Einbürgerungstest ist keine Barriere für Ausländer
02.09.2009 | 08:27 Uhr 2009-09-02T08:27:00+0200
Duisburg. Seit einem Jahr müssen Ausländer, die den deutschen Pass haben wollen, einen Einbürgerungstest bestehen. Hat sich der Test als Bremse beim Einbürgern erwiesen? Wissen die Teilnehmer etwas über die Geschichte, Kultur und Politik ihres neuen Landes? Eine kurze Bilanz für Duisburg.
Brauchen wir Einbürgerungstests?
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Als Abschreckung hat sich der Einbürgerungstest nicht erwiesen. „Das geben die Zahlen nicht her”, weiß Holger Stockmann vom Ordnungsamt, der für Einbürgerungen zuständig ist. Denn die Zahlen schwanken immer. 2005 ließen sich 1215 Menschen einbürgern, 2007 gab es eine Spitze mit 1476 Menschen, die den deutschen Pass ausgehändigt bekammen. Jetzt sind es 1206.
Den Löwenanteil stellen die Türken mit 678 (56,2%). Danach folgen Iraker mit 69 (5,7 %), Serben mit 63 (5,2%), Marokkaner mit 59 (4,9%) und Bosnier mit 31 (2,6%). Insgesamt wurden Menschen aus 65 Nationen eingebürgert.
Viele mit deutschen Schulabschluss
Allerdings muss ein Großteil der Einbürgerungswilligen gar keinen Test machen. „Ein Großteil kann einen allgemeinbildenden deutschen Schulabschluss vorweisen”, so Stockmann. Diese Menschen müssen ihr Wissen um Deutschland nicht nachweisen. Aber auch diejenigen, die den Test bestanden haben, überzeugen mit ihren Leistungen. „Das Ergebnis ist fast immer gut oder sehr gut”, so Stockmann.
Bisher haben in Duisburg 578 Menschen den Test gemacht. „Durchgefallen sind höchstens zwei Prozent, wenn überhaupt”, weiß Gisela Böllert, die bei der Volkshochschule für die Einbürgerungstests zuständig ist. Das Gros stellen wieder die Türken, die ihren Ehepartnern hinterher gezogen sind und deshalb den Test absolvieren müssen.
Verschiedene Nationen
Aber auch viele Chinesen und Kroaten testen ihr Wissen über Deutschland. „Wir haben hier die unterschiedlichsten Nationen”, weiß Gisela Böllert. Etwas überrascht war sie darüber, dass viele vorher keinen Kurs zur Vorbereitung auf den Test machen.
„Im letzten Herbst haben wir noch einen Kurs voll bekommen. Im Januar ist der Einbürgerungskurs nicht mehr zustande gekommen. Die Leute bereiten sich allein auf den Test vor”, hat die VHS–Mitarbeiterin festgestellt. Augenscheinlich erfolgreich, wie die Testergebnisse in Duisburg zeigen.

22:00
Ahja, Vatti, der Deutsche, hat mal wieder nicht verstanden bzw. dreht sich die Wahrheit wieder in seine Richtung.
Ich hatte übrigens völlig vergessen, dass Türken neben tiefergelegten 3er BMWs auch sämtliche Erfindungen von Röntgenstrahlen bis Relativitätstheorie zu verantworten haben.
Verzeihung.
15:06
Jobs für Ungebildete
Weiß Du. Du solltest bitte nicht so überheblich schreiben. In jeder Gesellschaft gibt es Berufe oder Anlerntätigkeiten mit einem geringen Qualifikationsniveau. Dies hängt mit der Organisation der Arbeit zu tun. Es gibt eben auch noch Resttätigkeiten, die manuell erledigt werden müssen und die eben keine große Qualifikation erforderlich machen. In Gesellschaften mit einem geringen Automatisierungsgrad ist der Anteil einfacher Anlerntätigkeiten eben höher als in hoch-rationalisierten Industriegesellschaften. Von daher gibt es natürlich in der Türkei mehr Berufsprofile mit einem geringeren Qualifikationsniveau. Selbstverständlich werden auch für diese Tätigkeiten Menschen gebraucht. Trotzdem haben diese Menschen genau so viel Achtung, Respekt und Ehre, von uns zu verlangen. Man darf über niemanden gering schätzig schreiben oder reden.
Deine Annahme stimmt mithin nicht. Aber ich denke, dass ist Dir auch egal, solange Du nur abwertend über bestimmte Zuwanderer-Gruppen schreiben kannst.
Sag mal, warum eigentlich? Warum musst Du immer und immer wieder auf Menschen draufhauen, die Dir nichts, aber auch absolut nichts getan haben? Die sich hier bemühen, in Deutschland eine Heimat zu bekommen?
Denkst Du nicht manchmal, warum mache ich dies den Leuten immer so schwer? Und wirkliche Argumente hast Du nicht. Zumindest hast Du sie hier nicht vorgetragen. Es sind einfach Polemiken.
Ich nehme mal an, Du bist nie in ein anderes Land ausgewandert. Lebst dort, wo Du hinein geboren wurdest. Ja, Du hast es in einer Beziehung einfacher. Aber auch in einer anderen Beziehung hast Du es einfacher: Du hast wenig Erfahrung, weil Du weniger Probleme hattest. Deshalb denkst Du auch so einfach.
Gerade wenn Zuwanderer mit einem realtiv geringen Bildungsniveau damals nach Deutschland gekommen sind, muss es ihnen doch um so schwerer gefallen sein, den Anforderungen in Deutschland gerecht zu werden.
