Einbruchsserie aufgeklärt - Polizei nimmt drei Männer fest

40 Einbrüche soll ein Trio, das nun von der Duisburger Polizei festgenommen wurde, begangen haben.
40 Einbrüche soll ein Trio, das nun von der Duisburger Polizei festgenommen wurde, begangen haben.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Duisburger Polizei hat drei organisierte Einbrecher festgenommen. Auch für fünf Brandstiftungen sollen die Männer verantwortlich sein.

Duisburg.. Die Polizei Duisburg hat eine Serie von 40 Einbrüchen aufgeklärt und drei Männer (26, 29, 33) festgenommen. Das Trio befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft. Bereits am 27. August 2014 durchsuchten Polizisten acht Wohnungen gleichzeitig in den Stadtteilen Hüttenheim, Wanheimerort und Großenbaum. Die Wohnungen gehörten allesamt Menschen, die sich im Zusammenhang mit einzelnen Taten verdächtig gemacht hatten. In kleinschrittigen Untersuchungen hatte die Polizei genug Indizien zusammengetragen, um die Wohnungen durchsuchen zu lassen.

Hintergrund war ein Ermittlungsverfahren gegen eine Bande, die im Verdacht stand, zahlreiche Einbrüche im Stadtgebiet begangen zu haben. Dazu zählen hauptsächlich Einbrüche in Vereinsheime, Werkstätten, Schulen und in parkende Lkw. Die zusammenhängenden Taten wurden im Zeitraum zwischen Ende 2013 und August 2014 begangen. Um ans Diebesgut zu gelangen, haben die Einbrecher in den meisten Fällen Fensterscheiben aufgehebelt oder eingeschlagen.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Diebesgut sicher, das den 40 Einbrüchen inzwischen zugeordnet werden kann. Darüber hinaus fanden die Einsatzkräfte Betäubungsmittel, Waffen, verbotene Gegenstände und Munition. Die Ermittlungen führten auch zur Klärung von fünf Brandstiftungen, die die drei Männer in der Nachbarschaft begangen haben sollen - vermutlich um Einbruchsspuren zu vertuschen, so die Duisburger Polizei.

Fünf Brandstiftungen sollen die Täter begangen haben

Zu den Brandstiftungen zählt das Zünden einer Nebelkerze in einer Asylbewerber-Unterkunft in Wanheim am 25. Oktober 2013. In diesem Fall wurde der Feueralarm ausgelöst und es kam zu keinerlei Schäden. Erwähnt wurde die Tat 2013 zunächst im Zusammenhang mit weiteren möglicherweise fremdenfeindlich motivierten Brandanschlägen. Außerdem können den Tätern das Feuer im Büro einer Duisburger Waldorfschule Anfang Dezember 2013, der Brand einer Imbissbunde an der Mündelheimer Straße wenige Tage später sowie die Feuer im Vereinsheim des VFL Süd am Förkelsgraben und in einem Supermarkt an der Mündelheimer Straße im Mai und August 2014 zugeordnet werden.

Derzeit laufen Ermittlungen gegen weitere Tatverdächtige. (we)