Ein Rundgang durch Duisburg

„Stadt an Rhein und Ruhr“ lautet der Untertitel des neuen Duisburg-Buchs, das im Medien-Verlag Schubert erschienen ist. Es könnte auch „Stadt der Gegensätze“ heißen, denn die Fotografien von Friedhelm Krischer und die Texte von Hermann Kewitz zeigen das, was die Stadt ausmacht und auf Seite 21 aufgezählt wird: Zwischen Ruhrgebiet und Niederrhein, Arbeiterstadt mit Universität, Sportstadt mit Oper und Museen, Hafenstadt im Land.

Der auf Regionalthemen spezialisierte Schubert-Verlag war auf Krischer aufmerksam geworden durch seine Porträt-Ausstellung „Auf Augenhöhe“, die im März 2014 in der Cubus-Kunsthalle zu sehen war. Krischer sagte seine Beteiligung zu, die an verbindliche Layout-Vorgaben geknüpft war; dabei ging es um die „Familienähnlichkeit“ mit anderen Verlagsprodukten. Nicht als Stadtführer angelegt, sind die Texte dennoch ins Englische und Französische übersetzt, so dass sich das Buch vor allem dazu eignet, an Freunde oder Bekannte verschenkt zu werden, die diese Sprachen sprechen. Aber auch an Duisburger, die nun woanders wohnen und sich erinnern wollen an ihrer Heimatstadt.

Es ist ein Rundgang in zehn Kapiteln, wobei Hermann Kewitz einen humorvollen Text geschrieben hat, dem man die Zerrissenheit des Duisburgers anmerkt: Schafe in den Rheinauen sind schön, aber das Besondere sind eben doch das Nebeneinander solcher Idyllen und der Industrie(-kultur). Wobei Krischers Fotos auch den herben Panoramen stets Schönheit abgewinnen.