Subjektiv haben sie sehr, sehr viel geleistet.
So Leute wie Du haben doch schon Schwierigkeiten, wenn sie zum Beipsiel nach Moskau fahren. Sie können die Sprache nicht, ja, sie können noch nicht einmal die Schriftzeichen lesen. Bitte schön, TheRealThomasS, mach den Test, ziehe nach St. Petersburg und mache dort in zwei Jahren den Taxischein. Das wirst Du nicht schaffen.
Aber weiß Du wär es geschafft hat. Zuwanderer aus Palästina in Deutschland.
So und jetzt halt mal den Ball ganz schön flach, sonst hast Du nur Eigentore.
14:27
Bürgert doch alle ein,dann kann auch keiner mehr ausgewiesen werden(wovon sowieso zuwenig gebrauch gemacht wird)
Von Kulturbereicherer aller Art hab ich die Schnauze voll.Bin froh das ich außer meinen Zahn in Berlin(arbeitsbedingt) noch nicht mehr verloren habe.
14:19
#28 Windig oder nicht, zumindest sind das Fakten.
Nun stelle man sich mal vor, für welche Spannungen diese Vorzeigetürken in der Türkei sorgen würden, denn dort gibt es wohl auch keine Jobs für Ungebildete.
Um wieviel mehr würden sie dort als gesellschatliche und finanzielle Belastung gesehen?
Mittlerweile ist man in der Türkei ja sogar schon darüber besorgt, dass der Geldfluss der Auslandsarbeiter nach Hause deutlich abgenommen hat ..
13:42
@#24:
Herbert Wehner war zwar ein Schreihals, aber so platt, wie Sie ihn hier darstellen, war er denn doch nicht. Er hat eine Politik kritisiert, die überhaupt keine Einwanderungspolitik gemacht hat und nicht eine zu lasche.
Ihr dahingeklatschten Thesen sind recht windig, guter Mann.
13:18
Ich habe hier den Eindruck gewonnen, dass die meisten Kommentatoren sich nicht bewusst sind, dass Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eingebürgert zu werden. Einfach den Test machen und schon ist man Deutsch stimmt absolut nicht.
Der Test hat sicher seine Vorteile und seine Nachteile. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass der Einbürgerungswillige sich dann mit der deutschen Geschichte und Kultur zwar in einer relativ einfachen Form aber dennoch auseinandersetzen muss. Das dies nicht der Weisheit letzter Schluss ist, versteht sich von selbst. Über Integration an sich reden wir ein anderes Mal.
Marko Vojkovic
Mitglied des Integrationsrates Mülheim an der Ruhr
12:40
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/1/news-131529618/detail.html
12:37
Darf man das sagen: Nicht integrieren wollen?
Nein, ich denke es ist sachlich falsch. Einige wenige kommen aus Ländern, die im Vergleich zu Deutschland völlig anders sind.
Bei diesen Zuwanderern wird es natürlich etwas länger dauern, bis sie sich in Deutschland zu Hause fühlen. Ich denke, dies ist verständlich. Gefordert ist auch nicht sogleich der perfekt integrierte Zuwanderer, der jeden Sonntag am Küchentisch sein Wiener Schnitzel klopft, sondern zu erst einmal eine positive Einstellung zu Deutschland. Das weitere braucht Zeit und wird sich einstellen.
Einige Zuwanderer, die früher als Kriegsflüchtlinge aus Palästina nach Deutschland gekommen sind, heute sind sie keine Flüchtlinge mehr, sondern Nachbarn und Freunde, die hier bleiben wollen und werden. Die Kinder und Jugendliche, die oft ja hier geboren wurden, haben sich gut eingelebt und können, außer in Deutschland, nirgendwo mehr leben.
Gerade sie sollten sich einbürgern lassen und ihr Aufenthaltsrecht verfestigen. Egal was sie denken, diese Jugendlichen sollten sich da nichts vormachen: Deutschland ist ihnen schon mehr zur Heimat geworden, als ihnen überhaupt bewusst ist. Sie merken dies ja auch, wenn sie im Urlaub nach Palästina fahern. Zuhause sind sie dort nicht mehr.
Deshalb sollten sie aus ihrer gefühlten Liebe zu Deutschland, auch eine rechtliche machen.
12:09
Ja es gibt große Probleme bei der Integration. Ich bin auch der letzte der das abstreiten will.
Aber die wenigen Ausländer die sich überhaupt einbürgern wollen, sind bestens integriert! Ansonsten würden sie sich nicht einbürgern - wozu auch? Es kostet nur Geld und bringt kaum Vorteile. Wer Hartz4 bekommen will, bekommt es auch ohne ein Deutscher zu sein.
Also Sie können ruhig weitersagen, dass die Einwanderungspolitik und mehr die Integration nicht perfekt sind. Was nicht nur an den Deutschen liegt, es gibt genug Leute die sich nicht integrieren wollen.
Aber warum soll man die Leute in den Dreck ziehen die sich angepasst haben und sogar bereit sind ihre vorige Staatsbürgerschaft abzulegen, also vollständige Bürger des Landes Deutschland sein wollen?
Die Leute die wirklich die alternde BRD unterstützen wollen, sollen willkommen sein. Von den nicht zu Integration Willigen soll man mehr fordern.
11:49
Das Problem war doch, dass die meisten Eingeborenen diesen Test nicht mal hingekriegt haben, und richtig Deutsch können doch auch viele Ballonseidenträger nicht.
Es bleibt dabei, Ehrlichkeit und Integrität haben keine Nationalität.