße in Aldenrade. Auch hier wurde der 25-Jährige – diesmal von einem Einzeltäter – mit einer Schusswaffe bedroht. Der Räuber, etwa 1,65 groß und einen rot-weißem Vereinsschal um den Hals, steckte das Geld in eine weiße Plastiktüte und entkam.

Ebenfalls in Aldenrade überfiel ein unbekannter Täter am Silvesterabend eine Spielhalle an der Friedrich-Ebert-Straße. Und anderthalb Stunden vor dem Jahreswechsel hatte eine 19-jährige Frau ihr wohl schlimmstes Erlebnis des Jahres: Ihr wurde in der Straßenbahn 903 ein Messer unter die Nase gehalten. Die beiden Täter, von denen einer auf 16 geschätzt wird, entkamen mit Geld.

Anne Horstmeier



Kommentare
01.01.2013
20:26
Eine Frau, zwei Tankstellen und eine Spielhalle ausgeraubt
von joestar | #1

Zum Straßenbahnüberfall: Wo waren die (Möchtegern-) Sicherheitssheriffs der DVG denn?

1 Antwort
Eine Frau, zwei Tankstellen und eine Spielhalle ausgeraubt
von tecxuss | #1-1

Ein Schelm wer hier böses denkt!

Vielleicht gerade umgestiegen oder hatten Pause? ;)

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