Ein Schulhof wird richtig schön bunt

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Dellviertel..  Die Blumenbeete auf dem Schulhof des Steinbart- Gymnasium sollen bunt werden. Das haben sich Lehrer und Schüler vorgenommen, die mit den ehrenamtlichen Gärtnern von „Kants Garten“ den Hof lebendiger und farbenfroher gestalten wollen. Pfingstrosen, Vergissmeinnicht und Anemonen blühen jetzt dort, wo bisher nur unansehnliches Unkraut wuchs.

„Wir wollen unseren Lernort attraktiver gestalten. Wir schaffen einen Platz, an dem man sich wohlfühlt und gerne hingeht“, erklärt Claudia Söller, im Hauptberuf Englisch- und Spanisch-Lehrerin am „Steinbart“, in der Freizeit aber durchaus mit einem „grünen Daumen“ ausgestattet. Mit weiteren Lehrern initiierte sie diese Aktion, die Schulbeete in Kooperation mit „Kants Garten“ neu zu gestalten.

Mit Spaten, Schaufeln und Harken ausgerüstet, machen sich engagierte Lehrer und interessierte Kinder ans Werk. Das Unkraut muss entfernt, neue Stauden müssen gepflanzt werden. Jede Hand hilft, wo sie kann, rupft und zupft, gräbt und buddelt. Damit es auch so schön bleibt, übernimmt Claudia Söller auch nach Feierabend die Verantwortung, und kümmert sich mit den Kindern freitags nach Schulschluss um die Pflanzenpflege.

„Es wuchs nicht viel im schattigen Teil des Schulhofes und das was im Beet keimte, waren zumeist nur unwillkommene Gräser“, beschreibt Georg Uhlendorff, ebenfalls Lehrer. Die Stadt stellte schließlich den Kontakt zwischen der Initiative „Kants Garten“ und der benachbarten Bildungseinrichtung her. Die Hobbygärtner helfen, vermitteln Wissen und organisierten auch die Blumen. Bei den Beeten am Gymnasium wurde darauf geachtet, pflegeleichte Blüher zu setzen. Vergissmeinnicht sind geradezu ideal. Die Pflanze kann sich selbst bestäuben und garantiert so ein immer volles Beet.

Janine Albrecht, tatkräftige Mitstreiterin bei „Kants Garten“ freut sich über die gelungenen Projekte im und am Park: „Ganz viele Anwohner, Nachbarn und Kinder helfen, um den Park und die Beete von Kindergärten und Schulen zum Blühen zu bringen“.

Gießen und regelmäßiges Unkraut zupfen gehört in Zukunft für die motivierten Lehrkräfte und Kinder zu den Aufgaben. Aber der jetzige und spätere Aufwand ist nicht nur an den prächtigen Beeten zu erkennen. Mit den Blumen werden auch Schmetterlinge, Marienkäfer und andere Insekten vermehrt auf dem Hof zu sehen sein. „Die Natur und deren Vielfalt hat wieder einen größeren Stellenwert rund um den Kant- Park. Es ist zudem zu einer funktionierenden Begegnungsstätte für Menschen mit jeglichen Lebensweisen geworden“, schwärmt eine Freiwillige.