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Einbruch kam im Oktober

18.01.2010 | 17:29 Uhr
Einbruch kam im Oktober

Die Arge legte ihre Jahresbilanz 2009 vor. 65 Millionen Euro wurden investiert. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen”, resümierte Arge-Geschäftsführer Norbert Maul.

„Hier werden Lücken geschlossen”, steht auf dem Umschlag, in den die Arbeitsgemeinschaft Duisburg (Arge) ihre Jahresbilanz gesteckt hatte. Das Lückenschließen war 2009 nicht so einfach. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen”, resümierte Arge-Geschäftsführer Norbert Maul. Gut habe es im ersten Halbjahr ausgesehen, dann die Wirtschaftskrise durch, kam verzögert bei den Argen an. Ab Oktober stieg die Zahl der Hartz-IV-Empfänger. Was darauf hindeutet, dass 2010 ein schweres Jahr wird. Viele Menschen, die jetzt noch Arbeitslosengeld I beziehen, werden bald auf Leistungen nach dem SGBII angewiesen sein.

Das macht Qualifizierung umso wichtiger. Im vergangenen Jahr hat die Arge ihre Investitionen hier auf 11,1 Mio € gesteigert und 1072 Menschen (+49,7 %) weitergebildet.

Im Jahresschnitt betreute die Arge 68 423 Personen in 34 870 Bedarfsgemeinschaften. Gut 49 000 erhielten Arbeitslosengeld II, gut 19 000 Sozialgeld. Beide Zahlen waren etwas niedriger als 2008.

Trotzdem sind die Ausgaben für passive Leistungen wie ALG II oder Sozialgeld wegen Anhebung der Regelleistungen um 5,5 Millionen Euro gestiegen. Auch die Stadt Duisburg musste, auch wegen Verringerung des Bundesanteils, allein für Unterkunft und Heizung fast sechs Millionen Euro mehr zahlen.

Während die Zahlen der Langzeitarbeitslosen um 8,4 Prozent auf 12 487 sanken, und die der Ausländer um 5,0 Prozent auf 7561, sah es zum Jahresende sowohl bei jungen Arbeitslosen (bis 25 Jahre) und älteren (ab 55 Jahre) schlechter aus als zuvor.

„Ein äußerst gutes Ergebnis konnte die Arge bei den Ausbildungssuchenden vorweisen.” 1652 Bewerber erhielten ein Angebot für Ausbildung, Qualifizierung oder berufsvorbereitende Maßnahmen. Kostenpunkt für überbetriebliche Ausbildungen: 7 Mio €.

Insgesamt investierte die Arge die kompletten 65 Millionen Euro in die Vermittlung ihrer Kunden.

Ihr neues Gebäude zwischen der Friedrich-Wilhelm-Straße und der Straße Am Buchenbaum will die Arge laut Norbert Maul im August beziehen. Dort sollen 400 der 770 Arge-Beschäftigten künftig Platz finden.

Günter Putz

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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